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Interview

Die Wattwiler Mountainbikerin Ramona Forchini hat die WM-Limite geschafft

Mit dem 14. Platz beim Weltcuprennen in Andorra hat Ramona Forchini die Selektionskriterien für die Weltmeisterschaft im September in Kanada erfüllt. Danach benötigte sie bei der Heimreise viel Geduld.
Beat Lanzendorfer
Ramona Forchini (15) fuhr nach einem verpatzten Start beim Weltcuprennen in Andorra als 14. über die Ziellinie und erfüllte dadurch die Selektionskriterien für die Weltmeisterschaft in Kanada. (Bild: PD)

Ramona Forchini (15) fuhr nach einem verpatzten Start beim Weltcuprennen in Andorra als 14. über die Ziellinie und erfüllte dadurch die Selektionskriterien für die Weltmeisterschaft in Kanada. (Bild: PD)

Am vergangenen Wochenende machte der Weltcup-Tross der Mountainbiker Halt in Andorra. Mittendrin Ramona Forchini. Mit dem 14. Platz schaffte sie schon nach dem dritten von sieben Weltcuprennen die Selektion für die Weltmeisterschaft. Weit problematischer war die Rückreise. Lange zu Hause bleibt die Wattwilerin aber sowieso nicht.

Sie sind am Montag in die Schweiz zurückgekehrt. Wie war die Heimreise?

Ramona Forchini: Etwas stressig. Unser Rückflug ab Barcelona hat sich um fast zwei Stunden verspätet. Am Flughafen in Zürich bin ich von meiner Mutter und meinem Bruder abgeholt worden.

Die Heimreise hat sich dann um weitere zwei Stunden verzögert, weil wir wegen eines Unfalls nach Winterthur im Stau standen.

Das nächste Weltcuprennen findet am Sonntag im französischen Les Gets statt. Lange werden Sie nicht zu Hause bleiben?

Voraussichtlich bis am Donnerstag. Die Anreise ist nicht so weit. Les Gets liegt südlich von Genf, ich rechne mit vier Stunden Fahrzeit. Meine Rennbikes sind bereits auf dem Weg dorthin. Unser Materialwart fährt mit dem Bus direkt von Andorra nach Les Gets.

Zurück zum letzten Sonntag. Sie konnten nach Ihrem starken vierten Rang beim Short-Track-Rennen am Freitag aus der ersten Reihe ins Rennen gehen. Was ist nach dem Startschuss passiert?

Ich habe den Start total verpatzt und wurde bis auf Rang 30 durchgereicht. Das Gleiche ist übrigens auch Jolanda Neff passiert. Das Feld ist zu Beginn sehr aggressiv losgefahren. Es war ein ziemliches Durcheinander. Weil ich bei der Streckenverengung nach dem Start vom Bike musste, habe ich in diesem kurzen Zwischenstück 53 Sekunden verloren. Danach konnte ich mit der Aufholjagd beginnen.

Trotzdem reichte es am Ende zu Platz 14. Zufrieden?

Ein Top-15-Platz an einem Weltcuprennen war das Ziel, um die Selektionskriterien für die WM im September in Kanada zu erfüllen.

Die Limite habe ich geschafft, nun müssen die Selektionäre entscheiden.

Wäre in Andorra eventuell sogar ein Top-Ten-Platz drin gelegen?

Wenn ich am Start nicht derart viel Zeit eingebüsst hätte, wäre ein Top-Ten-Platz sicher im Bereich des Möglichen gewesen. Ich bin in der letzten Runde die sechstbeste Zeit gefahren, was mir zeigt, dass ich mit den Spitzenfahrerinnen mithalten kann.

Die Strecke lag auf 2000 Metern über Meer und war dazu sehr trocken. Wie kamen Sie mit den Verhältnissen zurecht?

Grundsätzlich gut, ich habe in diesem Jahr kein spezifisches Höhentraining absolviert. Aufgrund des Rennkalenders war auch gar keines möglich.

Dann ist gesundheitlich bei Ihnen alles im grünen Bereich?

Ja, dass ich gut drauf bin, habe ich wie schon erwähnt mit dem vierten Platz am Freitag beim Short-Track-Rennen unter Beweis gestellt. Ich habe den Sieg lediglich um zwei Sekunden verpasst.

Wie weit sind Sie nach Ihrer Einschätzung noch von der absoluten Weltspitze entfernt?

Nationaltrainer Edi Telser meint, ich hätte das Zeug, um auf das Podest zu fahren. Aufgrund seiner Aussage darf ich also durchaus optimistisch sein. Von der Fitness her gehöre ich sicher schon jetzt dazu.

Was noch hinzukommen muss, ist das Wettkampfglück, damit es optimal aufgeht.

Nun sind drei von sieben Weltcuprennen absolviert. Was ziehen Sie für eine Zwischenbilanz?

Es geht aufwärts. Die Formkurve passt. Ich bin mega gespannt, wie es am nächsten Wochenende in Frankreich weitergeht.

Dann sind Sie bereit für die kommenden vier Wochen, in denen wichtige Rennen auf dem Programm stehen?

Das bin ich. Nach Les Gets folgt zwei Wochen später die Europameisterschaft im tschechischen Brünn. Anschliessend kommen die Weltcuprennen in Vale di Sole und Lenzerheide. Auf das Heimrennen freue ich mich ganz besonders. Ich gehe davon aus, dass ich von vielen Fans Unterstützung vom Streckenrand erhalte. Das war schon an der Weltmeisterschaft so.

Sie liegen in der Weltcup-Gesamtrangliste auf Platz 13. Was ist noch möglich?

Ein Top-Ten-Platz wäre genial. Aber die jetzige Position möchte ich sicher halten. Man darf nicht vergessen, dass mir die zwei Rennen in Nove Mesto fehlen, weil ich dort krankheitsbedingt ausgefallen bin.

Das würde aber in den verbleibenden Rennen einen absoluten Spitzenplatz erfordern?

Das ist so. Anfang Saison war ein Top-15-Platz das Ziel. Mittlerweile habe ich meine Ansprüche nach oben geschraubt, weil ich glaube, dass ich dazu in der Lage bin.

Neff belegt Platz 2

Die Weltrangliste führt die Amerikanerin Kate Courtney mit 1866 Punkten an. Dahinter folgt mit 24 Zählern Rückstand Jolanda Neff. Platz 3 nimmt die Belgierin Githa Michiels ein, die bisher 1513 Punkte gesammelt hat. Auf Position 9 folgt mit Sina Frei die zweite Schweizerin.

Ramona Forchini hat dank ihrem 14. Platz in Andorra sieben Positionen gutgemacht und wird mit 1058 Punkten auf Platz 13 geführt. Mit Linda Indergang schafft es eine weitere Schweizerin unter die besten Bikerinnen. Sie belegt Rang 25. (bl)

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