Die ersten drei Punkte sind im Trockenen – Volley Toggenburg liefert in Genf eine starke Vorstellung ab und holt sich im ersten Auswärtsspiel den ersten Saisonsieg

Jubel im Toggenburg – nach der Startniederlage im Heimspiel gegen Lugano zeigen die Frauen von Volley Toggenburg eine starke Reaktion und kehren mit einem Sieg aus der Westschweiz zurück – mit 25 Punkten bietet die Polin Maciagowski eine überragende Leistung.

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Die Polin Maciagowski spielte eine starke Partie und punktete gegen Genf insgesamt 25 Mal.

Die Polin Maciagowski spielte eine starke Partie und punktete gegen Genf insgesamt 25 Mal.

Bild: Reinhard Kolb

Beim ersten Auswärtsspiel der Saison trafen die Spielerinnen von Raiffeisen Volley Toggenburg auf Genève Volley.

Diese setzen in diesem Jahr nicht nur auf Ausländerinnen wie zuletzt. Mit Maria Dancheva, der 195 Zentimeter grossen bulgarischen Diagonalspielerin, die von Cheseaux nach Genf wechselte und Olivia Rusek (USA), die auf der Aussenposition eine starke Partie zeigte, sind noch zwei wichtige Positionen durch Ausländerinnen besetzt.

Dazu kommt noch die Schwedin Lundvall, die aber ebenfalls auf der Aussenangriffsposition eingesetzt wird. Genf ist sicher nicht mehr so gut besetzt wie am Schluss der letzten Saison, als man mit acht Ausländerinnen spielte. Entsprechend gespannt war man auf das Zusammentreffen mit Volley Toggenburg.

Volley Toggenbug trat vom Start weg aggressiv auf

Die Marschrichtung war gleich zu Beginn des ersten Satzes klar. Die St.Gallerinnen agierten aggressiv und setzten die Genferinnen unter Druck. Diese begannen fehlerhaft und schienen zu Beginn unerklärlich nervös, so dass schnell ein 4:0-Vorsprung erspielt werden konnte. In der Folge zeigte sich Genf ein wenig ausgeglichener und konnte zwischenzeitlich zum 11:11 ausgleichen.

Was dann folgte war ein kleiner Zwischenspurt der St. Gallerinnen zum 18:13. Vor allem die polnische Diagonalspielerin Gabriela Maciagowski und die Aussenangreiferin Annouk Erni zeigten in dieser Phase eine starke Leistung. Doch Genf gab diesen Satz nicht verloren und kämpfte sich nochmals auf 21:21 heran. Ein paar schöne Punkte von Maria Dancheva wendeten den Satz sogar zu Gunsten der Genferinnen zum 25:22.

Der zweite Satz begann aus Sicht der Westschweizerinnen desaströs. Schnell lag Volley Toggenburg mit 8:1 in Front. Die Genferinnen spielten in der Annahme zu fehleranfällig und bekundeten Mühe mit den aggressiven Aufschlägen von Martina Koch. Beim Stand von 2:14 sah sich die Genfer Trainerin zu einem Doppelwechsel gezwungen. Am einseitigen Spielverlauf ändert sich jedoch nichts. Passeuse Rudy Renko-Ilic brachte den Satz mit einer schönen Finte mit 25:13 ins Trockene.

Das erwartete Spiel auf Augenhöhe

Der dritte Satz zeigte das erwartete, ausgeglichene Spiel. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als einen Punkt absetzen. Beim Stand von 14:13 für Genf geschah eine kuriose Szene, die eine Vorentscheidung in diesem Spiel bringen sollte. Ein Aufschlag von Anouk Erni geriet viel zu lang und wäre weit ins Aus geflogen. Dancheva wechselte ihre Position für den Hinterfeldangriff und wurde vom Ball getroffen. So kam Volley Toggenburg zu einem glücklichen Punkt.

In der Folge riss der Faden im Spiel der Genferinnen, deshalb konnten die Ostschweizerinnen den dritten Satz für sich entscheiden. Der vierte Satz war dann eine klare Angelegenheit für Raiffeisen Volley Toggenburg. Gabriela Maciagowski brachte die Ostschweizerinnen mit einer schönen Aufschlagsserie mit 7:2 in Front.

Danach konnte der Vorsprung souverän verteidigt werden. Zum Schluss war es dann wieder die polnische Diagonalangreiferin, welche die drei wichtigen Punkte mit einem schönen Angriff ins Trockene brachte. (pd)

Hier sind alle Infos zum Spiel zu finden.