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Die Kirchberger Oberstufe erhält als erste Schule im Kanton die Auszeichnung «Energieschule»

Die Oberstufe Kirchberg wurde für ihre nachhaltige Ressourcennutzung belohnt.
Cecilia Hess-Lombriser
Wer auf dem «Tramp-den-Lukas» genügend Energie einsetzte, brachte die Leuchtmittel zum Leuchten. Bild: Cecilia Hess-Lombriser

Wer auf dem «Tramp-den-Lukas» genügend Energie einsetzte, brachte die Leuchtmittel zum Leuchten. Bild: Cecilia Hess-Lombriser

Die Auszeichnung «Energieschule» erhält die Oberstufe Lerchenfeld in Kirchberg zwar erst am 11. Oktober. Dann überreicht der Trägerverein Energiestadt diese an einem offiziellen Anlass in Locarno. Aber die Oberstufe Kirchberg hat den positiven Bescheid bereits erhalten. Und das als erste Schule im Kanton St.Gallen.

Ein Jahr lang haben sich Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler und der Hausdienst intensiv mit der Energie, Ressourcennutzung. Mobilität und Verhaltensänderung auseinandergesetzt. Zum Abschluss luden sie am Freitag zu einem Energiefest ein. Es war für die ganze Bevölkerung gedacht gewesen, doch am Morgen kamen hauptsächlich Primarklassen vorbei, am Nachmittag zusätzlich Eltern. Mehr Energie aus der eigenen Gemeinde wurde den einsatzfreudigen Jugendlichen vorenthalten.

Nachhaltigkeit ist seit 20 Jahren Thema

Das Thema Energie beschäftigt die Oberstufe schon seit bald 20 Jahren. Nach und nach wurde die Fotovoltaikanlage auf den Dächern ausgebaut. Die produzierte Energie reicht heute für acht bis zehn Einfamilienhäuser. Im vergangenen Jahr hat die Schule einen besonderen Effort geleistet und den Kriterienkatalog für das Label Energieschule bearbeitet und Massnahmen umgesetzt. Auf einem Rundgang im, auf und vor dem Schulhaus konnten die Interessierten am Freitag einen Eindruck der Anstrengungen bekommen.

Schulleiter Christoph Gerber zeigte sich erfreut vom Einsatz zugunsten des Klimas, der lange vor den Klimastreiks begonnen habe. «Vor zehn Jahren hatten unsere Jugendlichen dem Regierungsrat und dem Bundesrat geschrieben und gefragt, warum Fotovoltaikanlagen auf einem Neubau nicht zwingend gebaut werden müssten», erzählte er. Die Antworten gehörten zur Kategorie «Mutlos».

Mit dem Label Energieschule hat sich die Oberstufe das Ziel gesetzt, den Energieverbrauch im Schulhaus kontinuierlich zu senken, den Anteil erneuerbare Energien zu steigern und das Verhalten von allen, die im Schulhaus ein und aus gehen, mit Regeln zum bewussten Umgang mit Energie und Mobilität zu verändern. Recyclingpapier kommt zum Einsatz, es wird weniger gedruckt, alle Materialien werden getrennt gesammelt, Plastik weitgehend vermieden.

Energie-Detektive standen im Einsatz

Die Schülerinnen und Schüler haben während eines Jahres projektartig gearbeitet, waren vier Tage per Velo unterwegs und schafften dabei 200 Kilometer aus eigener Kraft, besuchten Recyclingfirmen, erfuhren, wie viele Kilowattstunden verschiedene Leuchtmittel verbrauchen, und dass es Schalter zum Abschalten gibt. «Wir hatten Energie-Detektive, die nach Sparmöglichkeiten suchten und auch fanden. Jede Kleinigkeit zählt», berichtete Christoph Gerber weiter. Er freut sich auch, dass nun im Eingangsbereich ein Bildschirm hängt, der angibt, wie viel Strom die Fotovoltaikanlage produziert. An der Wand gegenüber ist dargestellt, welches Gerät wie viel Energie frisst, damit die Schülerinnen und Schüler eine Vorstellung von der unsichtbaren Grösse bekommen.

Am Energiefest wurde mit Sonnenkraft gekocht, Modelle wurden mit Mini-Panels gebaut, Strom mit Beinkraft produziert. Bei den technischen Anlagen hatte der Hauswart Erklärungen und Statistiken aufgehängt. Am Schluss gab es Reden von Christoph Gerber, Michael Sutter, Präsident der Energiekommission Kirchberg, und von Patrizia Egloff, Präsidentin Energietal Toggenburg. Sie strichen heraus, wie wichtig es ist, zu handeln, das Konsumverhalten zu ändern, Verantwortung zu übernehmen, gangbare Schritte zu unternehmen und dran zu bleiben.

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