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Die Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel budgetieren ein Defizit – Dennoch: «Wir streben die schwarze Null an»

Das Budget für das Jahr 2020 der Gemeinde Ebnat-Kappel sieht trotz Steuerfusssenkung einen Überschuss vor.
Urs M. Hemm
Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel (links), und Daniel Thoma, Geschäftsführer Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel, beantworten an der Vorgemeinde zum Budget 2020 Fragen der Bürgerschaft. (Bild: Urs M. Hemm)

Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel (links), und Daniel Thoma, Geschäftsführer Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel, beantworten an der Vorgemeinde zum Budget 2020 Fragen der Bürgerschaft. (Bild: Urs M. Hemm)

Der Ebnat-Kappler Gemeindepräsident Christian Spoerlé konnte am Montagabend ruhigen Gewissens vor die rund 60 Bürgerinnen und Bürger an der Vorgemeinde zum Budget für das Jahr 2020 treten. Denn der Gemeinderat rechnet bei einem Gesamtaufwand von 26724900 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 69800 Franken. Neben der Genehmigung des Budgets wird der Gemeinderat an der Bürgerversammlung vom 13. November bei der Bürgerschaft eine Senkung des Steuerfusses von derzeit 145 Prozent um sechs Prozentpunkte auf 139 Prozent beantragen.

Die Alters- und Pflegeheime Ebnat-Kappel rechnen derweil mit einem Aufwandüberschuss von knapp 83000 Franken. «Wir streben aber die schwarze Null an», betonte Geschäftsführer Daniel Thoma bei seinen Ausführungen zum Budget der Alters- und Pflegeheime. Des Weiteren haben die Stimmenden über eine Änderung der Gemeindeordnung zu befinden. Diese wird nötig, weil der Gemeinde- und der Schulrat beabsichtigen, den Schulrat aufzulösen und diesen durch eine Bildungskommission zu ersetzen.

Der richtige Weg für Ebnat-Kappel

Im kommenden Jahr sind Investitionen in der Höhe von gut elf Millionen Franken vorgesehen. Alleine zehn Millionen Franken entfallen davon auf die Erweiterung und Instandsetzung der Schulanlage Wier. Im Bereich Bildung sind ausserdem 250000 Franken für die Modernisierung der Holzschnitzelheizung Schafbüchel und 184000 Franken für den Umbau des Kindergartens Gill eingeplant.

Im Bereich Verkehr sind wiederum 280000 Franken für einen Ersatz für die Brücke «Schwarzer Steg» eingestellt. Die Umsetzung dieses Vorhabens ist jedoch abhängig davon, ob die kantonale Denkmalpflege den «Schwarzen Steg» als «schutzwürdig» einstuft. 300000 Franke sind für die Erschliessung des Areals Koch und 220000 Franken für die neue Erschliessungsstrasse Pflegeheim vorgesehen.

Christian Rufer, Schulratspräsident. (Bild: Urs M. Hemm)

Christian Rufer, Schulratspräsident. (Bild: Urs M. Hemm)

Schulratspräsident Christian Rufer gab eine kurzen Überblick über den Stand der Arbeiten bei der Schulanlage Wier. «Wir sind zeitlich und budgetmässig im Plan», versicherte er den Zuhörern und belegte dies mit einigen aktuellen Bildern vom Bauplatz. Danach erläuterte er die Beweggründe für einen Wechsel vom Modell Schulrat zu einer Bildungskommission. Er habe von den Plänen dieses Wechsels schon bei seinem Amtsantritt gewusst und habe so auch eine Aussenansicht erhalten.

Er sei daher davon überzeugt, dass die Einsetzung einer Bildungskommission der richtige Weg für Ebnat-Kappel sei. «Dieser Schritt ist eine Anpassung an etwas, das bereits gewachsen ist», und sei daher die logische Folge, sagte Christian Rufer und appellierte damit an die Bürgerinnen und Bürger, dem Vorhaben an der kommenden Bürgerversammlung zuzustimmen.

Suche nach Investoren geht weiter

In der Fragerunde wollte ein Votant wissen, warum das Defizit der Badi mit jährlich rund 200000 Franken um etwa 100000 Franken höher sei als noch vor zehn Jahren. Christian Spoerlé begründete die Situation einerseits mit getätigten Investitionen. «Andererseits waren die Einnahmen des Kiosks bedeutend tiefer als erwartet. Wir sind deswegen daran, für den Kiosk ein neues Betriebskonzept zu erstellen.»

Den Verwendungszweck von 150000 Franken für Integrationsmassnahmen erklärte Christian Spoerlé unter anderem damit, dass die Gemeinde sehr viel Geld für Massnahmen, welche Sozialhilfeempfänger wieder fit für den Arbeitsmarkt macht, investiert.

Die Frage, warum so viele altgediente Mitarbeiterinnen der Alters- und Pflegeheime gekündigt hätten, konnte Daniel Thoma nicht generell beantworten. «Wir sprechen mit allen, die uns verlassen», sagte er. Die Gründe seien aber vielfältig, so dass kein Muster erkennbar wäre. Eine weitere Frage betraf die künftige Nutzung der Häuser A und B des Alters- und Pflegeheims Wier. Christian Spoerlé bestätigte, dass ein Investor ausgestiegen sei, der Gemeinderat aber weiterhin auf der Suche nach geeigneten Partnern sei.

Den Verwendungszweck von 150000 Franken für Integrationsmassnahmen erklärte Christian Spoerlé unter anderem damit, dass die Gemeinde sehr viel Geld für Massnahmen, welche Sozialhilfeempfänger wieder fit für den Arbeitsmarkt macht, investiert.

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