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111 faszinierende und überraschende Orte rund um den Säntis – die Autorinnen dieses Buchprojekts hätten noch viele mehr gekannt

Die Autorinnen Silvia Schaub und Nina Kobelt präsentierten auf der Schwägalp ihr Buch «111 Orte rund um den Säntis, die man gesehen haben muss». Dabei erzählten sie von der Entstehung des Buchs und verrieten einige Geheimtipps.
Sabine Camedda
Vernissage des Buchs "111 Orte rund um den Säntis, die man gesehen haben muss" am 12. April 2019 im Säntis-Das Hotel. von links: Autorin Nina Kobelt, Moderatorin der Vernissage Seraina Kobelt, Autorin Silvia Schaub. (Bild: Sabine Camedda)

Vernissage des Buchs "111 Orte rund um den Säntis, die man gesehen haben muss" am 12. April 2019 im Säntis-Das Hotel. von links: Autorin Nina Kobelt, Moderatorin der Vernissage Seraina Kobelt, Autorin Silvia Schaub. (Bild: Sabine Camedda)

Der Zufall kam den Autorinnen des Buchs «111 Orte rund um den Säntis, die man gesehen haben muss» immer wieder zu Hilfe. Sie habe vom Ottilia-Brunnen im Guggerloch gehört, erzählte Nina Kobelt. Zusammen mit ihrer Mutter machte sie sich auf Recherchetour, aber sie fanden den Weg nicht.

«Da entdeckte meine Mutter ein Schild, das auf die Hackbrett-Stube von Johannes Fuchs hinwies.»

Nina Kobelt war so fasziniert von dieser Werkstatt, dass sie diese ebenfalls ins Buch brachte. Übrigens, den Ottilia-Brunnen hat sie einige Tage später doch noch gefunden.

Diese und viele weitere Anekdoten lockte Seraina Kobelt, die durch die Buchvernissage auf der Schwägalp führte, aus den Autorinnen heraus. Für Silvia Schaub war die Arbeit an «111 Orte rund um den Säntis, die man gesehen haben muss» eine gute Gelegenheit, um ihre Wahlheimat kennen zu lernen. Auf der Suche nach Geheimtipps traf sie auf Nina Kobelt. Sie war bereit, am Buch mitzuschreiben. «Es war eine Win-win-Situation», fasste Nina Kobelt zusammen.

Zwischen Journalistin und Detektivin

Die Orte hätten sie in Kürze gefunden und definiert. Sie hätten intensiv recherchiert und bei jedem gefragt, den sie kannten oder der ihren Weg gekreuzt hat, sagt Silvia Schaub. «Zum Schluss mussten wir uns sogar auf die 111 Orte beschränken.» Weil sie dies bedauerten, griffen die beiden Autorinnen zu einem Trick: Sie fügten zu jedem beschriebenen Ort einen Tipp hinzu.

«So kann der Leser letztlich 222 Stätten besuchen», sagt Silvia Schaub. Ihre Arbeit beschrieben die beiden Autorinnen als journalistisch. Manchmal seien aber fast detektivische Fähigkeiten gefragt gewesen, beispielsweise bei der Suche nach dem nördlichsten Arvenwald der Alpen, den sie sich anders vorgestellt haben.

Seraina Kobelt wollte von den beiden Autorinnen wissen, was sie mit dem Mittelpunkt, dem Säntis, verbindet. Früher sei der Berg oft Ziel von Wanderungen mit der Familie gewesen und man sei dort an Ostern Ski gefahren, erinnert sich Nina Kobelt. Heute sehe sie ihn als einen «umwerfend schönen Berg» an. «Ich schaue ihn gerne an, wenn ich in der Gegend bin, und finde ihn jedes Mal atemberaubend schön.» Silvia Schaub sieht den Säntis von ihrem Haus aus.

«Ich kann mich an ihm nicht satt sehen und fotografiere ihn dauernd.»

Für Seraina Kobelt war dies an der Vernissage der Augenblick, um «Mister Säntis» Bruno Vattioni auf die Bühne zu holen. Er sei zwar von Schwellbrunn, sein Vater sei aus dem Toggenburg und seine Mutter aus dem bereits erwähnten Guggerloch. Aber wenn er das Buch anschaue, glaube er, dass er nichts kenne, gab er augenzwinkernd zu. Ihm imponieren Menschen, die etwas bewegen, wie jene, die den Baumwipfelpfad realisiert haben oder die Postkutsche über die Schwägalp fahren.

Der Bahnhof weit weg von den Gleisen

Die Vernissage war eine gute Gelegenheit, um von Bruno Vattioni, aber auch von den Autorinnen Geheimtipps zu erfragen. Bruno Vattioni empfiehlt, den Mittelpunkt des Kantons St. Gallen zu besuchen, der sich nahe der Schwägalp befindet. Angesprochen auf ihre Lieblingsorte, konnten sich die Autorinnen nicht auf einen einzigen beschränken. Nina Kobelt nannte den bereits erwähnten Ottilia-Brunnen, aber auch den Punkt, den sie im Buch als «Hinter den sieben Bergen» bezeichnet. Ebenso liebe sie es, in Wildhaus in Richtung Schafberg zu blicken.

Silvia Schaub nannte ihrerseits die Insel Helgoland – sprich das Inseli beim Johanneum in Neu St. Johann – das Frauenschuh-Tal oder den Kältesee als ihre Lieblingsorte. Besonders überrascht war sie, als sie einen zuglosen Bahnhof gefunden hat, weit ab von den Gleisen. Das Gebäude, inklusive des originalen Bahnhofschilds, steht auf einer Waldlichtung hinter der Alp Gross Gerstengschwend und bietet heute Wanderern Schutz und einen Platz, um ihre Rast zu machen.

Wie Seraina Kobelt richtig bemerkt hat, lassen sich die Besichtigungen von mehreren dieser Orte auf einer Wandertour verbinden. Silvia Schaub empfiehlt, hierfür den Thurweg ab Nesslau als Ausgangspunkt zu wählen. Mit einigen Abstechern in Seitentäler können auf einer Tour mehrere der 111 sehenswerten Orte besichtigt werden. Nina Kobelt schlägt eine Tagestour vor, die in Frümsen mit der Fahrt auf die Staubern beginnt und weiterführt über die Saxer Lücke in Richtung Fählensee und dem Gasthaus Bollenwees.

Dass auch das Kulinarische im Buch nicht zu kurz kommt, konnten die Besucher der Vernissage eins zu eins erfahren. Mehrere porträtierte Betriebe sponserten den reichhaltigen Apéro, der die Vernissage abrundete.

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