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Dorfkorporation Kirchberg verkauft das Kommunikationsnetz an die RWT AG

An der Rechnungsgemeinde wurde beschlossen, dass die Dorfkorporation Kirchberg das Kommunikationsnetz an die Regionalwerk Toggenburg AG (RWT) verkauft. Zudem wurden an diesem Anlass die Scharleiter von Blauring und Jungwacht als Kirchberger des Jahres gewählt.
Peter Jenni
In Kirchberg übernimmt die RWT AG das Kommunikationsnetz. (Bild: Martin Lendi)

In Kirchberg übernimmt die RWT AG das Kommunikationsnetz. (Bild: Martin Lendi)

«Wasser ist nicht dazu da, um Aktionärskassen zu füllen», sagte Walter Huber, Verwaltungsratspräsident an der 187. Rechnungsgemeinde der Dorfkorporation Kirchberg. Diese fand am Montag im Hotel Toggenburgerhof statt. 98 Dorfbürgerinnen und Dorfbürger konnten begrüsst werden, darunter auch Gemeindepräsident Roman Habrik und als Gast René Rüttimann, Geschäftsleiter Netz und Technik der Regionalwerk Toggenburg AG (RWT).

Zurück zum Wasser. Einleitend zur Rechnungsgemeinde stellte Walter Huber die Frage, wem das Wasser gehört, dies in Anlehnung an die Abstimmung über eine Teilprivatisierung im Kanton Zürich, die allerdings hoch abgelehnt wurde. Zum Zustand des Wasserleitungsnetzes im Einzugsgebiet der Dorfkorporation in Kirchberg führte Huber aus, dass die Netzbewertung zu 98 Prozent erfasst sei. Die durchschnittliche Lebensdauer betrage 66 Jahre, wobei lediglich zwei Leitungen älter als 60 Jahre alt seien. «In den letzten Jahren haben wir viel ins Netz investiert», betonte er.

Verkauf hat nichts mit finanziellen Gründen zu tun

Dem Antrag des Verwaltungsrates betreffend Umlegung und Sanierung der Trink- und Löschwasserleitung in der Lerchenfeldstrasse auf einer Länge von 182 Metern wurde einhellig zugestimmt und der dazu erforderliche Kredit von 137'500 Franken bewilligt. Nötig sei die Umlegung, da in diesem Gebiet eine Schulerweiterung geplant sei. Mit einem Ringschluss werde sichergestellt, «dass in Zukunft auf die alte Hydrantenleitung im Schulareal verzichtet werden kann».

Auch der zweite Antrag betreffend Verkauf des Kommunikationsnetzes an die RWT wurde einstimmig gutgeheissen. Huber führte aus, der Verkauf erfolge nicht aus finanziellen Gründen. Die Ansprüche an ein solches Netz würden immer komplexer. Die RWT verfüge über die erforderlichen Ressourcen, Kompetenzen und Erfahrungen. Zudem verbleibe das Vermögen im Bereich Kommunikation von 1'120'000 Franken bei der Dorfkorporation Kirchberg (DKK).

«Das ausgebaute Netz muss benützt werden»

Gemäss Vertrag verpflichtet sich die RWT, «alle bestehenden und aktiven Kundenanschlüsse im Gebiet der DKK bis Ende 2026 für den Kunden kostenlos zu funktionsfähigen FTTH-Anschlüssen (Glasfaser) bis und mit erster Dose auszubauen. René Rüttimann bedankte sich für das Vertrauen beim Verkauf des Kommunikationsnetzes. Er versicherte, das Netz werde zügig weiter ausgebaut, allerdings müsse es auch benützt werden.

Finanziell kann die DKK ein gutes Geschäftsjahr in allen Bereichen ausweisen. Bei einem Aufwand von rund 585'000 Franken resultierte ein Gewinn von gut 78'100 Franken. Die Anträge der GPK, Rechnung und Budget betreffend, wurden einstimmig genehmigt.

Wasserpreis bleibt für die Kundschaft unverändert

Gemäss Walter Huber bleibt der Wasserpreis für das Jahr 2019 unverändert bei 1.08 Franken pro Kubikmeter, obwohl der Einkaufspreis vor zwei Jahren um zehn Rappen pro Kubikmeter erhöht worden sei.

«Engagement mit viel Herzblut»

Das letzte Kapitel der Rechnungsgemeinde war der Kirchbergerin oder dem Kirchberger des Jahres 2018 gewidmet. Als Michael Gähwiler in seiner Laudatio von einer Frau und einem Mann mit 8500 und 6800 Stunden ehrenamtlicher Arbeit sprach – wenn man bedenkt, dass ein Angestelltenprofil in der Schweiz durchschnittlich 2000 Stunden pro Jahr beträgt – dürften einige Anwesende gestaunt haben. Erst als die Namen Svenja Janke und Antoine Gähwiler fielen, erhellten sich die Gesichter wieder, da es sich um Scharleiter von Blauring und Jungwacht handelt, die stellvertretend für alle namentlich genannt wurden.

Scharleiter Blauring und Jungwacht mit Laudator Michael Gähwiler (stehend, dritter von links), Svenja Janke und Antoine Gähwiler (stehend Mitte), sowie Walter Huber, VR-Präsident Dorfkorporation (stehend rechts). (Bild: Peter Jenni)

Scharleiter Blauring und Jungwacht mit Laudator Michael Gähwiler (stehend, dritter von links), Svenja Janke und Antoine Gähwiler (stehend Mitte), sowie Walter Huber, VR-Präsident Dorfkorporation (stehend rechts). (Bild: Peter Jenni)

In der Urkunde steht denn auch: «Die DKK ehrt die Leiterinnen und Leiter von Jungwacht und Blauring für ihre Jugendarbeit. Sie engagieren sich ehrenamtlich mit viel Herzblut und Leidenschaft in unzählbaren Stunden für eine sinnvolle Freizeitgestaltung zahlreicher Kinder. Herzlichen Dank für das grosse Engagement.» Gemeint sind alle bisherigen und zukünftigen Leiterinnen und Leiter. Michael Gähwiler: «Wir müssen ihnen auch in Zukunft die nötigen Freiräume und Unterstützungen gewährleisten.» (pjm)

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