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Der Tag der offenen Baustelle wird zum Volksfest

Am 25. August 2018 luden Gemeindeverwaltung und Projektleitung der Umfahrung Bütschwil zur Baustellenbesichtigung ein. Trotz Kälte und Nässe feierte die Region den Baufortschritt.
Sascha Erni
Auch zu Fuss war die Grossbaustelle gut besucht. (Bild: Sascha Erni)

Auch zu Fuss war die Grossbaustelle gut besucht. (Bild: Sascha Erni)

Nicht nur das Wetter zeigt sich am Samstag dramatisch anders als noch beim letzten «Tag der offenen Baustelle» von 2016. Auch die Grossbaustelle ist kaum wiederzuerkennen. «Wir haben hier gerade erst diese Woche den Belag aufgebracht», lacht Manfred Huber vor dem Tunnel Engi. Der Abteilungsleiter Strassen und Kunstbauten des kantonalen Tiefbauamts führt auch dieses Jahr wieder als Projektleiter des Trasse-Baus durch seine Arbeit.

Im Norden, wo 2016 noch Kabelkanäle, Baumaschinen und Berge von Aushub vorherrschten, präsentiert sich die Umfahrung bereits im nahezu fertigen Zustand. Nahezu, denn Elektrik und die lärmarme Deckschicht werden erst ganz am Schluss folgen. Am 17. September 2020 soll die 3.7 Kilometer lange Umfahrung nach sechs Jahren Bauzeit in Betrieb genommen werden.

Landschafts- und Umweltschutz gehen vor

Weshalb werde denn der Tunnel Engi nicht belüftet?, wundert sich die 20-köpfige Gruppe vor Ort. Manfred Huber erklärt, dass bis rund 500 Meter die Verwirbelung für genügend Durchlüftung sorgt. Deshalb sei der Engi-Tunnel als längster Tunnel der Umfahrung genau 498 Meter lang.

Huber und seine Kolleginnen und Kollegen werden an diesem Samstag total 1 200 Interessenten solche Praxisdetails und Anekdoten aus dem Bau-Alltag erzählen. Es gibt zwei Führungen: die Nordführung mit dem Anfangspunkt beim Anschluss Engi zeigt vorwiegend bereits fertiggestellte Abschnitte. Die Südführung ab Neudietfurt hingegen hat die laufenden Bauarbeiten im Fokus. Ein Schwerpunkt der Führungen liegt beim Umwelt- und Landschaftsschutz.

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Baustellenbesichtigung in Bütschwil

Manfred Huber erläutert, welche Auflagen das Bauvorhaben erfüllen muss. Eine besondere Herausforderung stelle der Gewässerschutz dar. An vielen Stellen sind die Grasborde mit speziellen Matten unterlegt, damit das Spritzwasser nicht versickern kann und zurück in Richtung Fahrbahn und damit ins aufwendige Abwassersystem fliesst. Auch die Thurbrücke bei Neudietfurt muss dem Gewässerschutz genügen: Laut Huber sind die Statiker dabei an die Grenzen des Möglichen gegangen, um Stützpfeiler im Fluss zu vermeiden. Das gesamte Projekt wird auch landschaftspflegerisch begleitet, die Gegend soll nicht mehr als absolut nötig unter der Umfahrung leiden.

Gut besuchtes Festgelände

Nach eineinhalb Stunden kehrt unsere Gruppe zum Besucherpavillon im Bütschwiler Soorpark zurück. Die nächsten Interessentinnen und Interessenten stehen bereit, für die Südführung sind mehrere Stunden Wartezeit einzuplanen. Kein Problem, denn der Soorpark hat sich zum Festgelände gewandelt. Vereine, Parteien und Unternehmen der Region laden zu Wurst und Bier ein, Musik spielt auf, verschiedene Attraktionen erwarten die unzähligen Gäste. Selbst die immer wiederkehrenden Regenschauer trüben die Stimmung kaum. Man darf sich wohl schon jetzt auf die Einweihungsfeier Ende August 2020 freuen.

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