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Die Adventskalender-Geschichte (1/24): Wie uns Sängerin Sina exakt dieselben Fragen beantwortete wie vor 20 Jahren

In der Adventszeit blickt täglich ein Mitglied unserer Redaktion auf eine spezielle Geschichte oder eine Begegnung im Beruf zurück. Zum Auftakt geht es um die Walliser Sängerin Sina, die dem Redaktionsleiter des Toggenburger Tagblatts die Interview-Fragen schon vor 20 Jahren beantwortete.

Ruben Schönenberger
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Die Walliser Sängerin Sina bei ihrem Konzert im Rahmen der «Emma»-Tour in der «Eintracht» in Kirchberg. (Bild: Seraina Hess, 25. Mai 2019)

Die Walliser Sängerin Sina bei ihrem Konzert im Rahmen der «Emma»-Tour in der «Eintracht» in Kirchberg. (Bild: Seraina Hess, 25. Mai 2019)

Es ist nicht unbedingt «meine» Musik, die Sina macht. Wenn ich auswähle, was aus meinen eigenen Kopfhörern kommt, dann ist das meist Rap. Trotzdem habe ich mit der Walliser Sängerin eine Verbindung, die dazu führt, dass ich mich für ihren Werdegang interessiere: Wir haben am gleichen Tag Geburtstag.

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter Toggenburger Tagblatt. (Bild: Ralph Ribi)

Ruben Schönenberger, Redaktionsleiter Toggenburger Tagblatt. (Bild: Ralph Ribi)

Zugegeben, alleine am Geburtstag liegt es nicht. Schliesslich habe ich bei Kylie Minogue noch nicht einmal den Hauch einer Ahnung, wann sie die letzte Platte veröffentlicht hat, obwohl auch sie am 28. Mai Geburtstag feiert. (Und dass sie das tut, weiss ich erst, seit ich es für diesen Text in Erfahrung gebracht habe). Viel eher liegt es wohl daran, dass ich Sina bereits als 13-Jähriger interviewen durfte.

Die Walliserin war 1999 zu Gast in der Kirchberger «Eintracht». Zusammen mit meinem Co-Chefredaktor bei der «Heiss-Cool Taims», der Schülerzeitung der Oberstufe Lerchenfeld in Kirchberg, konnten wir uns ein Interview sichern. Sie erduldete bereitwillig alle Fragen und zeichnete damals sogar etwas für unsere Leserschaft:

Dass ich von erdulden spreche, hat seinen Grund. Mein 13-jähriges Ich fand zum Beispiel die Frage «Schreiben Sie alle Ihre Lieder selbst?» ganz ok. Und mein 13-jähriges Ich fand die Frage, was denn die Sängerin von der Schule und von Lehrern halte, sehr relevant.

Damals und heute: 20 Jahre hinterlassen Spuren. (Bild: PD)

Damals und heute: 20 Jahre hinterlassen Spuren. (Bild: PD)

Entsprechend war es mir etwas unangenehm, die gleichen Fragen nochmals zu stellen. Aber genau das hatte ich mir für den Besuch von Sina in diesem Jahr am gleichen Ort überlegt. Die Sängerin willigte sofort ein und war, wie ich sie schon von meinem ersten Interview in Erinnerung hatte, ausgesprochen nett. Die Idee schien ihr auch zu gefallen. Ihre Antworten fielen sehr ähnlich aus, nur ihre Angst vor Spinnen hat sie irgendwann in den 20 Jahren zwischen den beiden Interviews überwunden.

Dass wir am gleichen Tag Geburtstag hatten, wusste sie natürlich nicht mehr. Vielleicht tut sie das ja aber von jetzt an. Denn, wie es der Zufall wollte, trat Sina am Sonntag, 26. Mai, abends in der «Eintracht» auf. Der Artikel erschien entsprechend erst am Dienstag, den 28. Mai, in der Zeitung. An ihrem Geburtstag. Und an meinem. Wenn das mal kein Geschenk ist...

Das Doppel-Interview der anderen Art zum Nachlesen: