Die laufende Legislatur ist die letzte: Der Ebnat-Kappler Gemeindepräsident Christian Spoerlé tritt nicht mehr zur Wiederwahl an

Die Parteien von Ebnat-Kappel sind im kommenden Jahr gefordert. Sie müssen bis zu den Gesamterneuerungswahlen vom 27. September einen neuen Kandidaten fürs Gemeindepräsidium suchen, denn der Amtsinhaber Christian Spoerlé (SVP) verzichtet auf die Wiederwahl. Zurücktreten werden auch die Gemeinderäte Christian Gross (SVP) und Heinrich Steiner (parteilos).

Sabine Camedda
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Gemeindepräsident Christian Spoerlé leitete Mitte November die Bürgerversammlung von Ebnat-Kappel.

Gemeindepräsident Christian Spoerlé leitete Mitte November die Bürgerversammlung von Ebnat-Kappel.

Bild: Urs M. Hemm

Der Ebnat-Kappler Gemeindepräsident Christian Spoerlé hat genug. Wie auf der Informationsseite der Gemeinde Ebnat-Kappel, die regelmässig im «Toggenburger Tagblatt» erscheint, zu lesen ist, tritt er im kommenden Jahr nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an.

Christian Spoerlé, Jahrgang 1957, hat 2009 in Ebnat-Kappel die Nachfolge von Arthur Lieberherr angetreten. Er war zuvor Dienstchef der Flughafenpolizei in Zürich und im Nebenamt Gemeindepräsident von Bauma. Seit 2013 ist er Mitglied der SVP-Fraktion des Kantonsrats St.Gallen. Dieses Amt will er vorerst weiterführen. Die Regionalpartei hat ihn als Kantonsratskandidaten nominiert. Christian Spoerlé steht auch dem Verein Kultur Toggenburg als Präsident vor.

Zwei grosse Bauprojekte werden realisiert

Christian Spoerlé hat in seiner Amtszeit in Ebnat-Kappel einiges bewirkt. Derzeit laufen die Bauarbeiten für die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Wier. Diese sollen auf das Schuljahr 2020/21 abgeschlossen sein. Im kommenden Jahr soll überdies der Neubau des Pflegeheims Wier in Angriff genommen werden. Trotz dieser beiden grossen Bauprojekte kann die Gemeinde auf das Jahr 2020 hin den Steuerfuss auf 139 Prozent senken.

Der Gemeinderat Ebnat-Kappel erfährt auf die neue Legislatur weitere personelle Veränderungen. Die beiden Gemeinderäte Christian Gross und Heinrich Steiner verzichten ebenfalls auf einer Wiederwahl. Der SVP-Mann Gross hat sein Amt im Gemeinderat 2009 angetreten. Der parteilose Steiner wurde 2011 in den Gemeinderat gewählt.

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