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Die Sanierung der Thur-Ufer wird vorgezogen

Der Kanton St.Gallen erarbeitet für die Thursanierung ein Gesamtsanierungsprojekt. Unabhängig davon erneuert die Thurwerke AG schon diesen Sommer die Grundwasserfassung Rickenhof oberhalb der SOB-Thurbrücke.
Die Thur in Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Thur in Wattwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Die 100-jährigen Uferverbauungen der Thur in Wattwil sind teilweise stark beschädigt und müssen saniert werden. Der Kanton St.Gallen erarbeitet hierfür ein Gesamtsanierungsprojekt. Unabhängig davon erneuert die Thurwerke AG diesen Sommer die Grundwasserfassung Rickenhof oberhalb der SOB-Thurbrücke. Das teilt das Baudepartement St.Gallen am Dienstag über die Staatskanzlei mit. Um Synergien zwischen den Bauvorhaben zu nutzen, saniert der Kanton die linke Uferverbauung im entsprechenden Abschnitt von Mitte Juni bis Ende August.

Die fortschreitende Erosion des bereits stark beschädigten Uferbereiches gefährde die angrenzende Grundwasserschutzzone, schreibt das Departement. Mit den Sanierungsmassnahmen könne das Trinkwasservorkommen geschützt werden. Die neue Uferverbauung werde mit zwei Reihen aus schweren Steinblöcken realisiert. Damit entstehe zudem wertvoller Lebensraum für die Fische mit Unterständen und strömungsberuhigten Bereichen.

Zur weiteren ökologischen Aufwertung werden die Flusssohle strukturiert und die Strömungsvielfalt erhöht, heisst es in der Mitteilung. Die Mündung des Rütibachs in die Thur erhalte einen fischgängigen Ausbau und die Böschung werde standortgerecht bepflanzt. Diese Art der Ufersicherung solle auch beim geplanten Gesamtsanierungsprojekt innerhalb des Siedlungsgebietes von Wattwil angewendet werden.

Fischbestand wird untersucht

Die Bauarbeiten beginnen Mitte Juni und dauern bis Ende August. Die Erschliessung der Baustelle erfolge von der Scheftenaustrasse aus über die Baupiste, die für den Neubau der SOB-Brücke Ulisbach erstellt wurde. Die Kosten von rund einer Million Franken tragen die Gemeinde Wattwil und der Kanton St.Gallen. Um die Auswirkungen der Sanierung und Umgestaltung des Thurufers auf die Fische zu kontrollieren, wird der Fischbestand vor und nach der Umsetzung der Baumassnahmen wissenschaftlich untersucht. Dafür soll bei geeigneten Wasser- und Wetterverhältnissen am 14. Juni die Thur im Bereich der Baumassnahmen befischt werden. Die Fische werden gezählt, bestimmt, vermessen und danach unterhalb der Baustelle unverletzt wieder in die Thur zurückgesetzt. (pd/lis)

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