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Interview

«Die Situation ist derzeit unkritisch» – Noch geht es den Fischen in der Thur gut

Die Thur ist aktuell noch kühl genug. Wenn eine trockene Hitzeperiode aber länger anhält, kann es schnell kritisch werden.
Sabine Camedda

Die Fische in der Thur fühlen sich wohl, wenn das Wasser nicht wärmer als 18 Grad wird. Danach werden sie gestresst, eine Wassertemperatur von über 25 Grad ist für Bachforellen und Äschen tödlich. Christoph Mehr, der als kantonaler Fischereiaufseher für die Thur, Necker und die Sitter verantwortlich ist, erklärt, wie es den Fischen nach rund einer Woche mit hohen Temperaturen geht.

Wie gehen die Fische in der Thur und deren Seitenbäche mit den aktuell hohen Temperaturen um?

Christoph Mehr, kantonaler Fischereiaufseher. (Bild: Sabine Camedda)

Christoph Mehr, kantonaler Fischereiaufseher. (Bild: Sabine Camedda)

Christoph Mehr: Im Moment fühlen sie sich gut. Das Wasser ist zwischen 12 und 16 Grad warm, eine Temperatur, die den Fischen passt. Wenn es aber die nächsten Wochen nicht kühler wird und keine Niederschläge gibt, kann sich die Situation schnell ändern.

Wie sieht es bezüglich des Wasserstandes aus?

Wir haben noch genügend Wasser. Messungen haben eine Abflussmenge von fünf bis sieben Kubikmeter pro Sekunde ergeben. Zum Vergleich: Im Sommer 2018 hatten wir stellenweise nicht einmal mehr einen Kubikmeter. Der Unterschied ist, dass derzeit in den Bergen noch Schnee liegt und wenn dieser schmilzt, fliesst kühles Wasser in die Thur und in die Seitenbäche.

War es von der Seite der Fischerei nötig, Massnahmen zu treffen?

Nein, die Situation ist derzeit unkritisch. Aber wie gesagt, wenn die Temperatur hoch bleibt, es über längere Zeit keine Niederschläge gibt und die Reserven in Form von Schnee aufgebraucht sind, kann es schnell kritisch werden.

Leiden die Fische noch unter den Folgen des Hitzesommers 2018?

Wir haben vor kurzem wegen der Baustelle an der Uferverbauung beim Rickenhof in Wattwil abgefischt und die Fische dabei untersucht. Wir haben festgestellt, dass die Korpulenz gut ist. Darum gehen wir davon aus, dass die Fische den vergangenen Sommer, ebenso wie den langen und kalten Winter, gut überstanden haben. Die Fische, die letztes Jahr überlebt haben, konnten sich erholen und sind gesund.

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