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Der Zweitwohnungsraum in Wildhaus-Alt St. Johann ist begrenzt

Die UBS hat eine Studie für Ferienhäuser und -wohnungen in den Alpen verfasst. Sie kommt darin zum Schluss, dass das Toggenburg preislich attraktiv wäre, dass es aber nur wenige Angebote gibt.
Sabine Schmid
In der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann gibt es rund 2000 Ferienwohnungen und -häuser. Auf dem Markt sind aktuell etwa 30.(Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann gibt es rund 2000 Ferienwohnungen und -häuser. Auf dem Markt sind aktuell etwa 30.(Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Wildhaus kann man nicht mit St. Moritz vergleichen. Die Destination im Engadin ist grösser, mondäner und teurer. Dennoch tauchen beide Ferienorte in der Studie UBS Alpine Property Focus zusammen auf. Darin hat die UBS festgehalten, dass St. Moritz mit einem durchschnittlichen Preis von rund 15500 Franken pro Quadratmeter die höchsten Preise für Zweitwohnungen im Alpenraum aufweist. Die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann kommt mit moderateren Preisen daher: Zwischen 6500 und 7000 Franken kostet der Quadratmeter, im Top-Segment können es bis zu 11000 Franken sein.

Allerdings, präzisiert Maciej Skoczek, der die Studie verfasst hat, habe die UBS die Preise nur für Zweitwohnungen in gehobenem Standard in Betracht gezogen. Wohnungen und Häuser also, die in einem intakten Zustand und in guter Lage gelegen sind. Der Zweitwohnungsmarkt in Wildhaus-Alt St. Johann ist jedoch klein. Zwar gibt es in der Gemeinde etwa 2000 Ferienwohnungen und -häuser, davon sind aber lediglich rund 30 aktuell auf dem Markt.

Die Zweitwohnungslandschaft in Berggebieten

Ausgewählte Destinationen (in Tausend)
Preisniveau in Franken/Quadratmeter
Anzahl Zweitwohnungen
051015Engadin/St.MoritzGstaadLenzerheideDavos/KlostersCrans-MontanaSamnaunFlumserbergWildhausDisentis/MustérLeukerbad

Preise sind in den letzten Jahren gestiegen

In der Studie hat die UBS festgehalten, dass sich die inländische Nachfrage nach Schweizer Ferienwohnungen erholen konnte, was kurzfristig zu steigenden Preisen führt. Mit einem jährlichen Plus von vier Prozent in den letzten fünf Jahren ist diese Preissteigerung in Wildhaus höher als im Schweizer Durchschnitt (1,1 Prozent). Betreffend des Leerstands bekommt das Toggenburg ebenfalls gute Noten. In Wildhaus stehen gerade einmal 1,5 Prozent der Zweitwohnungen leer, im Wallis sind es bis zu 5 Prozent.

Einen Grund dafür sehen die Verfasser der Studie in der sehr guten Erreichbarkeit der Destination. Zudem, fügt Maciej Skoczek hinzu, wird in Wildhaus eine geringe Bautätigkeit festgestellt. Allerdings sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Vermietung der Objekte tief. Im Winter sind 40 Prozent der Zweitwohnungen belegt, wobei der Februar mit einer Auslastung von rund zwei Dritteln extrem obenaus schwingt. Im Sommer dagegen liegt die Belegung gerade einmal bei 30 Prozent, in der Zwischensaison sogar noch deutlich tiefer. Die schnellen Wege von den Agglomerationen und Flughäfen fördern den Eintagestourismus. Sie können aber trotzdem auch ein Vorteil sein, weil die Vermietung zumindest an Wochenenden einfacher ist.

Erreichbarkeit von Berggebieten

Entfernung vom nächsten grossen Flughafen in Minuten, ausgewählte Destinationen
050100150200Engadin/St.MoritzGstaadLenzerheideDavos/KlostersCrans-MontanaSamnaunFlumserbergWildhausDisentis/MustérLeukerbad

Grösseres Angebot schadet nicht

Bei den Standorteigenschaften, die für die Preise der Zweitwohnungen relevant sind, untersuchten die Verfasser der Studie unter anderem das touristische Angebot. Sie klassierten Wildhaus als «nicht so schlecht im Vergleich, aber auch mit Abstand nicht so gut wie andere Destinationen in der Schweiz». Dies, weil die Gemeinde weniger Pistenkilometer und Wanderwege aufweist als andere Destinationen. Zudem gebe es keine Angebote wie ein Thermalbad oder einen Golfplatz. Es würde nicht schaden, wenn Wildhaus hier aufholen würde. Aber, gibt Maciej Skoczek zu bedenken, längerfristig sind das Angebot und die Nachfrage für den Preis der Zweitwohnungen entscheidender als das touristische Angebot in der Destination.

Die Studie zog schliesslich auch in Betracht, wie sich die Nachfrage entwickeln könnte. In Wildhaus wachse die Bevölkerung kaum, was sich langfristig negativ auf die Attraktivität von Zweitwohnungen auswirken könne. Das Angebot an Zweitwohnungen in Wildhaus dürfte allerdings in der Zukunft auch nur wenig zunehmen. Einerseits schränkt das Zweitwohnungsgesetz den Neubau ein. Andererseits ist das Potenzial der Umwandlung altrechtlicher Wohnungen in Zweitwohnungen unterdurchschnittlich.

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