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Die Arbeitgeber der Region stellen sich hinter das Spital Wattwil

Mit der Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg stellt sich eine weitere Institution öffentlich hinter das Spital Wattwil. Sie ist vor allem in Sorge um die Arbeitsplätze und die Standortattraktivität der Region.
Timon Kobelt
Im März wurde der neue Helikopterlandeplatz auf dem Dach des Spitals Wattwil eingeweiht. Der heftige Wind, den die Propeller verursachen, steht stellvertretend für den Widerstand, der sich im Toggenburg gegen eine allfällige Schliessung des Spitals formiert. (Bild: PD)

Im März wurde der neue Helikopterlandeplatz auf dem Dach des Spitals Wattwil eingeweiht. Der heftige Wind, den die Propeller verursachen, steht stellvertretend für den Widerstand, der sich im Toggenburg gegen eine allfällige Schliessung des Spitals formiert. (Bild: PD)

Verschiedene Bevölkerungsgruppen und Institutionen aus dem Toggenburg haben ihren Widerstand gegen eine allfällige Schliessung des Spitals Wattwil kundgetan. «Wir werden auf die Barrikaden gehen», tönte es kämpferisch aus dem Publikum beim Bevölkerungsgespräch in Wattwil vor rund einer Woche. Nun stellt sich mit der Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg (ART) ein weiterer Player hinter das Spital Wattwil.

Insgesamt rund 1500 Arbeitsplätze betroffen

Die ART schreibt in einer Medienmitteilung, dass eine Schliessung des Spitals Wattwil mit massivem wirtschaftlichem Schaden verbunden sei. Es bleibe nicht dabei, dass 250 Arbeits- und Ausbildungsplätze beim grössten Arbeitgeber in der Region verloren gingen. «Auch das ganze regionale Gesundheits- und Sozialwesen mit rund 1500 weiteren Arbeitsplätzen wäre davon stark betroffen. Das Gemeinwesen könnte so einen Verlust nur schwer verkraften», heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Das Spital Wattwil sei für das Toggenburg ein wichtiger Faktor zur Erhöhung der Standortattraktivität. «Das Spital ist für Firmen, die mit dem Gedanken spielen, sich im Toggenburg niederzulassen, ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Die Nähe zu medizinischer Versorgung ist für einen Unternehmer mitunter genauso wichtig wie die Verkehrsanbindung oder die Erschliessung von Gewerbeliegenschaften», schreibt die ART. Auch für Private werte ein Spital in unmittelbarer Nähe die Wohnqualität auf und beeinflusse damit in letzter Konsequenz einen allfälligen Niederlassungsentscheid. Dies zeige sich daran, dass in der Nähe eines Spitals Grundstückpreise tendenziell höher seien als in Regionen, in denen die medizinische Versorgung weiter entfernt sei. «Beides, sowohl Firmenansiedlungen wie auch der Zuzug von Privatpersonen, ist für die Region Toggenburg von entscheidender Bedeutung», hält die ART fest.

Baustopp ist der ART ein Dorn im Auge

Dass der Verwaltungsrat der St.Galler Spitalverbunde einen Baustopp über das Spital verhängt hat, ist der ART ebenfalls ein Dorn im Auge. Damit steht die Arbeitgebervereinigung nicht alleine da. Der Förderverein Regionalspital Toggenburg sieht in diesem Schritt einen Bruch mit dem Volksentscheid von 2014 und überlegt sich deshalb rechtliche Schritte. Auch die ART verweist in ihrem Schreiben auf die Abstimmung von 2014. Aufgrund der geografischen und demografischen Lage sei das Spital Wattwil damals von keiner Seite in Frage gestellt worden. Das Stimmvolk habe damals 85 Millionen Franken für den Gesamtausbau des Spitals Wattwil bewilligt. Unternehmerisch sei es nicht nachvollziehbar, dass nach den bislang 50 investierten Millionen ein Baustopp verhängt werde. «Diese werden einfach so in den Sand gesetzt. Kein Unternehmen kann sich so etwas leisten», findet die ART deutliche Worte.

Als Arbeitgeber trage der Verwaltungsrat der Spitalverbunde nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine unternehmerische und soziale Verantwortung. «Die ART erwartet vom Verwaltungsrat, dass er diese wahrnimmt und Optionen und Wege aufzeigt, wie das Spital Wattwil mit seinen Arbeits- und Ausbildungsplätzen erhalten bleiben kann», heisst es abschliessend.

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