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Die Zeit des Regionalwerks Toggenburg am alten Standort in Kirchberg läuft ab

Der Energieversorger präsentierte am Dienstag seine Zahlen an der Generalversammlung. Der Reingewinn hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert. Bis Ende Jahr soll der Neubau bezugsbereit sein.
Beat Lanzendorfer
Der Neubau des Regionalwerks Toggenburg (RWT) im Bazenheider Industriegebiet soll bis Ende Jahr bezugsbereit sein. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Neubau des Regionalwerks Toggenburg (RWT) im Bazenheider Industriegebiet soll bis Ende Jahr bezugsbereit sein. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Drei Ereignisse prägten das abgelaufene Geschäftsjahr des Regionalwerks Toggenburg (RWT). Die unterdurchschnittliche Stromproduktion des Kraftwerks Mühlau bedingt durch tiefe Wasserstände, der Neubau des Hauptsitzes mit integriertem Werkhof im Bazenheider Industriegebiet sowie die zweite Etappe der Erschliessung der Fernwärme in Bazenheid.

Das hatte Auswirkungen auf das Jahresergebnis. So fällt der Jahresgewinn mit 286'668 Franken deutlich tiefer aus als im Vorjahr (646'424 Franken).

Die Trockenheit hinterlässt ihre Spuren

Nach Aussage von Finanzchef Reto Rüesch lässt sich dies mit der tiefen Stromproduktion des Kraftwerks Mühlau begründen. «Konnten im Jahre 2017 noch 4,7 Gigawattstunden produziert werden, fiel dieser Wert, bedingt durch die über Monate anhaltende Trockenheit, auf 3,0 Gigawattstunden.

Die durchschnittliche Produktion der Jahre 2012 bis 2018 lag bei 4,9 Gigawattstunden.» Als weitere Begründung für das tiefere Ergebnis erwähnte er die nötigen Vorinvestitionen für die Bazenheider Fernwärme. Der Betrieb ist finanziell aber nach wie vor gut aufgestellt und kann kommende Investitionen gut bewältigen.

Im laufenden Jahr liegt der Fokus auf dem Umzug des Hauptsitzes von Kirchberg ins Bazenheider Industriegebiet. «Dies dürfte ein Kraftakt für alle werden. Wir freuen uns auf die neuen, grosszügigen Räumlichkeiten, welche den engen Verhältnissen am bisherigen Standort definitiv ein Ende setzen», sagte René Rüttimann. Um sich ein Bild machen zu können, wurden die Versammlungsteilnehmer vor der Generalversammlung auf einen Rundgang in den sich im Bau befindlichen neuen Hauptsitz eingeladen.

Fernwärme soll auch nach Kirchberg geführt werden

Ein weiteres Augenmerk wird seit April auf die dritte Etappe der Bazenheider Fernwärme gerichtet. Die baulichen Massnahmen im Zusammenhang mit der Fernwärme werden 2020 mit dem Anschluss weiterer Bezüger in einer sogenannten Verdichtungsetappe abgeschlossen. Die Gesamtinvestitionen für das acht Kilometer lange Leitungsnetz betragen neun Millionen Franken.

Informiert wurde auch über die Pläne einer möglichen Fernwärmeerschliessung in Kirchberg. Das Projekt mit der Linienführung liegt fertig in der Schublade. Geplant wird ein rund sechs Kilometer langes Leitungsnetz, bei dem Investitionen von sechs Millionen Franken erforderlich sind. Weil mögliche Abnehmer auf eine Lösung drängen, muss bis Ende Jahr entschieden werden, ob die Fernwärme in Kirchberg realisiert wird.

Gemäss Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli, der durch die Generalversammlung im Rössli in Tufertschwil führte, wird der Weggang von RWT-Geschäftsführer Andreas Jossi bedauert: «Wir alle sind von seiner Kündigung überrascht worden, müssen es aber akzeptieren, wenn ein Arbeitnehmer eine neue Herausforderung sucht.»

Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli (Mitte) mit den RWT-Geschäftsführern René Rüttimann (links) und Reto Rüesch. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Verwaltungsratspräsident Rudenz Egli (Mitte) mit den RWT-Geschäftsführern René Rüttimann (links) und Reto Rüesch. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Geschäftsleitung wird vorerst verkleinert

Die bisher aus drei Personen bestehende Geschäftsleitung wird auf ein Zweierteam reduziert. René Rüttimann trägt die Verantwortung für die technischen Aufgaben, Reto Rüesch ist für die Administration und die Finanzen zuständig. Rudenz Egli betonte, dass diese Lösung nicht in Stein gemeisselt sei, man wolle aber vorerst die Entwicklung der kommenden Monate abwarten.

Zum Abschluss der Versammlung lobte der Kirchberger Gemeinderat Hermann Baumgartner die Arbeit der RWT-Mitarbeitenden: «Die Firma macht Freude, die Entwicklung bereitet mir Genugtuung, macht weiter so.»

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