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Wattwiler Fotografie erzählt die Geschichte eines Gletschers in Bildern

Der Wattwiler Fotograf Hanspeter Schachtler stellt an der Werkschau Photo Schweiz künstlerische Darstellungen von Gletschern und weiteren Eislandschaften aus.
Anina Rütsche
Diese Aufnahme der Höhle im Morteratschgletscher ist im Juni 2011 entstanden. (Bild: Hanspeter Schachtler)

Diese Aufnahme der Höhle im Morteratschgletscher ist im Juni 2011 entstanden. (Bild: Hanspeter Schachtler)

Neben Simon, Pascal und Debora Walther stellt ein weiterer Toggenburger Fotograf eine Auswahl seiner Werke an der Werkschau Photo Schweiz in Zürich aus, die vom 10. bis zum 14. Januar dauert. Es ist Hanspeter Schachtler, ebenfalls aus Wattwil, der sich schwerpunktmässig mit der künstlerischen Darstellung von Gletschern und weiteren Eislandschaften befasst und bereits letztes Jahr im gleichen Rahmen einen Ausschnitt seines Schaffens zeigen konnte.

Bereits 2006 hat er damit begonnen, die Veränderungen am Morteratschgletscher im Oberengadin zu dokumentieren. In Zürich wird er vier grosse, querformatige Farbfotografien aus dem Jahr 2011 präsentieren, welche den Zustand einer Eishöhle zwischen Januar und Juni dokumentieren. «Die Vorgabe bestand nämlich darin, eine Geschichte zu erzählen», sagt Hanspeter Schachtler. «Es ist mir daher wichtig, dass auf den Aufnahmen eine Entwicklung sichtbar ist.»

Eine Einheit, trotz unterschiedlicher Entstehung

Die vier für die Werkschau ausgewählten Bilder kommen als Einheit daher, obwohl sie zu verschiedenen Zeiten entstanden sind. Dies hat nicht bloss mit dem stets gleichen Aufnahmeort zu tun, sondern auch mit den Farben. Diese bewegen sich in einer schmalen Bandbreite, wobei die Blau- und Grautöne dominieren. «Das Spiel mit natürlichem Licht ist mir wichtig», sagt der gelernte Elektroingenieur mit Jahrgang 1952, der mittlerweile pensioniert ist. Und er fügt an: «Bei der Bildbearbeitung bin ich immer sehr zurückhaltend.»

Auf Schachtlers erstem Bild für die diesjährige Werkschau Photo Schweiz, entstanden im Januar 2011, sieht man eine zerklüftete, aufgetürmte Eiswand. Zuunterst ist der Eingang zu einer Eishöhle auszumachen. Am Boden verstreut liegen die Trümmer eines vergangenen Deckensturzes. Im März hat Schachtler eine Aufnahme von der anderen Seite gemacht – man blickt von der Höhle aus nach draussen, wo massenhaft Eisblöcke liegen. Eine weitere Aufnahme vom März zeigt einen Standort im hinteren Bereich der Höhle. Auf dem vierten und letzten Bild der Serie, datiert vom Juni 2011, fällt eine Veränderung auf. «Das was im Winter noch Höhle war, überspannt in diesen Tagen als haushohe Brücke des vom winterlichen Nichts zum Fluss angeschwollene Wasser», heisst in Schachtlers Beschreibung. Die gezeigte Höhle gibt es übrigens nicht mehr. Der Fotograf sagt: «Dort, wo sie einst war, befindet sich mittlerweile nur noch ein Geröllfeld.»

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