Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Serie

Das Jahr 2018 im Rückblick – November: Die Turnhalle ging bachab

Lautes Getöse im Vorfeld der Abstimmung über das Projekt Primarschule Lütisburg 2020plus: Befürworter und Gegner weibelten aktiv für ihre Sache, Gemeinde- und Schulrat waren uneins.
Timon Kobelt
Vorerst gibt es in Lütisburg keine neue Mehrzweckhalle.Visualisierung: PD

Vorerst gibt es in Lütisburg keine neue Mehrzweckhalle.Visualisierung: PD

Es war ein heisser Abstimmungskampf, der im Zuge des Projekts Primarschule Lütisburg 2020plus (PSL Lütisburg 2020plus) entbrannte. Für 13 Millionen Franken sollte in Lütisburg eine neue Mehrzweckhalle entstehen und das Schulhaus Neudorf erweitert werden. Die Befürworter nutzten jede Gelegenheit, von einem «Generationenprojekt» zu sprechen und den Nutzen für das gesamte Dorf hervorzuheben.

Auf der Gegenseite fielen Schlagworte wie überdimensioniert und konzeptlos. Besonders die neue Turnhalle, die anderthalb Mal so gross, wie eine gewöhnliche Normhalle hätte werden sollen, spaltete die Meinungen.

Gemeindeblatt kommt einem Krimi gleich

Schulraumerweiterung und Mehrzweckhalle kamen schlussendlich getrennt zur Abstimmung. Dies war wohl mitunter ein Grund, weshalb die Halle für rund 8,5 Millionen Franken scheiterte. Die Erweiterung «Neudorf» wurde angenommen.

Im Vorfeld der Abstimmung wurde deutlich, dass in den beiden Gremien Schul- und Gemeinderat unterschiedliche Auffassungen herrschten. Das Gemeindeblatt glich phasenweise einem Krimi, da sich die beiden Räte in denselben Ausgaben sehr verschieden zum Projekt äusserten. Der Schulrat bediente sich euphorischen Vokabulars, während der Gemeinderat eher das finanzielle Risiko des Projekts hervorhob. Auch kursierten bis kurz vor der Abstimmung unterschiedliche Zahlen in den Räten, was auf Koordinations-Schwierigkeiten hindeutet. Im Dorf tönte es an den meisten Orten ähnlich: «Ich bin froh, wenn diese Abstimmung endlich durch ist.»

Schulratspräsident tritt auf Ende März zurück

Als sie es am 25. November war, gab Schulratspräsident Josef Rütsche seinen Rücktritt per Ende März 2019 bekannt. Er betonte, dass er auch zurückgetreten wäre, wenn die Turnhalle angenommen worden wäre. Er sei stolz auf das Projekt, das die Baukommission auf die Beine gestellt habe. «Ich bin aber auch enttäuscht, dass der Gemeinderat bis zuletzt keine klare Position bezogen hat», sagte Rütsche.

Dies sorgte auch bei den Befürwortern der Halle für Unmut. Es herrschte vor allem Unverständnis darüber, dass die turnbegeisterte Gemeindepräsidentin Imelda Stadler sich nicht klar für die Halle eingesetzt hat. Sie sagte nach der Abstimmung, dass es ein Projekt der Schule gewesen sei. Der Gemeinderat habe lediglich die finanziellen Folgen des Projekts ehrlich aufgezeigt. Persönlich bedauere sie es für die Vereine, dass vorerst keine neue Halle entstehe.

Hier finden Sie die Übersicht über alle Monate

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.