Sie hat die Werte des Mosnanger Dorfladens früh erkannt

Geschäftsführerin Vreni Truniger gibt ihre Stelle im Mosnanger Volg in junge Hände. Mehr als ein Jahrzehnt arbeitete sie im Volg.

Fränzi Göggel
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Vreni Truniger (rechts) übergibt ihrer Nachfolgerin Domenica Raschle den Schlüsselbund für den Mosnanger Dorfladen Volg.

Vreni Truniger (rechts) übergibt ihrer Nachfolgerin Domenica Raschle den Schlüsselbund für den Mosnanger Dorfladen Volg.

Bild: Fränzi Göggel

1993 zog Vreni Truniger von Dietfurt der Liebe wegen nach Mosnang. Vor ihrer Karriere beim Volg arbeitete sie in ihrem gelernten Beruf als kaufmännische Angestellte.

«Meist wechselte ich nach acht bis zehn Jahren die Branche. Ich machte das Büro unter anderem bei einer Import-Export-Firma, bei einem Anwalt und einem Architekten», erzählt Vreni Truniger.

Am Abend Computerkurse gegeben

Während der Babypause - sie hat mit ihrem Mann Markus vier Kinder - gab Vreni Truniger an der Oberstufenschule Mosnang am Abend Computerkurse.

«Seit ich in Mosnang wohne, war ich immer Kundin im Dorfladen Volg. Als Hausfrau ohne Auto sah ich schon damals die Werte eines Dorfladens.»

2001 übernahmen Markus und Vreni Truniger den Bauernbetrieb seiner Eltern. Als dann 2009 eine Bürostelle im Volg ausgeschrieben war, interessierte sie das sehr und sie bekam die Stelle.

Das kleine Pensum von 20 Prozent entsprach ihren Vorstellungen, und dass sie von zu Hause arbeiten konnte, erwies sich als Glücksfall. So war sie jederzeit für ihre Kinder da.

2013 bewarb sie sich auf die frei gewordene Arbeitsstelle als Filialleiterin und Geschäftsführerin im Volg in Mosnang. Obwohl sie keine Ausbildung im Detailhandel hatte, bekam sie den verantwortungsvollen Posten.

Auf die Wünsche der Kundschaft geachtet

«Ich übernahm einiges an Dekorationsmaterial und Spielsachen. Das liessen wir auslaufen, weil Warenhäuser das grössere Angebot hatten. Dafür stockten wir in der Papeterie auf»,  erzählt Vreni Truniger von früher.

«Ich hörte immer auf die Kundschaft. So passte ich die Packungsgrössen von Konservendosen oder die Rösti im Beutel den Kundenwünschen an.»

Vor allem ältere Leute mit kleinen Haushalten schätzten das sehr. Heute kaufen die meisten kurzfristig ein, sagt sie.

Hauslieferungen für ältere Kunden

Sie habe es immer genossen, wenn sich zwei Frauen im Laden unterhielten. Auch mal eine persönliche Plauderei gehöre zum Dorfladen.

«In der Zeit des Coronavirus bieten wir für ältere Kunden Hauslieferungen an und deponieren das Bestellte kontaktlos vor deren Haustüren. Mittlerweile warten die Menschen am Fenster auf die Lieferung – und für einen Schwatz».

Vreni Truniger freute sich immer, wenn sie im Volg die Büroarbeiten erledigen konnte und merkte, dass sie wieder im Büro arbeiten möchte. Erfolgreich bewarb sie sich um eine frei gewordene Geschäftsstelle in Mosnang und kündigte ihre Stelle per 1. Mai.

Stellvertretende Filialleiterin übernimmt

Ihre Nachfolgerin ist Domenica Raschle. Die 23-jährige Detailhandelsfachfrau trat bereits im Dezember 2018 als stellvertretende Filialleiterin in den Volg Mosnang ein. Sie schätzt das ihr entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf die neue Herausforderung.