Die Bütschwiler Frauen hatten trotz Niederlage im Schweizer Cup gegen Rapperswil-Jona einen Auftritt auf grosser Bühne

Die Bütschwiler Frauen (2.) unterliegen im 1/32-Final des Schweizer Cups Rapperswil-Jona (NLB) mit 1:5. Das Ehrentor gelingt Alexandra Brändle nach einem gelungenen Sololauf.

Beat Lanzendorfer
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Anuschka Salzmann (am Ball) lieferte wie ihre Mitspielerinnen trotz Niederlage eine gute Leistung ab.

Anuschka Salzmann (am Ball) lieferte wie ihre Mitspielerinnen trotz Niederlage eine gute Leistung ab.

Bild: Beat Lanzendorfer

Wer nach neunzig Minuten und nach einer 1:5-Niederlage vom Publikum mit viel Applaus verabschiedet wird, kann nicht alles falsch gemacht haben.

Die Bütschwiler Frauen mussten sich am Samstagabend im Schweizer Cup einem Gegner beugen, der in der Meisterschaft in der Nationalliga B spielt und dort zu den Spitzenteams gehört.

Aktuell belegt die Elf hinter Thun und Yverdon Platz 3. Und dass die Gegnerinnen auch dort teilweise chancenlos bleiben, zeigen die Beispiele Derendingen und Schlieren, die jüngst sogar noch einen Gegentreffer mehr als die Bütschwilerinnen kassierten.

Ein zu schnelles erstes Gegentor

Dabei sah es für den Aussenseiter lange Zeit nicht schlecht aus, wenn nur das erste Gegentor nicht so früh gefallen wäre. Kaufmann profitierte von einem Bütschwiler Ballverlust im Mittelfeld und traf nach zehn Minuten aus 14 Metern flach zum 0:1.

Danach und bereits davor war der Favorit zwar das spielbestimmende Team, konnte sich aber über einen längeren Zeitraum keine weiteren Möglichkeiten erarbeiten oder fand in Bernadette Hengartner eine Torhüterin, die mehrmals stark intervenierte. Kurz vor dem Seitenwechsel war aber auch sie machtlos. Laich schoss nach schöner Einzelleistung das 0:2

Dass Rapperswil-Jona dreimal und Bütschwil nur zweimal in der Woche trainiert, zeigte sich im Verlaufe der zweiten Halbzeit immer deutlicher – die Spielerinnen wirkten frischer. Trotzdem konnten die Einheimischen bis auf einen dritten Gegentreffer kurz nach Wiederbeginn weiteres Ungemach lange verhindern.

Lob vom gegnerischen Trainer

Im Gegenteil: Riesiger Jubel nach 83 Minuten. Alexandra Brändle verkürzte nach feiner Einzelleistung auf 1:3. Danach war die Reihe aber wieder am Favoriten, der das Skore in den Schlussminuten auf 5:1 erhöhte.

Robert Rickli, der Trainer des siegreichen Teams, attestierte den Bütschwilerinnen nach dem Abpfiff eine solide Vorstellung: «Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht, da steckt einiges an Potenzial in der Mannschaft.»

Hanspeter Schlittler, der Trainer der Einheimischen, zeigte sich trotz der Verabschiedung aus dem Cup zufrieden: «Schade haben wir in der Endphase noch zwei vermeidbare Gegentore kassiert. Ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen, sie hat zeitweise sehr gut kombiniert und sich auch die eine oder andere Chance erarbeitet.» Die grösste bot sich Diana Brändle nach 73 Minuten. Perfekt von Alexandra Brändle freigespielt, verfehlte ihr Schuss das Gehäuse nur knapp.

Ab sofort können sich die Toggenburger Frauen auf die Meisterschaft konzentrieren, denn am Dienstag geht es in Eschenbach bereits weiter.

Hier ist das Matchtelegramm zu finden.