Die Bütschwiler Frauen unterliegen Ems mit 0:2 und büssen die Tabellenspitze in der 2. Liga ein

Spiele zwischen Ems und Bütschwil sind immer umstritten. Beim letzten Vergleich vor ziemlich genau einem Jahr schafften die Toggenburgerinnen im Bündnerland immerhin ein 3:3 – nun gab es beim 0:2 gar keine Punkte.

Beat Lanzendorfer
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Corinna Hasler (rechts) bot sich die grösste Chance für den Anschlusstreffer – sie scheiterte an der gegnerischen Torfrau.

Corinna Hasler (rechts) bot sich die grösste Chance für den Anschlusstreffer – sie scheiterte an der gegnerischen Torfrau.

Bild: Beat Lanzendorfer

Die Niederlage am Sonntag in der Ems-Arena ist doppelt ärgerlich. Zum einen kassierten die Bütschwilerinnen ihre erste Saisonniederlage, zum anderen mussten sie auf Kosten von Romanshorn die Tabellenspitze abgeben.

Der Trainer ist zu mehreren Umstellungen gezwungen

Bütschwil-Trainer Hanspeter Schlittler sah sich aus diversen Gründen zu personellen Umstellungen gezwungen. Auf der Liste der Abwesenden waren gleich sechs Namen notiert.

Unter anderem darauf zu finden waren die Geschwister Salzmann sowie die verletzten Nicole Scherrer und Bernadette Hangartner. Deshalb verwunderte es nicht, dass Ems praktisch die gesamten neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft war und Bütschwil in deren eigene Platzhälfte drückte.

Aushilfsgoalie überzeugt

Mit Weitschüssen war dem Heimteam vorerst aber kein Glück beschieden – Aushilfstorfrau Anna Meier zeigte sich auf der Höhe ihrer Aufgabe und hielt ihren Kasten sauber. Die Schlittler-Elf war ihrerseits bemüht, in der Offensive einige Nadelstiche zu setzen, trat aber zu harmlos auf.

Zwei Freistösse, die aber nicht den gewünschten Erfolg brachten, blieben die gefährlichsten Aktionen der ersten Hälfte. Torfrau Meier konnte das 0:0 in die Pause retten, indem sie aus kürzester Distanz einen Emser-Abschlussversuch unschädlich machte.

Heimteam dominiert auch den zweiten Umgang

Nach der Pause blieb das Heimteam spielbestimmend. Eine Standardsituation führte schliesslich zur Führung. Walker gelang nach knapp einer Stunde das 1:0. Bütschwil versuchte auf den Rückstand zu reagieren und konnte sich über einen längerem Zeitraum in der Platzhälfte der Gegnerinnen festsetzen.

Statt 1:1 hiess es nach 70 Minuten aber 2:0. Praktisch aus dem Nichts erzielte Flury aus grosser Distanz den zweiten Treffer für das Heimteam. Die beste Gelegenheit, noch einmal für Spannung zu sorgen, bot sich Hasler. Als die Emser Hintermannschaft einen hohen Ball falsch einschätzte, tauchte sie allein vor der Torhüterin auf, zielte aber zu ungenau.

Nach einem spielfreien Wochenende steht den Bütschwilerinnen am 10. Oktober das Derby in Ebnat-Kappel bevor.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.