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Die Emotionen kochen hoch beim Redaktions-Minigolfturnier

Die Fussball-WM in Russland war nicht der einzige sportliche Grossanlass, der die Zeitungen in seinen Bann zog. In der Redaktion des «Toggenburger Tagblatts» war ein interner Wettkampf Gesprächsthema.
Ruben Schönenberger
Da fliegt der Ball (unten rechts), doch ob er es nach dem Abschlag von Urs M. Hemm direkt ins Ziel schafft, ist noch offen. (Bild: Anina Rütsche)

Da fliegt der Ball (unten rechts), doch ob er es nach dem Abschlag von Urs M. Hemm direkt ins Ziel schafft, ist noch offen. (Bild: Anina Rütsche)

In einer Mittagspause trug das «Toggenburger Tagblatt» auf der Minigolfanalage in Wattwil bei tropischen Verhältnissen ein internes Turnier aus.

Schon im Vorfeld hatten die Redaktoren und Redaktorinnen und die Mitarbeitenden des Sekretariats und des Verkaufs fleissig Giftpfeile aufeinander abgeschossen. Mit Kampfansagen wurde ebenfalls nicht gegeizt.

Der Siegeshunger auf den Titel des prestigeträchtigen «TT-Open» war denn auch auf den Bahnen spür- und sichtbar: Die Fäuste wurden nach einer erfolgreichen Bahn geballt, bei Unvermögen fielen Ausdrücke, die keinen Eingang ins «Toggenburger Tagblatt» finden.

Rivalität in drei Gruppen

Die Teilnehmenden spielten in drei Gruppen: Redaktoren, Redaktorinnen inklusive Praktikantinnen und die Mitarbeitenden von Sekretariat und Verkauf. Einerseits herrschte unter den Gruppen eine immense Rivalität, andererseits wollte natürlich auch jeder Teilnehmende innerhalb seiner Gruppe triumphieren.

Den Tagessieg und somit den Titel des «TT-Open» holte sich, passend zu seiner Funktion, Sportredaktor Beat Lanzendorfer. Er benötigte 45 Schläge verteilt auf die 18 Löcher. Seine Gruppe der Redaktoren erzielte das beste Gesamtergebnis mit einem Schnitt von 2,8 Schlägen pro Bahn. Darauf folgte das Team Sekretariat/Verkauf mit 3,3 Schlägen, das Team Redaktorinnen/Praktikantinnen landete mit 3,7 Schlägen auf dem letzten Platz. Redaktor Timon Kobelt und Praktikantin Emilie Jörgensen berichten, wie sie das Turnier erlebt haben und mit welchen Bahnen sie Mühe hatten.

Timon Kobelt: Zu früh in Sicherheit gewähnt

Timon Kobelt (Bild: Hanspeter Schiess)

Timon Kobelt (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Rivalität zwischen mir und meinem Chef Ruben Schönenberger war in letzter Zeit gross, da wir beide selbst ernannte Fussballkenner sind, und am Tippspiel der NZZ-Mediengruppe zur Fussball-WM teilnahmen. Regelmässig kam eine Spitze vom einen, wenn der andere sich mit einem Tipp verkalkuliert hatte. Wenig überraschend herrschte die Rivalität auch auf der Minigolfanlage.

Ärgerlicherweise leistete ich mir einen kapitalen Fehlstart: sechs Punkte bei Bahn Nummer vier. Aufgrund des grossen Teilnehmerfeldes starteten die drei Gruppen bei unterschiedlichen Bahnen. Ruben Schönenberger, sein Stellvertreter Urs M. Hemm und Sportredaktor Beat Lanzendorfer, die mit mir die Gruppe Redaktoren bildeten, erwischten einen besseren Auftakt. Allerdings liess ich mich davon nicht beunruhigen, denn in den meisten Sportarten bin ich nicht als Schnellstarter bekannt.

Keine Lava am «Vulkan»

Tatsächlich konnte ich mein Niveau in der Folge steigern. Sogar der «Vulkan», eine der schwierigsten Bahnen, meinte es gut mit mir, und spie keine Lava. Nur zwei Schläge benötigte ich, um denn Ball im Krater des «Vulkans» unterzubringen. Zu diesem Zeitpunkt lag mein Chef zurück, während wir anderen uns punktgleich die Spitzenposition teilten.

Womöglich wähnte ich mich dadurch zu früh in Sicherheit. Bei Bahn Nummer zehn ist ein «Einer» Pflicht, wenn man schön der Bande entlang spielt. Ich hielt aber zu stark drauf, sodass der Ball über das Loch sprang. Dieser Lapsus warf mich wortwörtlich aus der Bahn, sodass ich fortan Punkte hergab. Sogar beim «Mausloch», meiner Lieblingsbahn, schwächelte ich.

Bei der letzten Bahn überholte mich dann sogar noch mein Chef, womit ich Letzter der Gruppe Redaktoren wurde. Ein kleines Trostpflaster bleibt: Im Tippspiel hatte mein Chef nicht den Hauch einer Chance gegen mich.

Emilie Jörgensen: Schweigen ist Gold

Emilie Jörgensen (Bild: Anina Rütsche)

Emilie Jörgensen (Bild: Anina Rütsche)

«Minigolf ist kein echter Sport, da kann man ja nur gewinnen» – dachte ich selbstbewusst, als meine Mitarbeiter und ich uns von der Redaktion auf den Weg zum Minigolfplatz machten.

Doch schon bei der Auswahl des richtigen Schlägers und mit einem ersten Blick auf die bevorstehenden Herausforderungen wurde mir nicht nur wegen des warmen Wetters plötzlich ganz heiss. Vulkan, Betonklötze, Kurven und kleine Eingänge, die ich ja treffen oder (teilweise eben lieber nicht) musste, um überhaupt in die Nähe des Loches zu kommen.

Diejenigen, die Ahnung von sportlichen Aktivitäten haben, wissen vielleicht, dass man beim Minigolfen nur gewinnt, wenn man so wenig Punkte wie möglich hat. Man soll also ganz nach dem Weniger-ist-mehr-Prinzip spielen. Ein Prinzip, das mir anscheinend nicht sehr liegt, wie sich hier erneut bestätigte.

Auch ein «Einer» bringt nichts

Denn weder meine manipulativen Provokationen gegenüber meinen Rivalen noch mein lautes Selbstvertrauen halfen mir beim Turnier weiter, denn Schweigen ist Gold. Da brachte mich nicht einmal mein «Einer» auf der Bahn 10 zum Sieg. Vielleicht, weil ich es zuvor nach sechs Versuchen nicht mal ansatzweise auf die Steigung des Vulkans schaffte.

Vorbildlicher machten es meine Gruppenmitglieder aus dem Team «Girls». Redaktorin Sabine Schmid besiegte sogar unser drittes Mitglied, Praktikantin Corinne Bischof. Eine blöde Situation für mich, denn mir drohte der «Stempel der Nichtskönnerin», nachdem ich auch beim Tippspiel der NZZ-Mediengruppe mehrmals komplett daneben lag.

So reichte es schlussendlich nicht einmal für ein Kreml-Brettspiel, einer der Trostpreise. Gott sei Dank gab es jedoch beim Minigolfen ein feines Mittagessen, dank dem der ganze Schmerz schon wieder weg war.

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