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Die Schule in Kirchberg möchte sich neu aufstellen und will zwei Geschäftsführer einstellen - vorausgesetzt ist die Zustimmung der Stimmbürger

Mit der Einführung einer Geschäftsleitung und der gleichzeitigen Reduktion des Schulrates von neun auf fünf Mitglieder wappnet sich die Schule der Gemeinde Kirchberg für die Zukunft.
Beat Lanzendorfer
Die Schule der Gemeinde Kirchberg möchte sich neu organisieren und zwei Geschäftsführer einstellen. Nun müssen die Stimmberechtigten an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung am 23. August darüber entscheiden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Schule der Gemeinde Kirchberg möchte sich neu organisieren und zwei Geschäftsführer einstellen. Nun müssen die Stimmberechtigten an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung am 23. August darüber entscheiden. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Vor zwei Jahren erhielt die Kerngruppe des schulrätlichen Ressorts «Führung und Qualität» den Auftrag, mit Hilfe externer Beratung Organisation, Struktur und Führung zu überprüfen. Das Ergebnis liegt nun vor. Es sieht die Einführung einer Geschäftsleitung sowie die Reduktion des Schulrates von neun auf fünf Mitglieder vor.

Schulen sind in Schuleinheiten gegliedert

Zurzeit sind die Schulen Kirchberg in sechs Schuleinheiten gegliedert. Diese werden aktuell von fünf Schulleiterinnen und Schulleitern geführt. Diese Struktur geht auf das Jahr 2004 zurück. Damals wurden die Schulvorsteher durch die Schulleitungen ersetzt, welche durch die gesetzliche Grundlage im Kanton St.Gallen mehr Kompetenzen erhielten.

Orlando Simeon, Schulratspräsident Kirchberg.

Orlando Simeon, Schulratspräsident Kirchberg.

Seither hat sich die politische Ausgangslage verändert. 55 der 77 politischen Gemeinden im Kanton St.Gallen haben sich als Einheitsgemeinden organisiert, was auf die Organisationsstruktur der inkorporierten Schulgemeinden einen Einfluss hat – so auch in Kirchberg.

Ein Dreiergremium mit Schulratspräsident

Die veränderten Bedürfnisse der Gesellschaft verlangen die pädagogischen Rahmenbedingungen anzupassen. Ausserschulische Ansprüche wie Tages- und Hausaufgabenbetreuung, Mittagstisch oder die ganze Förderung im Vorschulalter sind nur drei Beispiele.

Dabei soll die Personalführung so ausgerichtet sein, dass sie trotz hoher Anforderungen auch zukünftig attraktive Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen gewährleisten kann. Gemäss Schulratspräsident Orlando Simeon «kann mit zufriedenem Personal eine qualitativ hochstehende Ausbildung an unseren Schulen sichergestellt werden.»

Um die Qualität auch in Zukunft gewährleisten zu können, wird eine Optimierung der Organisationsform aller Schuleinheiten angestrebt. Dabei kam die Kerngruppe zum Schluss, dass eine Neustrukturierung der Schulen angestrebt werden muss. Konkret sieht die neue Struktur ein Dreiergremium mit Schulratspräsident und zwei Geschäftsführern vor.

Geschäftsführer sollen Schulleiter entlasten

Unter der Leitung von Orlando Simeon wird eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer den Bereich Kirchberg (Schuleinheiten in Kirchberg, Gähwil und Dietschwil) und eine Geschäftsführerin oder ein Geschäftsführer den Bereich Bazenheid (Schuleinheiten in Bazenheid) führen. Alle Schuleinheiten werden vor Ort von einer Schulleitung geleitet. Die Geschäftsführer sollen die Schulleitungen von strategischen Aufgaben entlasten.

Gleichzeitig kommt ihnen der Auftrag zu, operative Aufgaben des Schulrates zu übernehmen. Die Budgetierung und das Erstellen der Jahresrechnung, der Erlass von Weisungen/Regelungen sowie Stellenpläne und dergleichen verbleiben im Kompetenzbereich der Schulräte. «Die strategische Führung der Kirchberger Schulen liegt weiter beim Schulratspräsidenten», sagt Orlando Simeon.

Ausserordentliche Bürgerversammlung

Weil sich der Schulrat aus dem operativen Geschäft der Schulen zurückzieht, wird dieser von bisher neun auf fünf Mitglieder reduziert. Im Gegenzug wird in der Führung eine Erhöhung von 400 auf 450 Stellenprozente vorgenommen. Dadurch entstehen zusätzlich projektbedingte Mehrkosten von jährlich rund 85'000 Franken.

Die Anpassungen sollen ab dem Schuljahr 20/21 vorgenommen werden, sofern die Stimmbevölkerung das Projekt gutheisst. Die angepasste Gemeindeordnung wird der Bürgerschaft an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung am 23. August vorgelegt. Anschliessend wird die neue Schulordnung dem fakultativen Referendum unterstellt. Werden die Änderungen der Gemeindeordnung sowie die neue Schulordnung angenommen, sollen die Stellen zwischen Herbst und Ende Februar 2020 neu besetzt werden.

Öffentlicher Informationsanlass

Am Mittwoch, 5. Juni, 19.30 Uhr, findet im «Toggenburgerhof» ein öffentlicher Informationsanlass statt.

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