E-Mobilität
Mosnang bietet kostenlose Fahrt mit dem E-Auto der Gemeinde

Als eine der ersten Gemeinden im Sponti-Car-Netzwerk setzt Mosnang auf die neue Kampagne «Ein Dorf, ein Auto». Im Pilotprojekt schenkt die Gemeinde seinen Einwohnerinnen und Einwohnern je zwölf Stunden E-Mobilität.

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Der Sponti-Car der Gemeinde Mosnang fährt rund 15'000 Kilometer im Jahr.

Der Sponti-Car der Gemeinde Mosnang fährt rund 15'000 Kilometer im Jahr.

Bild: PD

(pd/uh) «Grundsätzlich schätzen wir in Mosnang das Bewährte und Funktionierende. Ab und zu wagen wir aber auch Neues, Einzigartiges mit offenem Ausgang», erzählt Max Gmür. Als Präsident der Energiekommission von Mosnang hat er viele Projekte aufgegleist, eines davon war der Einsatz des elektrischen Carsharings «Sponti-Car». Die dreijährige Pilotphase endet im laufenden Jahr, aber statt den Vertrag auslaufen zu lassen, macht die Gemeinde einen nächsten Schritt: Ab Juli steht das E-Auto allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde Mosnang für zwölf Stunden im Jahr kostenlos zur Verfügung.

Ein Dorf, ein Auto

Max Gmür, Präsident der Energiekommission Mosnang.

Max Gmür, Präsident der Energiekommission Mosnang.

Bild: PD

Während der dreijährigen Pilotphase sei der Grossteil der Fahrten mit dem Sponti-Car auf die Gemeindeverwaltung und die Schule entfallen, erklärt Max Gmür. «Pro Jahr wurden mit dem Auto rund 15'000 Kilometer gemacht, was in etwa dem Gebrauch eines Autos einer durchschnittlichen Familie entspricht», sagt Max Gmür und ergänzt: «Jedoch nur etwa zehn bis zwanzig Prozent wurden von Privaten Nutzern gemacht, der Rest entfällt wie bereits erwähnt auf Gemeinde- und Schulmitarbeitende.»

In der Bevölkerung habe das Angebot nur ein geringes Echo erfahren. Ein Grund dafür sei sicherlich der etwas versteckte Standort des Autos bei der Gemeindeverwaltung. Wenn man etwas nicht sieht, denkt man auch nicht daran. Einen anderen, zentraler gelegenen Standort für das Auto zu finden, sei in Mosnang nicht so einfach. «Wir überlegten uns deshalb, den Sponti-Car aus dem Leasing herauszukaufen und ihn als Gemeindefahrzeug weiter zu betreiben», sagt Gmür. Schliesslich entschied sich die Gemeinde jedoch für die Kampagne «Ein Dorf, ein Auto», die Sponti-Car dieses Jahr lanciert. «Zumindest die zwölf Gratisstunden wird sich ja niemand entgehen lassen wollen», sagt Max Gmür.

«Die Idee stamme von Mark Ritzmann von der Firma Sponti-Car. Ob die Aktion Anklang findet, müssen wir zuerst feststellen. Ich glaube aber, dass sich die Zahlen gut entwickeln werden», sagt Max Gmür.

Kontingentlösung für einen niederschwelligen Zugang

Das Motto von Sponti-Car sei seit der Gründung «ein Auto für alle» gewesen, erläutert Mark Ritzmann, Gründer und Geschäftsführer von Sponti-Car. Nun weitet das Hombrechtikoner Unternehmen das Angebot aus, mit Mosnang konnte schnell eine Pilotgemeinde für die neue Kampagne gefunden werden. «Wir möchten mit dieser Kontingentlösung jedem in der Gemeinde ermöglichen, E-Mobilität auszuprobieren», so Ritzmann. Ein solcher niederschwelliger Zugang, wie es «Ein Dorf, ein Auto» ermöglicht, sei für Sponti-Car zentral, um die Vision von einer neuen, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Mobilität Realität werden zu lassen.

Über Sponti-Car

(pd/uh) Sponti-Car rollte im Jahr 2016 aus Hombrechtikon los und hat sich seither in 30 Deutschschweizer Gemeinden sowie Liechtenstein etabliert. Das Carsharing-Angebot will ein Fundament für die nachhaltige Weiterentwicklung des gesamten Mobilitätsnetzwerks bieten. Spezialisiert auf Gemeinden ausserhalb der Ballungsgebiete, bietet Sponti-Car Verwaltungen und Bürgern ein umfassendes Angebot für die erfolgreiche Umsetzung ökologischer Mobilitätskonzepte. Die Nutzerinnen und Nutzer von Sponti-Car nahmen 2020 über 230’000 Kilometern unter die elektrisch angetriebenen Räder. Trotz Corona konnte das Carsharing mit mehr als 6500 Buchungen die Anzahl Einsätze gegenüber dem Vorjahr verdoppeln. Gemeinsam haben die Gemeinden und Sponti-Car so über 65 Tonnen CO2 eingespart und zusammen mit MyClimate kompensiert.