Die Hitzewelle kommt vor der Fernwärme

Seit Mitte April und noch bis im Oktober wird die zweite Etappe der Bazenheider Fernwärme realisiert. Das Bauvorhaben ist zeitlich im Soll. In den kommenden sechs Wochen liegt der Schwerpunkt im Gebiet Wilerstrasse, Neugasse und Spelterinistrasse.

Beat Lanzendorfer
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Beim Abzweiger Neugasse/Spelterinistrasse in Bazenheid kommt es in den nächsten Wochen weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Beim Abzweiger Neugasse/Spelterinistrasse in Bazenheid kommt es in den nächsten Wochen weiterhin zu Verkehrsbehinderungen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Wetterpropheten prognostizieren für die nächsten Tage eine neue Hitzewelle. Wer verspürt da schon Lust, sich mit der im Oktober beginnenden Heizperiode zu beschäftigen? Die Verantwortlichen des Regionalwerks Toggenburg RWT, der Dorfkorporation Bazenheid sowie die beteiligten Bauunternehmen gehören zweifellos schon jetzt zu denjenigen, die sich Gedanken zur kälteren Jahreszeit gemacht haben. Ihnen bleiben sechs Wochen, um die zweite Etappe der Bazenheider Fernwärme abzuschliessen. Die Investitionen der sechsmonatigen Bauarbeiten werden mit rund 2,6 Millionen Franken beziffert.

Die Lehmgrueb war der Ausgangspunkt

Gebaut wird seit dem 16. April. Der erste Graben wurde an der Wilerstrasse auf Höhe der Lehmgrueb ausgehoben. Schwerpunkte der vergangenen vier Monate waren der Kreisel sowie die Verzweigung Wiler-/Mühlaustrasse. «Die Schwierigkeit bestand darin, den Verkehr ohne Unterbruch durch Bazenheid zu schleusen», erklärt Felix Forster, der Präsident der Dorfkorporation. «Dies ist uns fast lückenlos gelungen. In ganz wenigen Ausnahmen mussten die Verkehrsteilnehmer den Umweg über die Eichbüel- und Nuetenwilerstrasse nehmen.»

Gab es im erwähnten Zeitraum auch unvorhergesehene Schwierigkeiten? «Nicht eingezeichnete Werkleitungen waren eine Herausforderung. Dann war es auch nicht immer ganz einfach, die Zufahrten sicherzustellen. Mit dem Einbau von Eisenplatten haben wir es aber immer geschafft.»

Der Kreisel ist nach einer mehrwöchigen Bauphase wieder ohne Beeinträchtigung des Verkehrs befahrbar. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Kreisel ist nach einer mehrwöchigen Bauphase wieder ohne Beeinträchtigung des Verkehrs befahrbar. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Gewerbler beklagen Einbussen beim Umsatz

Zur Sprache kommt auch der Unmut einzelner Gewerbetreibender, die nach eigener Aussage wegen der Bauarbeiten teilweise erhebliche Umsatzeinbussen beklagten. «Es gab keine Alternative zur Wilerstrasse», erklärt Forster. Und weiter: «Ich danke allen, welche die Geduld und das nötige Verständnis aufgebracht haben.» Für die kommenden sechs Wochen kündet er nochmals zwei Engpässe an: «An der Neugasse sowie im unteren Teil der Spelterinistrasse wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Beide Strassen werden aber jederzeit einspurig befahrbar sein.»

Nach Abschluss der zweiten Bauetappe gleichen die Strassen, unter denen die Rohre der Fernwärme verlegt worden sind, einem ziemlichen Flickenteppich. «Die Gemeinde erneuert im kommenden Jahr die Abschlüsse und den Belag der Wilerstrasse ab Kreisel bis zur Mühlaustrasse», klärt Forster abschliessend auf.

Für 2019 ist bereits die dritte Bauetappe der Fernwärme aufgegleist. Deren Schwerpunkte sind die Toggenburgerstrasse südlich der Bahnlinie sowie die Neugasse Richtung Oberstufenzentrum. Bei Letzterer steht der genaue Verlauf noch nicht fest.