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Die neue Strasse kostet 124 Millionen

Die Umfahrung in Wattwil ist ein wichtiges Puzzlestück in den Umfahrungsprojekten im Toggenburg, das sowohl Zeit als auch Geld kostet.
Martin Knoepfel
Insgesamt sechs Fallschirmspringer brachten die aus Metall bestehenden Schaufeln der Spaten für den Spatenstich mit. Sie sprangen aus einem Pilatus Porter und landeten auf einer Wiese an der Thur. (Bild: Marin Knoepfel)

Insgesamt sechs Fallschirmspringer brachten die aus Metall bestehenden Schaufeln der Spaten für den Spatenstich mit. Sie sprangen aus einem Pilatus Porter und landeten auf einer Wiese an der Thur. (Bild: Marin Knoepfel)

Die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil verbindet das südliche Portal des Ibergtunnels bei der Brendi in Wattwil mit der Stegrüti in Ebnat-Kappel. Die Länge der neuen Strasse misst 3,35 Kilometer. An beiden Enden werden Kreisel erstellt. Von der Brendi führt die neue Strasse an der linken Flanke des Thurtals entlang. Der Regierungsrat schrieb 2008, dass man die Linienführung gewählt habe, die ökologisch am besten sei.

Die Streckenführung erfordert zahlreiche Kunstbauten. Sie machen über ein Drittel der Gesamtlänge aus. Bei der Brendi sind zwei Lehnenviadukte von 150 und 120 Meter Länge geplant. Der Tunnel Lochweidli wird 313 Meter messen. Die Brücke über den Rickenbach soll 91 Meter lang sein. Am längsten wird die Brücke über die Thur, die Südostbahn und die Strasse Wattwil-Ebnat-Kappel mit total 365 Metern ausfallen. Dazu kommen kleinere Kunstbauten. Zwei Häuser werden abgebrochen.

Die zweite Etappe der Umfahrung Wattwil wird zweispurig und nicht richtungsgetrennt erstellt werden. Sie wird als Autostrasse signalisiert und vignettenfrei befahrbar sein. Die Höchstgeschwindigkeit soll im Bereich der Kreisel 60 und dazwischen 80 Kilometer pro Stunde betragen. Die Fahrbahn wird 7,50 Meter breit werden. Pannenstreifen gibt es keine. Vorbild sind die Umfahrungen Bazenheid und Bütschwil. Die Gesamtkosten werden mit 124,05 Millionen Franken veranschlagt.

Keine Gegenstimmen im Kantonsrat

Der Kantonsrat verabschiedete den Baubeschluss – den VI. Nachtrag zum Beschluss über den Kantonsstrassenplan – im November 2014. Es gab 100 Ja-Stimmen. 20 Kantonsräte stimmten nicht ab, darunter der damalige Kantonsrat Donat Ledergerber (SP, Kirchberg). Alle anderen Toggenburger Kantonsräte sagten Ja. Ein Referendum gegen die zweite Etappe der Umfahrung kam nicht zustande. Es gab jedoch Einsprachen betroffener Landbesitzer. Das kantonale Verwaltungsgericht ordnete an, dass das Projekt minim modifiziert werden müsse. Im März 2016 wies das Bundesgericht alle Beschwerden gegen die neue Strasse zurück und bestätigte das Urteil des Verwaltungsgerichts.

Vor kurzem wurde bekannt, wer den Zuschlag für den Bau der Brücke über die Bahnlinie, die Strasse Wattwil-Ebnat-Kappel und die Thur erhalten hat. Es handelt sich um eine Arbeitsgemeinschaft mit Sitz bei der Strabag in Niederurnen GL. Die Kosten für diese Brücke belaufen sich auf 9,999767 Millionen Franken und 25 Rappen. Sie unterschreiten damit die Zehn-Millionen-Grenze um gut 230 Franken. Laut Auskunft des Tiefbauamts handelt es sich beim Preis um die Kalkulation des Unternehmers. Bisher hat der Kanton Aufträge im Umfang von rund 55 Millionen Franken vergeben.

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