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Interview

Ebnat-Kappels Gemeindepräsident zum Verkauf des «Kapplerhofs»: «Ich habe immer gehofft, dass es zu einem guten Ende kommt»

Der Verkauf des «Kapplerhofs» in Ebnat-Kappel und des angrenzenden Baulandes freut den Gemeindepräsidenten Christian Spoerlé. Seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren beschäftigte diese Thema ihn immer wieder.
Sabine Camedda
Der «Kapplerhof »in Ebnat-Kappel ist verkauft. (Bild: Timon Kobelt)

Der «Kapplerhof »in Ebnat-Kappel ist verkauft. (Bild: Timon Kobelt)

Beim «Kapplerhof» am Ortseingang von Ebnat-Kappel tut sich etwas. Der neue Besitzer will das leer stehende Hotel abreissen und Wohnungen bauen. Gemeindepräsident Christian Spoerlé freut sich, dass es nun vorwärts geht. Seit seinem Amtsantritt vor zehn Jahren war die Liegenschaft immer wieder ein Thema.

Wie haben Sie auf den Verkauf des «Kapplerhofs» an die LTS Invest AG reagiert?

Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel. (Bild: PD)

Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von
Ebnat-Kappel. (Bild: PD)

Christian Spoerlé: Ich bin sehr erfreut und auch erleichtert, dass beim «Kapplerhof» nun etwas geht. Seit Anfang April waren Verkaufsbemühungen im Gange.

Glaubten Sie, dass der Kauf so schnell abgewickelt ist?

Ich wusste, dass Bestrebungen im Gang waren, den «Kapplerhof» zu verkaufen. Werner Fleischmann von der Fleischmann Immobilien AG hat mich diesbezüglich kontaktiert und ich habe ihm aufgezeigt, was auf diesen beiden Parzellen möglich wäre. Das war eine wichtige Information für die Kaufinteressenten.

Der «Kapplerhof» war schon lange ein Sorgenkind, er beschäftigt Sie wohl seit Ihrem Amtsantritt. Sind sie froh, dieses Kapitel nun abschliessen zu können?

Ja, denn es wurde immer schwieriger, ihn zu verkaufen, je länger er leer stand. Ich habe immer gehofft, dass es zu einem guten Ende kommt. Mir als Gemeindepräsident waren die Hände jedoch gebunden, ich konnte lediglich eine vermittelnde Aufgabe erfüllen.

Wie finden Sie die Idee, Wohnhäuser statt einem Hotel mit Restaurant zu bauen?

Herr Paurevic, der Käufer der Liegenschaft und des Baulandes, hat bereits bei mir im Büro vorgesprochen. Ich habe bei ihm den Wunsch deponiert, dass ein Restaurationsbetrieb und auch Übernachtungsmöglichkeiten in Ebnat-Kappel wünschenswert wären. Inwiefern er darauf eingeht und was genau gebaut werden wird, wird sich zeigen.

Martin Paurevic will vorwärts machen und bis im Frühjahr 2020 ein Projekt vorlegen. Wie realistisch ist dies?

Das hängt letztlich vom Projekt ab, das realisiert werden soll. Wenn sich dieses im Rahmen der gültigen Zonen- und Überbauungspläne bewegt, kann sehr schnell gebaut werden. Wenn hingegen Massnahmen seitens der Gemeinde, beispielsweise eine Einzonung/Umzonung, erforderlich sein sollte, dann würde es länger dauern. Grundsätzlich finde ich die Absicht von Herrn Paurevic, im nächsten Jahr mit dem Bau zu beginnen, sehr gut.

Welche Konsequenzen hätte es für die Gemeinde, wenn am Standort des «Kapplerhofs» viele neue Wohnungen entstehen würden?

Direkte Auswirkungen sind nicht absehbar, es kommt aber sehr darauf an, was gebaut wird und ob im Falle von Wohnungen allenfalls etappiert gebaut würde. Es käme auch darauf an, welches Bevölkerungssegment angesprochen wird. Auswirkungen auf die gemeindeeigene Infrastruktur wird es wohl kaum geben. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass durch die grosse Anzahl neuer Wohnungen der Druck auf die Liegenschaftsbesitzer älterer Objekte steigen würde.

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