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Jodel trifft Volkslieder aus der Ukraine: Ein Lied, ein Tänzchen und ein Küsschen für die Damen

In der evangelischen Kirche Hemberg kamen die Besucherinnen und Besucher in den Genuss von Jodelgesang und ukrainischen Volksliedern, gesungen vom Bergbluemechörli Hemberg und vom Orpheus Vokalensemble. Das Publikum war begeistert.
Peter Jenni
Das Bergbluemechörli Hemberg unter der Leitung von Rita Klaus sorgte in der vollbesetzten Kirche von Beginn weg für beste Stimmung. (Bild: Peter Jenni)

Das Bergbluemechörli Hemberg unter der Leitung von Rita Klaus sorgte in der vollbesetzten Kirche von Beginn weg für beste Stimmung. (Bild: Peter Jenni)

Volksmusik aus der Schweiz ist nicht gleich Volksmusik aus dem Ausland, könnte man meinen. Doch das Bergbluemechörli Bächli/Hemberg scheute sich nicht, für das Sommerkonzert das Orpheus Vokalensemble aus der Ukraine einzuladen. Dies mit vollem Erfolg, wie sich am Pfingstsamstag in der vollbesetzten evangelischen Kirche Hemberg zeigte.

Von Beginn weg, als das Bergbluemechörli unter der Leitung von Dirigentin Rita Klaus den Anlass mit dem schönen Jodellied «Dankä säge wönd mer» und einem Naturjodel eröffnete, kletterte der Pegel der Lautstärke des Applauses bereits auf einen hohen Standard. Dies änderte sich nicht, als das Orpheus-Oktett singend in die Kirche eintrat. Margrit Mettler-Roth, welche die Sänger auf ihrer Tournee begleitet, betonte, die beiden Chöre hätten vieles gemeinsam, wie zum Beispiel die Berge.

Wundersame Einstimmung auf Pfingsten

Das A-cappella-Oktett besteht aus professionellen Sängern, die mit ihren klangvollen Stimmen jedermann überzeugen können. Dies bewiesen sie gleich zu Beginn, mit vier in variablen Lautstärken gesungenen Sakralvorträgen. Damit besingen sie den von türkischen Tataren belagerten Pilgerort Potschajew, Kloster des Heiligen Hiob, den die Belagerer nach einer Marienerscheinung fluchtartig verliessen und nie mehr zurückkehrten.

Dass ein Solist die Anwesenden auf Deutsch begrüsste und mit ihnen auch gleich ein Ave Halleluja interpretierte, das er zuerst vorsang und schlussendlich auch noch zusammen mit dem Chor zum Besten gab, erstaunte bestimmt viele Anwesende, die jedoch spontan mitmachten.

Beide Chöre warteten mit weiteren Volksliedern auf, die mit Witz und viel Charme vorgetragen wurden. Darunter von den Ukrainern ein Lied für die Damen, welches auch ein Tänzchen mitsamt Küsschen des Solisten mit einer Dame aus dem Publikum beinhaltete. Das Bergbluemechörli interpretierte ein ukrainisches Volkslied in Originalsprache und umgekehrt auch das Oktett eines auf Schweizerdeutsch.

Geschenk und stehende Ovationen

Zum Schluss bedankte sich ein Solist beim Publikum auf Deutsch und verkündete «ein kleines Geschenk». Zur Überraschung bestand dies aus dem Lied «Luegit vo Bärge und Tal», gesungen in fast akzentfreiem Schweizer Dialekt, wobei eine Wiederholung mit dem Volk folgte. Dies bewog das Publikum, sich beim Oktett mit lange anhaltenden stehenden Ovationen zu bedanken.

Damit nicht genug. Ein weiteres Mal zum Schluss interpretierten die beiden Chöre gemeinsam einen Naturjodel. Kaum hatte sich Doris Bühler-Ammann von der Kirchgemeinde Oberer Necker bei allen Beteiligten bedankt, setzten die ukrainischen Gäste nochmals zum diesmal letzten Vortrag an.

Wer sich angesprochen fühlt, hat am Samstag Gelegenheit, das Orpheus Volksensemble in der Klosterkirche Neu St. Johann zusammen mit der Kantorei Toggenburg zu erleben. Beginn des Anlasses ist um 19.30 Uhr.

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