Der TCS Toggenburg steckt hohe Ziele: «Umsteigefrei bis nach Zürich»

Trotz einiger weniger Verhaltensregeln lief die HV des TCS Toggenburg in gewohnten Bahnen ab.

Urs M. Hemm
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96 Teilnehmer folgten den Ausführungen von TCS-Toggenburg-Präsident Urs Stillhard am Donnerstagabend im «Thurpark» in Wattwil.

96 Teilnehmer folgten den Ausführungen von TCS-Toggenburg-Präsident Urs Stillhard am Donnerstagabend im «Thurpark» in Wattwil.

Bild: Urs M. Hemm

Ursprünglich hatten sich weit über 100 Teilnehmer für die Hauptversammlung des TCS Toggenburg angemeldet. Bis am Donnerstag reduzierte sich die Zahl der Angemeldeten auf 123 – gekommen sind schliesslich 96 Personen, 65 davon Mitglieder des TCS und 31 Gäste. «Natürlich wäre ich glücklicher, wenn es mehr Teilnehmer gehabt hätte», sagte der Präsident des TCS Toggenburg, Urs Stillhard.

«Unter den gegebenen Umständen
bin ich aber erleichtert, dass wir
weit von den 150 Teilnehmern entfernt sind, für die es eine zusätzliche Bewilligung für die Durchführung des Anlasses gebraucht hätte.»

Doch auch bei einer kleineren Teilnehmerzahl wurden auf die Empfehlungen des Bundes geachtet. So wurden die Gäste nicht mit Handschlag begrüsst, ein Abstand von zwei Metern zwischen den einzelnen Personen konnte im Wattwiler «Thurpark» freilich nicht eingehalten werden. Die HV selbst stand ganz im Zeichen der Erneuerungswahlen des Vorstandes, der Revisoren sowie der Delegierten.

Vorstand wieder in Vollbesetzung

Auf diese HV hin hatte Tobias Jenni seinen Rücktritt aus dem Vorstand bekanntgegeben. Da noch ein zweiter Sitz im Vorstand vakant geblieben war, musste sich Präsident Urs Stillhard auf die Suche nach gleich doppeltem Ersatz machen. Fündig wurde er in Roger Matter aus Ebnat-Kappel und Peter Siegenthaler aus Wildhaus.

Präsident Urs Stillhard (Mitte) heisst die beiden neuen Vorstandsmitglieder Roger Matter (links) und Peter Siegenthaler willkommen.

Präsident Urs Stillhard (Mitte) heisst die beiden neuen Vorstandsmitglieder Roger Matter (links) und Peter Siegenthaler willkommen.

Bild: Urs M. Hemm

Mit der Zuversicht, dass die Mitgliederversammlung diesen zwei Kandidaten ihr Vertrauen aussprechen werde, hatte Stillhard die beiden bereits in den Vorstandsbetrieb eingebunden und sie an zwei Sitzungen teilnehmen lassen. Er wurde nicht enttäuscht. Matter und Siegenthaler wie auch die anderen vier bisherigen Vorstandsmitglieder inklusive ihres Präsidenten wurden von der HV einstimmig für die neue Amtsdauer gewählt. Ebenfalls ohne Gegenstimme wurden sowohl die Delegierten wie auch die Revisoren bestätigt.

In seinem Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr hob Urs Stillhard insbesondere die Vereinsreise ins Klettgau sowie den Brunch im Hotel Hirschen, Wildhaus, hervor, das vom TCS eine Auszeichnung als «empfehlenswertes Lokal» erhielt. «Wie sie wissen, zeichnen wir regelmässig Gastrobetriebe aus, zu welchen wir einen besonderen Bezug pflegen und welche sich im Sinne des TCS besonders für die Gesellschaft und die Mobilität engagieren», erläuterte Urs Stillhard.

Mit dem «Hirschen», der «Krone» in Mosnang und dem Restaurant Thurpark in Wattwil tragen zurzeit drei Gastrobetriebe im Toggenburg diese Auszeichnung. Zudem wurden Kurse und Standaktionen durchgeführt und die Polizei wurde bei der jährlichen Fahrradprüfung und Verkehrsschulung unterstützt. «Wir pflegen auch eine enge, freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem Förderverein Energietal Toggenburg und engagieren uns zusammen in verschiedenen Projekten, wie beispielsweise dem «Carvelo2go», sagte Stillhard.

Lediglich das Fahrtraining im Verkehrssicherheitszentrum Betzholz in Hinwil musste wegen zu weniger Anmeldungen abgesagt werden.

«Damit wir künftig genügend Anmeldungen für spezifische Kurse
haben, wollen wir versuchen,
diese überregional auszuschreiben
und so zu ermöglichen.»

Trotz solcher kleinerer Rückschläge schliesst die Rechnung 2019 mit einem Ertragsüberschuss von knapp 3600 Franken ab. Somit verfügt der TCS Toggenburg über ein Vermögen von rund 67000 Franken. Die Mitgliederzahl stieg leicht um 0,5 Prozent auf 3443 an. Im Budget 2020 rechnet der Vorstand mit einem Ausgabenüberschuss von etwa 4900 Franken. Dieses Minus ist vor allem auf die geplanten Festivitäten rund um 150-Jahr-Feier der Toggenburgerbahn sowie auf die Einweihung der Umfahrung Bütschwil zurückzuführen.

Weitere Ausbauprojekte erforderlich

In Stillhards Ausblick auf weitere Engagements des TCS wünschte er sich einen weiteren Ausbau der Verkehrssysteme, namentlich eine umsteigefreie Bahnverbindung von Wattwil nach Zürich, was unter anderem den Ausbau der Strecke Schmerikon-Uznach auf Doppelspur bedinge. Zudem strebe er einen durchgehenden Fahrradweg durchs ganze Toggenburg sowie einen Ausbau der Ricken- und der Wasserfluhstrasse an.

Fritz Rutz, Präsident des Vereins Keflam.

Fritz Rutz, Präsident des Vereins Keflam.

Bild: Urs M. Hemm

Zum Abschluss der Veranstaltung erläuterte Fritz Rutz, Präsident des Vereins Komitee für echte flankierende Massnahmen (Keflam), anhand verschiedener Pläne die Fehler, die gemäss ihrer Meinung bei der Verkehrsplanung im Raum Bütschwil gemacht wurden. Er zeigte von Keflam erarbeitete Lösungsvorschläge auf, welche die Situation entschärfen würden. Fritz Rutz ist davon überzeugt, mit genügend Unterstützung zum Erfolg zu kommen und das Beste für Bütschwil herausholen zu können.

Hinweis

Alle Informationen zu Dienstleistungen und Aktivitäten sind zu finden auf: www.tcs.ch