Die «Neuen» unter den Kandidaten für die Wahlen in Lichtensteig hatten das Wort

Pamela Städler und Albulena Morina stellten sich an einer Veranstaltung am Mittwochabend vor. Sie wollen neu im Gemeinderat beziehungsweise in der Geschäftsprüfungskommission von Lichtensteig mitarbeiten.

Martin Knoepfel
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Guido Müller (Präsident CVP Lichtensteig), Albulena Morina (neue Kandidatin für die GPK), Pamela Städler (neue Kandidatin für den Gemeinderat) und Romy Elmer (Präsidentin SP Lichtensteig, von links) blicken der Wahl mit Optimismus entgegen.

Guido Müller (Präsident CVP Lichtensteig), Albulena Morina (neue Kandidatin für die GPK), Pamela Städler (neue Kandidatin für den Gemeinderat) und Romy Elmer (Präsidentin SP Lichtensteig, von links) blicken der Wahl mit Optimismus entgegen.

Bild: Martin Knoepfel

Pamela Städler (SP) möchte Gemeinderätin von Lichtensteig werden. Albulena Morina (parteilos) zieht es in die Geschäftsprüfungskommission (GPK). Am Mittwochabend stellten sich die beiden den Lichtensteigerinnen und Lichtensteigern vor. Beide schätzen die Vielfalt Lichtensteigs. Gemeinsam ist beiden auch die Freude am Joggen.

Moderatoren des Anlasses waren die Präsidenten der CVP und der SP Lichtensteig, Guido Müller und Romy Elmer. 14 Besucherinnen und Besucher kamen ins Café Huber. Sie zeigten sich den beiden Kandidatinnen wohlgesinnt.

Ausgebildete Sozialarbeiterin

Pamela Städler stammt aus Oberuzwil und lebt seit elf Jahren in Lichtensteig. Die Vielfalt Lichtensteigs sei einer der Gründe gewesen, weshalb sie hierhergezogen sei, sagte sie.

Sie hat zwei Kinder, eine erwachsene Tochter und einen bald elf Jahre alten Sohn. Sie ist ausgebildete Sozialarbeiterin und leitet die Selbsthilfe St.Gallen-Appenzell, die von der Frauenzentrale getragen wird.

Ihre Aufgabe beschreibt Pamela Städler damit, dass sie Menschen zusammenbringe, die das gleiche Problem oder die gleiche Krankheit gemeinsam angehen wollten.

Soziales und Alter als Wunschressort

Sie schätzt das kulturelle Angebot sowie die guten Einkaufsmöglichkeiten in Lichtensteig. Pamela Städler würde als Gemeinderätin gerne das Ressort Soziales und Alter als Nachfolgerin von Susanne Weber-Gygax übernehmen.

Auf die Frage nach den Folgen der Coronakrise hielt sie fest, sie selber habe viel im Homeoffice arbeiten können. Es brauche aber eine gute Kinderbetreuung, damit die Mehrfachbelastung der Mütter vermieden werden könne.

Lob für die Vielfalt in der Gemeinde

Guido Müller stellte Albulena Morina mit den Worten vor, sie habe genau die Fähigkeiten, die es in der GPK brauche. Albulena Morina hat immer in Lichtensteig gelebt und sieht keinen Grund, wegzuziehen. Sie hat die Schulen inklusive Berufsschule (KV) hier durchlaufen.

Sie sei immer ein Zahlenmensch gewesen, sagte sie. Albulena Morina hat die Lehre bei der Acrevis-Bank in Bütschwil absolviert, wo sie mittlerweile Niederlassungsleiterin ist. Sie möchte der Gemeinde, in welcher sie aufgewachsen ist, etwas zurückgeben. Ihr gefällt, dass in Lichtensteig Menschen mit ganz verschiedenen Interessen leben.

Aufholen bei Arbeitsplätzen

Aufholen sollte Lichtensteig ihrer Ansicht nach bei den Arbeitsplätzen. Als Bankerin hat Albulena Morina Kontakt mit vielen Gewerbetreibenden und hofft, dass die Schweiz mit einem blauen Auge aus der Coronakrise herausgeht.

Kritisieren will sie im Moment nicht. Als GPK-Mitglied werde sie dann schon etwas zu meckern haben, glaubt sie. Angesprochen auf das Thema der Gemeindefusionen, sagte sie, grösser sei nicht unbedingt besser.

Wenn ein Unternehmen Frauen gleiche Chancen wie Männern biete, werde es als Arbeitgeber attraktiver, betonte Albulena Morina und wand ihrem Arbeitgeber ein Kränzchen. Bei der Acrevis-Bank sei ihr niemand im Weg gestanden, denn sonst wäre sie nicht sechs Jahre nach Lehrabschluss Niederlassungsleiterin geworden.

Unterstützung der übrigen Ortsparteien

Die Lichtensteiger Ortsparteien der CVP, FDP, SP und CVP haben sich auf eine gemeinsame Liste für den Gemeinderat und die GPK geeinigt. Alle vier Parteien unterstützen zugleich die Kandidaturen von Albulena Morina und Pamela Städler.

Anwesend war ebenfalls eine Mehrheit der wieder kandidierenden Gemeinderäte und GPK-Mitglieder. Petra Stump (parteilos) möchte Schulpräsidentin bleiben. Peter Stocker (parteilos) ist seit drei Jahren Gemeinderat und kümmert sich gerne um den Werkhof, die Abwasserentsorgung und die technischen Betriebe.

«Ressort vorwärts machen»

Stadtpräsident Mathias Müller (CVP) hat das Ressort «Vorwärts machen» und lobte den einzigartigen Geist in Lichtensteig. Roland Walther kümmert sich um die Kultur und zahlreiche Projekte und möchte das vier weitere Jahre tun.

Armin Brülisauer bezeichnet sich selber als Zahlenmensch und stellt sich wieder für die GPK zur Verfügung. Sepp Bernet wohnt seit 40 Jahren in Lichtensteig und arbeitet seit zehn Jahren in der GPK mit. Fast gleich lang, 35 Jahre, lebt die Aktuarin der GPK, Rita Mauerhofer hier.