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Der Weg ist frei für eine neue Trägerschaft von Bibliothek und Ludothek in Ebnat-Kappel

Die Bibliothek und die Ludothek in Ebnat-Kappel sollen in die Gemeinde überführt werden. Die Mitglieder des Trägervereins haben die dafür notwendigen Schritte unternommen und die Auflösung des Vereins beschlossen.
Sabine Camedda
Melanie Meier, Leiterin Ludothek, Aktuarin Rita Faeh, Interimspräsidentin Elisabeth Solèr, Kassierin Ramona Schönenberger und Paula Looser, Leiterin Bibliothek (von links), führen die Geschäfte des Trägervereins Bibliothek/Ludothek Ebnat-Kappel bis Ende Jahr. (Bild: Sabine Camedda)

Melanie Meier, Leiterin Ludothek, Aktuarin Rita Faeh, Interimspräsidentin Elisabeth Solèr, Kassierin Ramona Schönenberger und Paula Looser, Leiterin Bibliothek (von links), führen die Geschäfte des Trägervereins Bibliothek/Ludothek Ebnat-Kappel bis Ende Jahr. (Bild: Sabine Camedda)

Die Bibliothek und die Ludothek sind aus Ebnat-Kappel nicht mehr wegzudenken. 101 Familien leihen regelmässig Spiel- und Partyartikel in der Ludothek aus, in der Bibliothek sind sogar über 1750 Nutzer registriert, darunter alle 550 Schulkinder. Eröffnet wurden diese Institutionen in den Jahren 2005 und 2006.

Für den Aufbau wurde eine Trägerschaft in Form eines Vereins gebildet. Inzwischen hat das Interesse am Verein abgenommen. An dessen Spitze stehen vor allem Frauen, die bei der Bibliothek und der Ludothek mitarbeiten. Zu dieser Vermischung der strategischen und operativen Ebene kommt, dass die Bibliothek und die Ludothek professioneller geführt werden und vor allem erstere eng mit der Schule verknüpft ist. Diese Gründe haben die Vereinsverantwortlichen bewogen, über eine neue Führungsstruktur nachzudenken. Ihre Lösung: Der Trägerverein soll aufgelöst werden und die Gemeinde – bisher sowieso der grösste Geldgeber – soll neu als Trägerschaft fungieren.

Geld für die neue Bibliothek behalten

Der Vorstand legte das Vorhaben, das die Auflösung des Vereins voraussetzt, am Montagabend bei der Hauptversammlung vor. Interimspräsidentin Elisabeth Solèr erklärte, dass die Gemeinde die Bibliothek und Ludothek übernehmen werde. Falls die Vereinsmitglieder mit der Auflösung per Ende 2019 den Weg dafür frei machen, beginnt eine Projektgruppe mit Vertretern der Gemeinde, der Schule, der Bibliothek und der Ludothek mit der Umsetzung. «Betrieblich wird sich dadurch nichts ändern», sagte Elisabeth Solèr. Einzig bei der Nutzergebühr wird die Möglichkeit der Vereinsmitgliedschaft wegfallen. Die 24 anwesenden Vereinsmitglieder stimmten dem Antrag auf Auflösung des Vereins zu. Sie beschlossen zudem, das Vereinsvermögen für die Einrichtung der neuen Bibliothek und Ludothek zu verwenden.

Vor diesen Abstimmungen legte Elisabeth Solèr in ihrem Jahresbericht Rechenschaft über die Vereinstätigkeit ab. Sie konzentrierte sich vor allem auf den Neubau der Bibliothek und Ludothek in der Schulanlage Wier, die im Sommer 2020 eröffnet werden können. Die beiden Institutionen würden mehr Platz bekommen und durch die unmittelbare Nähe zur Schule könnten Synergien genutzt werden. Auch würden die Bibliothek und die Ludothek räumlich ineinander greifen, was eine Weiterentwicklung des bestehenden Angebots ermöglicht. «Wir setzen unseren Fokus darauf, unseren Nutzern ein tolles Erlebnis zu bieten», betonte Elisabeth Solèr.

Gesellschaftlicher Wandel ist spürbar

Bibliotheksleiterin Paula Looser hielt in ihrem Bericht fest, dass der Wandel in der Gesellschaft spürbar sei und sich das Nutzerverhalten ändere. «Vom Bibliotheksteam sind Flexibilität und Kreativität gefragt», stellte sie fest. Paula Looser sagte, dass rund die Hälfte der Ausleihen von der Bevölkerung getätigt wird, die andere Hälfte entfällt auf die Schüler. Sie freut sich, dass sich im vergangenen Jahr 134 Neukunden bei der Bibliothek registriert haben. «Und», fügte sie an, «im Januar 2019 waren es bereits wieder 55.»

Die Anzahl der Medien erhöhte sich leicht auf 9431. Jeder Nutzer leiht im Durchschnitt 43 Medien aus. Paula Looser bemerkt aber auch, dass vermehrt Kinder die Bibliothek besuchen, um dort zu lesen. Oder dass Eltern und Grosseltern kommen, um Kindern dort vorzulesen. «Die Bibliothek soll ein Begegnungsort sein», sagte die Bibliotheksleiterin. Dies komme bei der neuen Lokalität noch besser zur Geltung. Damit die Kunden gut betreut werden und ein ansprechendes Angebot vorfinden, leistete das Bibliotheksteam im vergangenen Jahr 2200 Arbeitsstunden, davon waren mehr als 1000 Öffnungsstunden. Das Team wird unterstützt durch ein Freiwilligenteam, das beispielsweise Bücher einfasst.

118 neue Spielartikel angeschafft

Melanie Meier, die Leiterin der Ludothek, sprach in ihrem Jahresbericht von einem kleinen, treuen Stammpublikum, das von den Aktivitäten der Ludothek profitiert. Die Dog-Spielabende würden 2019 nicht mehr durchgeführt, dafür gebe es zwei Spielabende mit verschiedenen Angeboten. Mit einem Spielparcours hat die Ludothek einen Beitrag zum Gemeindeduell «Schweiz bewegt» geleistet und sie hat auch wieder den beliebten Spielnachmittag für Schulkinder durchgeführt.

Die Ludothek war an 90 Tagen geöffnet. Dabei leistete das Ludotheksteam 362 Arbeitsstunden bei der Ausleihe und 433 Hintergrundstunden. Die Ludothek bietet 1254 Spielartikel an, davon wurden 118 im vergangenen Jahr angeschafft. Jeder Artikel wird im Durchschnitt 2,13-mal pro Jahr ausgeliehen. Der beliebteste Artikel im vergangenen Jahr war übrigens kein Spiel, sondern die Glacémaschine, die 11-mal ausgeliehen war.

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