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Die Fragen kreisten rund um die Verkehrssicherheit

In der Diskussion am Informationsabend zur Umgestaltung der Wattwiler Bahnhof- und Poststrasse wurden vor allem Fragen zur Sicherheit der Velofahrer und Fussgänger gestellt.
Martin Knoepfel
Der Bus nach Lichtensteig fährt in die Bahnhofstrasse. Der Projektperimeter endet auf der südlichen Seite beim Bahnhofkreisel. (Bild: Raffaela Arnold)

Der Bus nach Lichtensteig fährt in die Bahnhofstrasse. Der Projektperimeter endet auf der südlichen Seite beim Bahnhofkreisel. (Bild: Raffaela Arnold)

Ein Votant erwartet wegen des Schwerverkehrs ein Chaos auf der Bahnhofstrasse und Staus, weil die Linksabbiegespur vor dem Café Abderhalden wegfällt. Ein Besucher vermisst einen Radweg. Zwei Votantinnen erkundigten sich nach den Fussgängerstreifen in der Poststrasse. Sie halten die Überquerung der Strasse für sehr gefährlich für alte Menschen und Kinder.

«99,9 Prozent der Lenker fahren langsamer»

Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner und Projektleiter Markus Brühwiler antworteten, dass die Bahnhof- und die Poststrasse optisch verengt würden. 99,9 Prozent der Automobilisten würden langsamer fahren. Da die Parkfelder auf der Höhe des Trottoirs angeordnet würden, würden sich die Velofahrer auf der Strasse sicherer fühlen.

Man dürfe nicht von der heutigen Situation ausgehen und sich einfach die Fussgängerstreifen wegdenken, sagte Markus Brühwiler. Vielmehr müssten die Fussgänger dank den schmäleren Strassen nur noch halb so lange Wege zurücklegen, um die Strassen zu überqueren. Die Strasse wird von heute 13 Metern – inklusive Parkplätze – auf 5,9 Meter verschmälert. Bei der Einmündung der Grüenaustrasse erhielten die Fussgänger den Vortritt gegenüber den Autos, hiess es weiter.

Die neue Vortrittsregelung am Dorfplatz werde den Verkehr ebenfalls verlangsamen. Das Gleiche gelte für die Bushaltestellen bei der Post, die neu auf der Fahrbahn angeordnet würden. Eine Nachrüstung der Bahnhof- und der Poststrasse mit Ampeln und Fussgängerstreifen sei aber möglich.

«Das System funktioniert in Altstätten»

Man könnte Tempo 30 einführen, hiess es ferner, aber nicht beschränkt auf die Bahnhofstrasse, sondern im ganzen Quartier. Das in Wattwil geplante System funktioniere in Altstätten auf einer Strasse mit mehr Verkehr als hier, betonte Markus Brühwiler. Ein Besucher stösst sich daran, dass die Anwohner der Bahnhof- und der Poststrasse viel kleinere finanzielle Lasten tragen müssen als die Anwohner der Sedelbäche.

Im Rahmen des Wasserbauprojekts Sedelbäche, das die Wattwiler Stimmbürger im September gutgeheissen hatten, werden Perimeterbeiträge fällig. Alois Gunzenreiner entgegnete, dass bei Strassen der öffentliche Beitrag grösser sei, weil das öffentliche Interesse höher ausfalle. Bei der Bahnhof- und bei der Poststrasse handle es sich um Gemeindestrassen erster Klasse. Die Gemeinde Wattwil und die Bevölkerung profitierten von der Zentrumsfunktion, zum Beispiel von der Vielfalt der Einkaufsläden und von der Anwesenheit der Schulen. Da dürfte man sich die Zentrumsfunktion auch mal etwas kosten lassen.

Applaus erhielten Thomas Grob und Silvan Widmer, die sich als Mitglieder des Unterstützungskomitees für ein Ja einsetzten. Sie wiesen darauf hin, dass die Bahnhofstrasse die Visitenkarte Wattwil sei. Zudem bestehe die Gefahr, dass das Zentrum nach der Inbetriebnahme der Umfahrung veröden könne. Andernorts sei genau das passiert.

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