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Die zweite Ökotankstelle dieser Art weltweit steht in Wattwil

Umweltschonende Autos sind elektrisch oder mit Gas betrieben unterwegs. Solche Fahrzeuge können ihren Treibstoff nun an der kombinierten Strom- und Erdgas/Biogas-Tankstelle an der Rietwisstrasse in Wattwil tanken.
Sabine Camedda
Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie AG, freut sich mit dem Wattwiler Gemeinderat Michael Steiger und mit Domenic Lanz, Geschäftsführer von Go Fast, (von rechts) über die neue Ökotankstelle in Wattwil. (Bild: Sabine Camedda)

Marc Zysset, Geschäftsführer der Säntis Energie AG, freut sich mit dem Wattwiler Gemeinderat Michael Steiger und mit Domenic Lanz, Geschäftsführer von Go Fast, (von rechts) über die neue Ökotankstelle in Wattwil. (Bild: Sabine Camedda)

Die Weltneuheit steht seit dem Sommer 2017 in Herisau. Dort eröffnete die Säntis Energie AG die erste Ökotankstelle, an der sowohl E-Autos als auch gasbetriebene Fahrzeuge betankt werden können. «Wir konnten dort erste Erfahrungen sammeln», sagte Marc Zysset bei der Eröffnung der zweiten Ökotankstelle an der Rietwisstrasse in Wattwil.

«In Herisau haben wir im Bereich Gas schnell Zuwachs verzeichnet.»

Vier bis fünf Autos tanken dort täglich. Entweder entscheiden sich die Kunden für das Standardprodukt, eine Mischung aus 90 Prozent Erdgas und 10 Prozent Biogas oder für 100 Prozent Biogas, sagte Marc Zysset. Letzteres bedeute, dass die Kosten in etwa gleich hoch seien wie für Benzin. Die dritte Variante, je hälftig Erdgas und Biogas, sei in Herisau wenig gefragt. Ob das in Wattwil gleich ist, wird sich zeigen.

Der Technik der Fahrzeuge voraus

Beim Stromschnelllader arbeitet die Säntis Energie AG mit Go Fast zusammen. Das Ziel dieser Firma ist es, schweizweit ein gutes Netz an schnellen Ladestationen aufzubauen. «Wir wirken damit der Angst entgegen, dass die Reichweite der E-Autos zu klein sei», sagte Domenic Lanz, Geschäftsführer der Go Fast. Sein Unternehmen suche vor allem Standorte an Autobahnen, in urbanen Räumen und in touristischen Gebieten.

Bezüglich der Station in Wattwil streicht er zwei Vorteile heraus. Dank der vielen unterschiedlichen Stecker können alle E-Autos an diesem Ort geladen werden. Zudem ist die Kapazität mit 150 Kilowatt dreimal so hoch wie die der Mehrzahl der Ladestationen. So seien sie gerüstet für die Zukunft, betonen Domenic Lanz und Marc Zysset.

Für eine Insellösung habe sich die Säntis Energie AG entschlossen, weil so die Infrastruktur günstiger sei, als wenn sie in eine bestehende Tankstelle hätte eingebaut werden müssen.

Überdurchschnittlich gut unterwegs bei der Mobilität

Unter die Gratulanten für die neue Ökotankstelle mischte sich Michael Steiger. Der Wattwiler Gemeinderat ist Präsident der Energiekommission und berichtete von der erfolgreichen Rezertifizierung von Wattwil als Energiestadt. Er hielt fest, dass Wattwil in punkto erneuerbaren Energien Holz und Sonne sehr gut sei. Mit der neuen Ökotankstelle sei die Gemeinde auch überdurchschnittlich unterwegs bei der Mobilität.

Marc Zysset sagte, dass rund 40 Prozent der Energie in der Schweiz für die Mobilität aufgewendet würden. In der Energiestrategie 2050 gebe es aber in diesem Bereich nur wenige Möglichkeiten. Auch um die angestrebte Verringerung des CO2-Ausstosses zu erreichen, bestehe noch Handlungsbedarf.

Es brauche also Fahrzeuge, die mit erneuerbaren Treibstoffen fahren und ökologisch sinnvolle Ladeinstallationen, wie die neue Ökotankstelle in Wattwil. Marc Zysset ist darum überzeugt, dass die Ökotankstelle eine gute Sache für die Gemeinde Wattwil und ein Gewinn für die ganze Region Toggenburg ist.

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