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Das Feuer ist entfacht: Pure Entschleunigung im Feuergarten

Es ist eine Mischung aus Installation, Performance, Klangkonzert und Naturerlebnis – und dies alles unter der Herrschaft des Feuers. Der erstmalig durchgeführte Feuergarten auf der Mietschwendi zieht Dutzende Besucher an. Die Stimmung? Sinnlich leuchtend, inspirierend bis epochal.

Christoph Heer
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Die Abendstimmung, später der Vollmond, und das Feuer zaubern ein besonderes Lichtbild.

Die Abendstimmung, später der Vollmond, und das Feuer zaubern ein besonderes Lichtbild.

Bild: Benjamin Manser

Es ist das erste Mal, dass auf der Mietschwendi ein Feuergarten in solchem Rahmen aufgebaut wird. Zuständig hierfür sind Roland Kressibucher, Anita Bächtold, Janosch Külling, Ronny Kohler, Christoph Käsermann und Simone Gantner. Dazu kommen rund zehn Helfer, die braucht es auch, damit die über 30 Feuerstellen stets mit genügend Feuerholz beschickt werden.

Entzündet werden die Feuer bei Sonnenuntergang. Ein herrliches Lichtspiel ergibt sich in den kommenden Stunden, auch dank des Vollmondes, der königlich das Gebiet von weit oben herab erhellt.

Das Projekt Feuerklang steckt noch in den Kinderschuhen, Roland Kressibucher erklärt, dass sie sich buchen lassen, egal ob Geburtstagsfeier oder Firmenanlass. «Jetzt schauen wir zuerst einmal, wie es mit unserem Feuergarten – der am kommenden Wochenende noch zweimal stattfindet – weitergeht. Fürs Erste sind wir überwältigt, dass so viele Besucher gekommen sind. Freunde, Bekannte und auch zahlreiche Unbekannte liessen sich von unserem Feuerzauber inspirieren.»

Marroni und duftende Materialien

Der Feuergarten bildet ein einmaliges Ambiente.

Der Feuergarten bildet ein einmaliges Ambiente.

Bild: Benjamin Manser

Der Feuergarten besticht durch sein einmaliges Ambiente. Tanzende Gluten steigen in die Luft empor, wobei lediglich natürliche und fein duftende Materialien abgebrannt werden. Das Motto «Pyrotechnik- und petrolfrei» liegt den Organisatoren am Herzen, denn der Feuergarten soll ein ganzheitliches Erlebnis sein.

Viele Kinder stampfen im Dunkeln von Feuersäule zu Feuerstelle, von Marronistand zum kleinen Konzert im Mittelpunkt der lodernden Arena. Die älteren Besucher geniessen derweil feine Kürbissuppe, Punsch, Glühwein oder Glühmost, für jeden Geschmack hat es etwas im Angebot.

Ein Ehepaar kuschelt sich währenddessen unter eine wärmende Decke, wobei ihr Blick die vor ihr liegende Feuerschale keine Sekunde aus den Augen lässt. «Pure Entschleunigung» sei das hier, sagen die beiden und kuscheln weiter.

Überwältigt von der Schönheit und Kraft dieser vielen Feuer, wandelt der Besucher durch den Feuergarten. Grosse Feuer, kleine Feuer, es knistert und leuchtet, Wärme überall, wo man hinschreitet, die Kraft des Feuers wird spürbar. «Ein Erlebnis, welches wir all unseren Gästen ermöglichen wollen», sagt Roland Kressibucher.

Der Feuergarten findet noch einmal am Freitag, 26., und am Samstag, 27. November, ab Sonnenuntergang statt. Informationen unter: www.feuerklang.ch.

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