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Die Guggenlochbrücke bei Lütisburg ist das Wahrzeichen der Toggenburgerbahn

Die markante Brücke über den Gonzenbach bei Lütisburg wurde erst 1945 durch eine Betonbrücke ersetzt. Noch davor wurde die Strecke elektrifiziert.

Anton Heer
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Ein typischer Zug vor der Elektrifikation der 1940er Jahre. Die als «Habersack» bezeichnete Dampflok auf der Fahrt Richtung Wil.

Ein typischer Zug vor der Elektrifikation der 1940er Jahre. Die als «Habersack» bezeichnete Dampflok auf der Fahrt Richtung Wil.

Bild: PD

Die Guggenlochbrücke über den Gonzenbach bei Lütisburg dürfte zu den seit 150 Jahren bevorzugten Bildmotiven in der Region gehören. Das Bauwerk ist das Wahrzeichen der Toggenburgerbahn.

Als letzte grössere Brücke zwischen Wil und Ebnat erfolgte deren Ersatz durch eine Betonbrücke mit Natursteinverkleidung erst im Jahr 1945. Im Gegensatz zu den Brücken bei Dietfurt und Bazenheid, deren Umbau bereits vor der Elektrifikation über die Bühne ging, wurden beim Guggenloch die Fahrleitungsmasten noch am alten Brückentragwerk angebaut.

Der Neubau der Brücke erfolgte 1945 beim laufenden Bahnbetrieb und unter Beibehaltung der Linienführung, ein anspruchsvolles Unterfangen.

Der Neubau der Brücke erfolgte 1945 beim laufenden Bahnbetrieb und unter Beibehaltung der Linienführung, ein anspruchsvolles Unterfangen.

Bild: PD

Beim laufenden Bahnbetrieb wurden neue Pfeiler hochgezogen, die alten Eisenträger bzw. Tragwände von 1870 durch Hilfsbrücken ersetzt und in schwindelerregender Höhe die Gewölbe fertiggebaut. Gut erhaltene Bilderserien zeugen von der Leistung der 1940er Jahre. Ein Pfeilersockel der ersten Brücke ist noch erhalten und unmittelbar am Rande des Fusswegs hinauf zum Kinderdörfli zu bestaunen.

Die neue Guggenlochbrücke aus der Luft beobachtet. 1949 wurde noch Kies aus der Thur gefördert.

Die neue Guggenlochbrücke aus der Luft beobachtet. 1949 wurde noch Kies aus der Thur gefördert.

Bild: PD