Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil wächst – das erfordert neuen Schulraum

Für fünf Millionen Franken wird das Primarschulhaus Dorf an der Mittendorfstrasse in Bütschwil mit Schulräumen erweitert. Am Donnerstag war der Spatenstich – der Neubau ist im Sommer 2021 bezugsbereit.

Beat Lanzendorfer
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Gemeindepräsident Karl Brändle und Schulratspräsidentin Le Bich Näf (von links) mit Planern, Architekten und der Bütschwiler Baukommission beim Spatenstich der Schulraumerweiterung an der Mittendorfstrasse.

Gemeindepräsident Karl Brändle und Schulratspräsidentin Le Bich Näf (von links) mit Planern, Architekten und der Bütschwiler Baukommission beim Spatenstich der Schulraumerweiterung an der Mittendorfstrasse.

Bild: Beat Lanzendorfer

Die Gemeinde Bütschwil-Ganterschwil wächst. Das in diesem Zusammenhang knapp gewordene Schulraumangebot wird mit einem Erweiterungsbau des Primarschulhauses Dorf an der Mittendorfstrasse entlastet.

Der Baubeginn erfolgte am Donnerstag mit einer kleinen Feier, zu der alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften sowie alle am Bau Beteiligten eingeladen waren.

Bütschwil mit dem grössten Wachstum

«Allein seit 2013 ist die Anzahl Schülerinnen und Schüler um 60 angewachsen», sagte Gemeindepräsident Karl Brändle anlässlich des Spatenstichs. Die Tendenz sei weiter steigend, was durch die rege Bautätigkeit in der ganzen Gemeinde zusätzlich zum Ausdruck komme.

Das grösste Wachstum werde in Bütschwil wahrgenommen, aber auch in Dietfurt und Ganterschwil seien die Schülerzahlen im Steigen begriffen. Der Bedarf an neuem Schulraum bedeute auch, dass viele junge Menschen in die Gemeinde ziehen, was er als sehr positiv erachtet.

Möglich wird die Schulraumerweiterung durch das Ja der Bürgerschaft, welche am 19.Mai 2019 den Antrag des Schul- und Gemeinderates mit einer Zustimmung von gut 73 Prozent guthiess.

Platz für zwölf Schulklassen

Die Kosten werden mit fünf Millionen Franken beziffert. Auf dem Grundstück auf der östlichen Strassenseite der Mittendorfstrasse entsteht ein Neubau für vier Kindergartenklassen, Mehrzweckräumen und Schulräumen für die sonderpädagogische Förderung.

Total bietet er Platz für zwölf Schulklassen. Um flexibel für die demographische Entwicklung zu bleiben, wurde das Gebäude so konzipiert, dass eine Aufstockung möglich ist.

Der Grundriss des «Chleeblättlis» setzt sich aus vier nutzungsneutralen Haupträumen zusammen, was der Gemeindepräsident als gutes Omen erachtet. «Ich habe in meiner Kindheit oft nach vierblättrigen Kleeblättern gesucht, weil diese Glück versprechen.» Die neue Schulanlage soll auf das Schuljahr 2021/22 bezugsbereit sein.

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Bevor die Stimmberechtigten am 19. Mai über den Ausführungskredit für die Schulraumerweiterung befinden, luden Schul- und Gemeinderat am Dienstag zu einem Informationsanlass ein. Die Verantwortlichen sind sehr zuversichtlich, dass die Vorlage durchkommt.
Peter Jenni