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Wattwiler Familie stellt in Zürich aus: Drei Künstler und das Unentdeckte

Im Katalog der Werkschau Photo Schweiz taucht der Name Walther gleich dreimal auf: Fotograf Simon, sein Sohn Pascal und seine Tochter Debora zeigen Werke, die sie im vergangenen Jahr geschaffen haben.
Sabine Camedda
Simon, Pascal und Debora Walther befassen sich auf ihre je eigene Art mit der Fotografie.Bild: PD

Simon, Pascal und Debora Walther befassen sich auf ihre je eigene Art mit der Fotografie.Bild: PD

Für den Gestalter und Fotografen Simon Walther haben die vergangenen Jahre jeweils mit der Werkschau Photo Schweiz in Zürich angefangen. 2019 wird es nicht anders sein. Auf seinen Bildern, die er für ein neues Buchprojekt aufgenommen hat, rücken Staumauern in den Fokus. Rund 200 Staumauern hat er aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichem Licht fotografiert. «Die Stauwerke betrachte ich als Denkmäler der menschlichen Leistungskraft, und ich machte es mir zur Aufgabe, den Land-Art-Charakter dieser Monumentalskulpturen in einem sensiblen Raum im Sinn von Kunstwerken herauszuarbeiten und ihre räumlichen Strukturen sichtbar zu machen», sagt Simon Walther.

Auf seinen Fahrten wird er von seiner Frau Evi und immer wieder auch von Sohn Pascal begleitet. Während sein Vater die Kamera auf die Staumauern richtete, entdeckte Pascal die Flechten: «Ich begann damit, diese zu fotografieren und fand deren Oberfläche sehr interessant.» Im Atelier in Wattwil vergrösserte er einen Ausschnitt aus dem Foto und war fasziniert von seinem Werk, denn es lässt viele Interpretationen zu. «Eine Flechte auf einem Stein ist unscheinbar und wird von vielen übersehen. Sie ist aber ein sehr wichtiger Indikator für Luftqualität», sagt er.

Bei ihr steht das Künstlerische im Vordergrund

Während Simon und Pascal Walther bei ihren Werken stark auf die Technik achten, steht bei der Arbeit von Debora das Künstlerische im Vordergrund. Simon Walthers Tochter nimmt Bilder aus ihrem Alltag oder die sie auf Reisen gemacht hat und bearbeitet diese mit verschiedenen Materialien und Verfahren. «Während des Verfremdungsprozesses gehe ich gezielt auf den Bildinhalt ein. Ich mache mir die Fotos durch die physische Bearbeitung erneut zu eigen, verpasse ihnen meine persönliche Handschrift», beschreibt sie. Zum Schluss werden die Bilder erneut fotografiert, vergrössert und aufgezogen

«Wie Bilder unseren Erinnerungen sind die manipulierten Fotografien teilweise klar, teilweise verschwommen», sagt Debora Walther weiter. Dass er als Vater mit zwei seiner drei erwachsenen Kinder gemeinsam an einer Werkschau vertreten ist, findet Simon Walther aussergewöhnlich. «Es gibt dem Ganzen eine andere Dimension, als wenn ich alleine meine Bilder zeige.» Sie würden in ihrer Kunst voneinander profitieren, aber einander auch antreiben. Gemeinsam sei allen, dass sie das Unentdeckte zeigen und den Betrachter ihrer Bilder zum Nachdenken antreiben wollen.

Ausstellung dauert fünf Tage

Die Werkschau Photo Schweiz findet vom 10. bis 14. Januar, jeweils von 11 bis 20 Uhr, in Zürich statt.

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