Die Genossenschaft der Markthalle Toggenburg ist zuversichtlich, der Coronakrise zum Trotz

Seit März prangt hinter jeder in der Toggenburger Markthalle geplanten Veranstaltung das Wort «abgesagt». Trotzdem blicken die Verantwortlichen optimistisch in die Zukunft.

Adi Lippuner
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Auf das gewohnte Bild, eine voll besetzte Markthalle wie an der Versammlung 2019, muss wegen der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr verzichtet werden.

Auf das gewohnte Bild, eine voll besetzte Markthalle wie an der Versammlung 2019, muss wegen der Corona-Einschränkungen in diesem Jahr verzichtet werden.

Bild: Adi Lippuner

Eine gähnend leere Halle und zudem keine Möglichkeit, die jeweils für Juni anberaumte Versammlung der Genossenschaft Markthalle Toggenburg durchzuführen: Die Verantwortlichen stellen sich der Herausforderung und hoffen, dank guter finanzieller Lage, die Coronakrise mit ihren Einschränkungen zu bewältigen.

Präsident Reto Meile sagt: «Wir sind nicht in existenziellen Nöten und hegen zudem die Hoffnung, dass einige Anlässe im Herbst noch durchgeführt werden können. Dies insbesondere mit der Bekanntgabe der anstehenden Lockerungen, wie sie der Bundesrat nun ermöglicht.»

Etliche Veranstaltungen abgesagt

Abgesagt wurden mit der Geissenschau, welche jeweils Ende März stattfindet, und der Delegiertenversammlung der Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost, der Milchvieh-Abendauktion und dem «Worscht-Chäs-Fescht» Toggenburg vier landwirtschaftliche Grossanlässe.

Nicht-landwirtschaftliche Veranstaltungen bleiben deren sechs auf der Strecke, darunter auch die Generalversammlung der Raiffeisenbank Mittleres Toggenburg und der von langer Hand vorbereitete Jubiläumsanlass des Jodelchörli Alpenrösli.

Entscheide ohne Zusammenkunft

Die Versammlung der Genossenschafter der Markthalle – dabei werden jeweils die statutarischen Geschäfte erledigt, aber auch das gemütliche Beisammensein gepflegt – entfällt ebenfalls dieses Jahr. Die Entscheide werden schriftlich gefällt und weil ein Wahljahr ist, muss auch der Verwaltungsrat für eine weitere Amtsdauer von vier Jahren bestätigt werden. «Wir sind in der glücklichen Lage, dass sich alle sieben Mitglieder weiterhin zur Verfügung stellen. Sofern die Genossenschafter zustimmen, führe ich auch das Präsidium weiter», sagt Reto Meile.

Konkret heisst dies, Lukas Bitschnau, Kirchberg; Peter Frei, Wildhaus; Roman Fritsche, Gommiswald; Felix Hollenstein, Jona; Jakob Knaus, St.Peterzell; Jörg Wittenwilder, Wattwil und Ernst Zwingli, Neu St.Johann sowie Reto Meile, Dreien, stellen sich als Vorstandsmitglieder und für das Präsidium der Genossenschaft Markthalle Toggenburg zur Verfügung.

Die Jahresrechnung 2019 der Markthalle Toggenburg zeigt ein erfreuliches Bild. «Wir haben einen Dreijahresrhythmus. Den besten Abschluss können wir jeweils in einem Toggenburger-Messejahr vorlegen», erklärt Reto Meile. Das darauf folgende Jahr sei, bezüglich Einnahmen, das schwächste und das zweite Jahr nach der grossen Messe weise in der Regel wieder erfreulichere Zahlen aus. «So gesehen haben wir für 2020 eher vorsichtig budgetiert und nun müssen wir wohl oder übel mit stark reduzierten Einnahmen klarkommen.»

Erfolgreiches Rechnungsjahr 2019

2019 konnten, bei Erträgen von gut 337000 Franken, Abschreibungen in der Höhe von rund 103000 Franken getätigt werden und es resultiert ein Gewinn von etwas über 28000 Franken. Vorsichtig gerechnet werde im laufenden Jahr die Position «Abschreibungen» schrumpfen, befürchtet der Präsident.

Die Genossenschafter haben die Unterlagen für die schriftlichen Entscheide erhalten, die Abstimmung hat bis zum 27. Juni zu erfolgen. Das Wahlbüro wird am 30. Juni unter der Leitung der Revisoren Kilian Looser und Daniel Blatter tagen. Ab 1. Juli werden die Resultate auf der Website der Markthalle aufgeschaltet sein.