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Der Schulweg soll keine Gefahrenzone sein

Der Schulrat von Lütisburg prüft, ob Erwachsene wegen des starken Verkehrs für die Schüler einen Lotsendienst anbieten sollen. Die Kantonspolizei St.Gallen sieht dem nicht nur positiv entgegen.
Timon Kobelt
Dieser Fussgängerstreifen bereitet in Lütisburg Sorge. Hier überqueren viele Kinder die Strasse, um in die Schule zu gelangen. Die Tempolimite für Fahrzeuge betragen 60 km/h. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Dieser Fussgängerstreifen bereitet in Lütisburg Sorge. Hier überqueren viele Kinder die Strasse, um in die Schule zu gelangen. Die Tempolimite für Fahrzeuge betragen 60 km/h. (Bild: Beat Lanzendorfer)

«Wir sind nicht gerade Fans von Lotsendiensten als Lösung.» Dies antwortet Werner Lendenmann, Leiter der Verkehrstechnik der Kantonspolizei St. Gallen, angesprochen auf die Situation in Lütisburg. Dort prüft der Schulrat als Sofortmassnahme, ob ab Beginn des kommenden Schuljahres ein temporärer Lotsendienst von Erwachsenen erbracht werden soll. Dies mit dem Zweck, die Sicherheit für Schulkinder rund um den Fussgängerstreifen bei der alten Thurbrücke zu erhöhen.

«Die Idee von Lotsendiensten, die Erwachsene erbringen, ist grundsätzlich gut. Nur muss man sich bewusst sein, dass sich jeder, der ohne entsprechende Ausbildung den Verkehr lenken will, strafbar macht», betont Werner Lendenmann. Daher sei es wichtig, dass sich die Lotsen darauf beschränkten, die Kinder sicher über die Strasse zu geleiten. Besonders wenn Lotsen mit Westen, Warnwesten und Tafeln ausgerüstet seien, dürften sie mit diesen Utensilien nicht den Verkehr beeinflussen.

Mehrere Sofortmassnahmen eingeleitet oder geprüft

Der Lotsendienst ist nur eine von mehreren Sofortmassnahmen, die der Schulrat Lütisburg eingeleitet hat, um die Gefahr von Unfallen für Schulkinder bei der alten Thurbrücke zu reduzieren. So wurden zur Freude von Schulratspräsident Josef Rütsche vor kurzem die Sträucher auf der bergwärts liegenden Seite der Toggenburgerstrasse gekappt.

«Dies verbessert die Sichtverhältnisse deutlich, vor allem, für Fahrzeuge, die von Bütschwil her kommen», sagt Josef Rütsche. Eine weitere Möglichkeit für die Erhöhung der Sicherheit wäre, dass der Schulbus alle Schüler aus dem Gebiet Lütisburg-Station mitnimmt. Bis jetzt sind nur Erst- und Zweitklässler sowie Kindergärtler fahrberechtigt. «Allerdings würden der Schulrat und befragte Eltern einen Lotsendienst gegenüber der Aufstockung der Kapazität im Schulbus als temporäre Lösung vorziehen, da wir den Schülern den Schulweg nicht wegnehmen wollen», sagt Josef Rütsche. Der Schulweg sei für die Sozialisierung von Schülern von hoher Bedeutung.

Nachhaltige Lösungen werden angestrebt

Rund 20000 Fahrzeuge bewältigen an Werktagen gemäss Verkehrsstatistik des Kantons St. Gallen den Abschnitt bei der alten Thurbrücke in Lütisburg. Hat man das Projekt Lerchenfeld in Bütschwil im Hinterkopf, dürfte der Verkehr auf dieser Strecke zunehmen. Dies ist auch dem Schulrat bewusst.

Josef Rütsche betont, dass man auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen sei. Wie diese aussehen sollen, sei noch offen. «Eine Unter-, respektive eine Überführung, wäre mit hohen Kosten und viel Zeitaufwand verbunden», sagt Josef Rütsche. Ein Lichtsignal werde es vor der Brücke nicht geben, da diese in einer Tempo-60-Zone nicht erlaubt seien. Allenfalls wäre ein Blinkwarnlicht möglich, um Lenker eines Fahrzeuges früh auf die heikle Stelle aufmerksam zu machen.

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