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Serie

Die Oetschwiler leben auf dem Land, aber nicht abgelegen

Der Weiler Oetschwil gehörte einst zu Ganterschwil. Er ist aber nach Bütschwil orientiert.
Martin Knoepfel
Blick in Richtung Westen auf Oetschwil. Im Haus in der Bildmitte befand sich einst eine Gastwirtschaft. Im Hintergrund sieht man die Häuser des Weilers Engi (rechts) und des Dorfes Bütschwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Blick in Richtung Westen auf Oetschwil. Im Haus in der Bildmitte befand sich einst eine Gastwirtschaft. Im Hintergrund sieht man die Häuser des Weilers Engi (rechts) und des Dorfes Bütschwil. (Bild: Martin Knoepfel)

Dass der Weiler Oetschwil abgelegen sei, lässt Niklaus Bühler nicht gelten. Über den Drahtsteg sei man in 20 Minuten am Bahnhof Bütschwil, sagt er. Er ist in Oetschwil aufgewachsen und hat in der Ausbildung mehrere Jahre im Ausland verbracht, auch in Übersee.

Niklaus Bühler (Bild: Martin Knoepfel)

Niklaus Bühler (Bild: Martin Knoepfel)

1995 kehrte er in die Heimat zurück. Er habe nie die Absicht gehabt, sich anderswo niederzulassen. «Man müsste erst etwas Besseres finden», sagt Niklaus Bühler. Er bewirtschaftet den Bauernhof, den er vom Vater übernommen hat. Seine Familie ist seit 1886 im Weiler auf dem rechten Ufer der Thur ansässig.

Gegenwärtig sind es 35 Einwohner

Gegenwärtig leben nach Auskunft von Niklaus Bühler insgesamt 35 Menschen in Oetschwil. Es gibt noch vier Bauernhöfe – früher waren es sechs –, die alle eine unterdurchschnittliche Grösse aufweisen. Alle vier aktiven Bauern hätten noch eine weitere Einkommensquelle.

Er selber hat noch einen Bürojob, ein anderer Bauer betreibt Agro-Tourismus, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Bewohner des Weilers, die keine Bauern seien, arbeiteten auswärts, denn Gewerbebetriebe gebe es keine in Oetschwil, sagt Niklaus Bühler.

Soweit er sich erinnern könne, habe es im Weiler nie einen Einkaufsladen gegeben. Früher habe eine Wirtschaft einkehrende Gäste empfangen, mittlerweile sei das nicht mehr der Fall. Das stattliche Haus ist aber noch bewohnt. À propos Häuser: Neubauten sind fast nicht möglich, denn er Weiler liegt in der Landwirtschaftszone. Bauern könnten zwar Häuser oder Ställe oder Scheunen bauen lassen, doch Niklaus Bühler erinnert sich nicht an grössere landwirtschaftliche Bauprojekte.

Momentan hat es keine Schulkinder

Schulkinder lebten in Oetschwil momentan keine, die Jugendlichen gingen in die Lehre. Das hänge mit dem Generationenwechsel zusammen. Fast alle Häuser und Mietwohnungen seien belegt, sagt Niklaus Bühler.

An und für sich ist Oetschwil für Familien mit Kindern geeignet, findet der Berichterstatter. Die Strasse hat wenig Verkehr, denn sie ist an vielen Stellen so schmal, dass zwei Autos nur mit Mühe kreuzen können. Zudem ist sie sehr kurvenreich. Beliebt scheint sie bei Hundebesitzern zu sein, die mit ihren Vierbeinern spazieren gehen. Man spare keine Zeit, wenn man von Ganterschwil durch Oetschwil nach Bütschwil fahre, sagt Niklaus Bühler. Das leuchtet dem Berichterstatter ein.

Die Kapelle auf dem Weg zum Bruedertöbeli. (Bild: Martin Knoepfel)

Die Kapelle auf dem Weg zum Bruedertöbeli. (Bild: Martin Knoepfel)

Man sieht die Autos und den Kirchturm von Bütschwil

Bei entsprechendem Wind höre man die Durchgangsstrasse. Bei seinem Besuch sah der Berichterstatter des «Toggenburger Tagblatts» Autos und Lastwagen, die von Engi nach Bütschwil oder in der Gegenrichtung unterwegs waren, zu hören waren sie nicht.

In Oetschwil lebe man nach dem Rhythmus der Kirchenuhr von Bütschwil, sagt Niklaus Bühler. In der Tat sieht man den Kirchturm vom Weiler aus sehr gut. Die Nachbarn treffe man im Sommer häufig. «Es sind ganz normale Menschen, die hier leben.» Die Bewohner hätten untereinander ein gutes Verhältnis, sagt Niklaus Bühler.

Schauen Sie sich hier die weiteren Weiler und Quartiere der Sommerserie an:

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