Die Bazenheider sind zurück auf dem Boden der Tatsachen – der Aufwärtstrend wurde abrupt gestoppt

Die Toggenburger kassieren gegen Rüti eine deutliche 0:5-Abfuhr und fallen wieder auf einen Abstiegsplatz zurück.

Beat Lanzendorfer
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Die Bazenheider – hinten Dejan Baumann, vorne Roman Bollhalder – brachten Rüti-Captain Taulant Syla selten unter Kontrolle. Er war mit zwei Toren der überragende Akteur auf dem Spielfeld. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Bazenheider – hinten Dejan Baumann, vorne Roman Bollhalder – brachten Rüti-Captain Taulant Syla selten unter Kontrolle. Er war mit zwei Toren der überragende Akteur auf dem Spielfeld. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Vier Tage währte die Hoffnung, dass der Bazenheider Aufwärtstrend nach dem Sieg gegen Calcio Kreuzlingen anhält. Es blieb bei der Hoffnung, die Realität sieht anders aus.

Die Toggenburger waren durchaus bemüht, jene Leistung abzurufen, welche am letzten Dienstag mit dem ersten Saisonsieg belohnt wurde. Die junge Truppe bot – zumindest in der ersten Halbzeit – ein gefälliges Spiel, ging entschlossen in die Zweikämpfe und zeigte phasenweise jene Bereitschaft, die es benötigt, um in der Liga bestehen zu können. Was dabei allerdings zu kurz kam, war das Bemühen, den Ball geordnet nach vorne zu tragen.

Dem Angriffswirbel nicht mehr gewachsen

Was den Einheimischen auch fehlte, war ein Spieler vom Format eines Taulant Syla. Die Nummer 9 des Gegners war kaum zu bremsen, schoss selber zwei Tore und bildete zusammen mit seinem Bruder Edison ein Offensivduo, das zum Besten der Liga gehört.

Die Sylas waren es auch, die mit ihrer Vorarbeit Hoxhaj die Führung ermöglichten. Die Partie war zu jenem Zeitpunkt gerade einmal elf Minuten alt. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs boten sich den Gästen mehrere Möglichkeiten, das Skore zu erhöhen. Der umsichtige Gähwiler konnte im Bazenheider Tor vorerst Schlimmeres verhindern.

Die Hoffnung der Einheimischen auf einen Umschwung nach dem Seitenwechsel wurden bereits im Keim erstickt. Erbinel und erneut Hoxhaj sorgten bis zur 54. Minute für klare Verhältnisse. Nun konnten die Gäste, die mit einem Punkt aus drei Spielen einen schlechten Saisonstart hinlegten, mehr oder weniger ohne Gegenwehr schalten und walten.

Die beiden Tore in der Schlussphase durch Taulant Syla sollten den Abschluss einer Vorstellung bedeuten, welche die Bazenheider möglichst rasch vergessen sollten.

Die Offensive hing ziemlich in der Luft

Wer sich über die gesamten neunzig Minuten derart harmlos präsentiert, darf sich am Ende nicht über das brutale Resultat wundern. Die Bazenheider machten sich das Leben mit (zu) vielen Fehlzuspielen selber schwer und konnten dadurch zu wenig in die gegnerische Zone vorstossen.

Dies führte dazu, dass die Stürmer in der Luft hingen und es für die Defensive der Zürcher ein Leichtes war, diese zu neutralisieren. Als Trost bleibt die Gewissheit, dass nicht alle kommenden Gegner über jene spielerischen Qualitäten wie Rüti verfügt.

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