Regionalfussball
Die Ebnater Frauen trotzen Leader Triesen und holen sich beim 2:2 einen unerwarteten, aber verdienten Punkt

Nach einer zweiwöchigen Pause sind die Ebnater Frauen zurück auf dem Fussballplatz und beweisen am Sonntag gegen den 2.-Liga-Spitzenreiter, dass ihnen die kurze Auszeit nicht geschadet hat. Ohne die verletzte Goalgetterin Selin Roth angetreten, verdienen sie sich den Punkt dank eines beherzten Auftritts.

Beat Lanzendorfer
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Durch einen fulminanten Schuss hat Flavia Cemin (rechts) das 1:1 für die Ebnater Frauen erzielt. Links Flavia Schaufelberger

Durch einen fulminanten Schuss hat Flavia Cemin (rechts) das 1:1 für die Ebnater Frauen erzielt. Links Flavia Schaufelberger

Bild: Beat Lanzendorfer

Was die Ebnater Frauen am Sonntag gegen den Spitzenreiter aus Triesen beim 2:2 ablieferten, war ausserordentlich und beweist, wie viel Moral im Team steckt.

Dabei waren die Voraussetzungen bereits vor dem Anpfiff alles andere als optimal. Selin Roth, die bisher für mehr als fünfzig Prozent der erzielten Tore verantwortlich zeichnete, fällt mit ihrem vor zwei Wochen erlittenen Knorpelschaden im Knie für den Rest der Herbstrunde aus.

Früh in Rückstand geraten

Und die Chancen auf ein positives Ergebnis verschlechterten sich nach fünf Minuten zusätzlich, als Triesen durch Jasmin Ackermann die Führung gelang. In weiteren Verlauf des Spiels legten die Einheimischen aber jeglichen Respekt ab und spielten munter mit. Für den Ausgleich sollte es vor der Pause noch nicht reichen.

Dieser kam kurz nach Wiederbeginn. Flavia Cemin fasste sich ein Herz und knallte das Leder aus gut 16 Metern zum 1:1 in die Maschen. Wenig später hatte Martina Horvat sogar die Führung auf dem Fuss, scheiterte aber an der Torhüterin.

Zum Ende des Spiels war alles möglich

Statt 2:1 hiess es plötzlich 1:2. Nach einem Fehler in der Defensive lag Ebnat-Kappel zum zweiten Mal in Rückstand. Nun war es Naomi Kindle, welche die Gäste zum zweiten Mal in Führung schoss. Die Toggenburger Spielerinnen zeigten erneut Moral und konnten wiederum ausgleichen. Nach 81 Minuten wurde Martina Horvat im Strafraum von den Beinen geholt.

Die Gefoulte nahm beim verhängten Elfmeter gleich selber Anlauf und verwertete souverän zum 2:2. Dann hatten die Einheimischen noch einige bange Momente zu überstehen, weil, hervorgerufen durch einige verletzungsbedingte Unterbrechungen, der Schiedsrichter zehn Minuten(!) nachspielen liess. Dann war Schluss und der unerwartete, aber verdiente Punktgewinn war Tatsache.

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