Die glorreichen Sieben: Zweimal gewann der FC Bütschwil den Ostschweizer Cup bei den Frauen – nun ist für sieben Bütschwilerinnen der Hattrick möglich

Erstmals in der sechsjährigen Geschichte des Ostschweizer Cupfinaltages stehen sich am Sonntag in Frauenfeld mit Bütschwil-Neckertal und Ebnat-Kappel zwei Toggenburger Frauenteams im Endspiel gegenüber.

Beat Lanzendorfer
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Melanie Thalmann, Bernadette Hangartner, Diana Brändle, Nadja Beerli und Nicole Hollenstein (oben, von links) sowie Corinna Hasler und Natascha Salzmann (unten, von links) waren bereits bei den zwei Cupsiegen 2015 und 2016 dabei. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Melanie Thalmann, Bernadette Hangartner, Diana Brändle, Nadja Beerli und Nicole Hollenstein (oben, von links) sowie Corinna Hasler und Natascha Salzmann (unten, von links) waren bereits bei den zwei Cupsiegen 2015 und 2016 dabei. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Ostschweizer Cupfinaltag kam erstmals im Jahre 2014 zur Austragung. Nach der anfänglichen Skepsis, hat sich das Konzept zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Entsprechend gross ist das mediale Interesse. Am Sonntag werden auf der Frauenfelder Allmend gegen 1000 Zuschauer erwartet.

Mit zum grossen Publikumsaufmarsch tragen die beiden Toggenburger Frauenteams bei. Allein aus Ebnat-Kappel werden zwei Fancars im Thurgauer Finalspielort erwartet.

Die Favoritenrolle ist klar verteilt

Beim Endspiel der Frauen zwischen Bütschwil-Neckertal und Ebnat-Kappel sind die Kräfteverhältnisse klar verteilt – seit dem letzten Wochenende erst recht. Die Bütschwiler Frauen nahmen die Obertoggenburgerinnen beim 7:0 in der Meisterschaft nach allen Regeln der Kunst auseinander.

Sie liessen keinen Zweifel daran, dass sie nach 2015 und 2016 den Cuppokal zum dritten Mal in die Höhe stemmen möchten. Trotzdem sollte «frau» den Aussenseiter nicht auf die leichte Schulter nehmen. Vor vier Jahren war Bütschwil-Neckertal gegen Eschenbach der Aussenseiter und gewann am Ende im Elfmeterschiessen.

Die Ebnater Tormaschine fehlt 

Gegen Ebnat-Kappel spricht zudem, dass sich die Mannschaft in der Rückrunde mit dem Toreschiessen schwer tut. Sie vermisst schmerzlich die Tore von Selin Roth, die für drei Monate zwecks Sprachaufenthalt in England weilt. Trotzdem wirft der Underdog die Flinte nicht schon vor dem Anpfiff ins Korn. «Wir wollen den Tag in erster Linie geniessen und haben uns das Endspiel durch tolle Leistungen verdient. Ich bin überzeugt davon, dass meine Spielerinnen kämpferisch eine Top-Leistung abliefern», sagt Ebnat-Kappel-Trainer Jan Greub. Im Gespräch ist ihm die Vorfreude deutlich anzumerken.

Sieben Spielerinnen sind zum dritten Mal im Finale

Die Bütschwilerinnen Melanie Thalmann, Bernadette Hangartner, Diana Brändle, Nadja Beerli, Nicole Hollenstein, Corinna Hasler und Natascha Salzmann waren schon bei den Cuperfolgen 2015 und 2016 dabei. Für die glorreichen Sieben wäre ein neuerlicher Sieg der dritte Cup-Triumph. Spielführerin Diana Brändle zeigt sich entsprechend entschlossen: «Wir wollen unsere Ungeschlagenheit wahren.»

Nebst dem Frauenfinale finden vier weitere Endspiele statt. Auf erhöhtes Interesse dürfte jenes bei den Aktiven zwischen den Zweitligisten Altstätten und Calcio Kreuzlingen stossen. Gemäss neuem Reglement qualifiziert sich lediglich der Gewinner für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups.

Nur der Sieger bei den Aktiven ist in der Hauptrunde

Bisher waren beide Endspielteilnehmer für die Hauptrunde startberechtigt. Den zweiten freien Platz in der Hauptrunde ermitteln die beiden Gruppensieger der 2. Liga. Zum einen möchte der Ostschweizer Fussballverband dadurch den Cupfinal aufwerten, zum anderen wird erstmals ein Ostschweizer Meister im regionalen Fussball ermittelt.

Das Programm am Cupfinaltag

Ostschweizer Cupfinal, Frauenfeld, Sonntag, 19. Mai: FC Altstätten – FC Uzwil (Juniorinnen), 10.15 Uhr. FC Ebnat-Kappel – FC Bütschwil-Neckertal (Frauen), 11 Uhr. FC Winkeln – FC Frauenfeld (Senioren 40+), 12.45 Uhr. FC Mels – FC Gossau (Senioren 30+), 14.30 Uhr. FC Altstätten – Calcio Kreuzlingen (Aktive), 14.45 Uhr.