«Die Strategie ist aufgegangen» – Die CVP Toggenburg feiert ihren Wahlerfolg

Die drei Bisherigen der CVP, Andreas Widmer, Mathias Müller und Karl Brändle, wurden mit guten Resultaten wiedergewählt.

Urs M. Hemm
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Sie wurden alle drei für die CVP Toggenburg für die kommenden vier Jahre wieder in den Kantonsrat gewählt: (von links) Andreas Widmer (Mühlrüti), Mathias Müller (Lichtensteig) und Karl Brändle (Bütschwil).

Sie wurden alle drei für die CVP Toggenburg für die kommenden vier Jahre wieder in den Kantonsrat gewählt: (von links) Andreas Widmer (Mühlrüti), Mathias Müller (Lichtensteig) und Karl Brändle (Bütschwil).

Bild: Urs M. Hemm

Die Stimmung an der Wahlfeier der CVP Toggenburg im «Soul Kitchen» in Lichtensteig war zu Recht ausgelassen: Alle ihre bisherigen Kantonsräte wurde mit guten Resultaten in ihrem Amt bestätigt und die Partei konnte ihren Wähleranteil im Vergleich zu den letzten Wahlen um mehr als vier Prozent steigern. Zu den Wiedergewählten gehört An­dreas Widmer aus Mühlrüti, der sogar mit den meisten Stimmen aller Toggenburger Kandidierenden wieder nach St.Gallen geschickt wurde. Er sagte:

«Mit meinem persönlichen Resultat
bin ich sehr zufrieden.»

«Die einzige kleine Ernüchterung an diesem sonst schönen Wahlsonntag ist, dass es keine Frau geschafft hat», ergänzte er. Dennoch: Die Frauen alleine hätten der CVP 5000 und die Jungen 3000 Stimmen gebracht. «Das ist ein schöner Erfolg angesichts dessen, dass die meisten auf diesen beiden Listen bei der Bevölkerung nicht sehr bekannt waren.»

Es sei jetzt die Aufgabe der Partei, die Jungen in die Parteiarbeit einzubinden und möglichst in öffentliche Ämter, beispielsweise bei einer politischen Gemeinde, zu bringen, damit sie weiterhin an der Politik Spass haben und interessiert bleiben. «Dann können wir auf diesen eine neue Generation aufbauen», sagte Andreas Widmer.

Spannende Themen warten

Ebenfalls zufrieden mit seiner Wiederwahl zeigte sich Karl Brändle aus Bütschwil. Doch noch fast mehr als über seinen Wahlerfolg freue er sich auf die kommenden Aufgaben, die auf ihn und seine Kollegen im Rat zukommen.

«Die Spitalfrage wird uns sicherlich
noch länger beschäftigen. Aber auch
um Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder um die Landwirtschaftspolitik wird es sicherlich spannende Diskussionen geben.»

«Mit einer Wiederwahl darf man nie rechnen. Deshalb bin ich mit meinem Resultat mehr als zufrieden», sagte der dritte im Bunde, Mathias Müller aus Lichtensteig. Dass es alle Bisherigen geschafft hätten, führt Mathias Müller unter anderem auf die strategische Ausrichtung der Partei zurück. «Die Wähler möchten eine lösungsorientierte Politik, die nahe bei den Menschen ist und sie vorwärtsbringt und nicht nur andauernd den Fortschritt verlangsamt oder gar behindert. Das ist die Politik, welche die CVP bietet», erläuterte er. Hinzu sei gekommen, dass die CVP in eher unruhigen Zeiten einen unaufgeregten Wahlkampf geführt hätte.

Enttäuscht von tiefer Wahlbeteiligung

Parteipräsident Thomas Feller haderte trotz aller Freude über den Wahlerfolg ein wenig mit der tiefen Wahlbeteiligung von 37,5 Prozent. «Hätten wir mehr Wählerinnen und Wähler mobilisieren können, wäre vielleicht sogar der angestrebte vierte Sitz dringelegen», sagte er. Solche Überlegungen seien jedoch zum jetzigen Zeitpunkt müssig. «Zuerst freue ich mich über den tollen Wahlerfolg, den wir heute feiern dürfen.»

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