Vorbereitungen für eine Fusion: Die Ängste der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen

An der Grundsatzabstimmung vom Sonntag haben sich rund 75 Prozent der Neckertaler, Oberhelfenschwiler und Hemberger Bevölkerung für eine detaillierte Prüfung einer Fusion ausgesprochen. Nun liegt es an den verantwortlichen Räten, diesem Vertrauensvorschuss gerecht zu werden.

Urs M. Hemm
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Urs M. Hemm

Urs M. Hemm

Mit dem gestrigen Ja an der Grundsatzabstimmung hat das Stimmvolk den Weg zu einem der grössten Fusionsvorhaben der vergangenen Jahre im Toggenburg geebnet: Die neue Gemeinde würde flächenmässig wie auch nach Bevölkerungszahl die drittgrösste im Toggenburg werden. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Diskussionen im Vorfeld haben gezeigt, dass in Teilen der Bevölkerung durchaus Bedenken gegenüber einem solch grossen Gebilde bestehen. Insbesondere der Verlust an Stimmgewicht, wenn es um das Geschehen im eigenen Dorf geht, sowie der Verlust der Autonomie bereiten Sorgen.

Nun liegt es in der Hand der drei Gemeinderäte, diese Ängste ernst zu nehmen und die Bevölkerung − wie sie es im Vorfeld der Grundsatzabstimmung bereits getan haben − in diesen Prozess mit einzubeziehen. Dann dürfte der Fusion im Neckertal nichts mehr im Wege stehen und die Region könnte vereint und gestärkt in die Zukunft gehen.