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Doch keine Investoren für Sailer: Löwen verlieren Interesse an Hundespielzeugfirma

Eigentlich schaffte es Martin Sailer in der Sendung «Höhle der Löwen», zwei Investoren von sich zu überzeugen. Doch beide stiegen im Nachhinein aus. Gelohnt hat sich die Teilnahme für Sailer trotzdem.
Ruben Schönenberger
Das Anfreunden mit dem Hund von Investor Tobias Reichmuth nützte nicht: Martin Sailer erhielt kein Geld für Anteile an seiner Firma. (Bild: PD)

Das Anfreunden mit dem Hund von Investor Tobias Reichmuth nützte nicht: Martin Sailer erhielt kein Geld für Anteile an seiner Firma. (Bild: PD)

Für 150'000 Franken hat Martin Sailer seine Firma verkauft, in der er Hunde- und Katzenspielzeug herstellt. So zumindest war das Ergebnis der TV24-Sendung «Höhle der Löwen», die letzten Dienstag ausgestrahlt wurde.

Die beiden Investoren Tobias Reichmuth und Roland Brack hatten zugeschlagen und sich statt der von Sailer vorgeschlagenen 20 Prozent gleich die ganze Firma gesichert. «Mit dem konnte ich gut leben», sagt Sailer.

«Ich hätte ja dafür lebenslang 10 Prozent der Produktionskosten jedes verkauften Spiels erhalten.»

Bei der Detailausarbeitung stiegen die Löwen aus

Es kam allerdings anders. «Der in der Sendung geschlossene Deal kam im Rahmen der nachfolgenden Gespräche leider nicht zustande», sagt Martin Sailer nach der Ausstrahlung. Im Anschluss an die Sendung werden bei allen per Handschlag abgeschlossenen Vereinbarungen weitere Details ausgearbeitet. Am Schluss soll ein schriftlicher Vertrag entstehen.

«In dieser Phase kann es seitens der Löwen zur Aufhebung des Deals kommen», sagt Sailer. Das geschah in seinem Fall denn auch. Beide Löwen stiegen aus, die Firma gehört weiterhin zu 100 Prozent Martin Sailer.

Spielzeuge werden über Online-Plattform vertrieben

Trotzdem hat sich der Auftritt für Sailer gelohnt, nicht nur wegen des Werbeeffekts. Einer der Löwen, Roland Brack, kauft zwar keine Firmenanteile, dafür verkauft er über seine Plattform brack.ch aber Sailers Hundespielzeuge. Sailer zeigt sich erfreut:

«Mit Herrn Brack habe ich einen super Vertriebspartner gefunden.»

Details könne er keine nennen, aber Brack habe einen schönen Teil seines Lagers fix abgekauft. «Dafür bin ich ihm sehr dankbar.» Auf der Plattform sind die Spiele bereits aufgeschaltet.

Wie sich der Absatz entwickelt, wird sich zeigen. Bei der Werkstatt im Rosengarten in Ebnat-Kappel ist man auch auf einen Ansturm vorbereitet. «Wir haben natürlich vor der Sendung ordentlich vorproduziert», sagt Sailer. Die Werkstatt produzierte und entwickle zudem sehr professionell. Vielleicht übernimmt Brack in Zukunft auch Sailers Katzenspiele in sein Sortiment.

Sailer sucht nicht mehr aktiv nach Investoren

Für Sailer hat sich die Teilnahme an der Sendung also doch noch gelohnt, obwohl er keine Investoren finden konnte. Trotzdem finde er es nicht gut, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer si etwas getäuscht werden. «Man könnte ja zum Beispiel am Schluss der Sendung den tatsächlichen Deal noch einblenden», schlägt er vor.

Nun erhofft sich Sailer, «dass der momentane Hype nicht gleich wieder abflacht». Aktiv auf die Suche nach neuen Investoren macht er sich zurzeit nicht. «Wenn sich jemand interessiert, darf er oder sie sich aber gerne melden.»

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