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Der Schock sitzt tief – der FC Bütschwil steigt in die 4. Liga ab

Irgendwann ist das Glück, das Bütschwil in den vergangenen Jahren hatte, aufgebraucht. Das Wunder blieb aus. Die Mannschaft muss nach der 2:3-Niederlage in Münchwilen den bitteren Gang nach unten antreten.
Beat Lanzendorfer
Captain und Torschütze Daniel Fäh (am Ball) sowie Michael Wiprächtiger (rechts) waren die wenigen, die sich in Münchwilen mit aller Macht gegen den Abstieg stemmten. Der Rest des Teams war dem Druck nicht gewachsen und spielte mit angezogener Handbremse. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Captain und Torschütze Daniel Fäh (am Ball) sowie Michael Wiprächtiger (rechts) waren die wenigen, die sich in Münchwilen mit aller Macht gegen den Abstieg stemmten. Der Rest des Teams war dem Druck nicht gewachsen und spielte mit angezogener Handbremse. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Was sich seit fünf Jahren abgezeichnet hat, ist nun Tatsache: Bütschwil steigt erstmals seit 28 Jahren wieder in die 4. Liga ab.

Am Sonntag hätte auch ein Sieg im letzten Spiel gegen Münchwilen nichts mehr gebracht. Die mitgefährdeten Uznach und Weinfelden-Bürglen machten ihre Hausaufgaben und retteten ihren knappen Vorsprung über die Ziellinie.

Die Hoffnung keimte nur eine Halbzeit auf

Der Start auf der Münchwiler Waldegg war durchaus verheissungsvoll. Fäh brachte die Toggenburger kurz nach Ablauf der ersten Viertelstunde mit einem Flachschuss in Führung – Oberholzer hatte die perfekte Vorarbeit geliefert. Daraufhin entwickelte sich zwar keine attraktive Partie, sie lebte aber immerhin von der Spannung.

Das Bütschwiler Unheil sollte sich aber noch vor dem Seitenwechsel ankünden. Einen hohen Ball brachte die Gastmannschaft nicht aus der Gefahrenzone. Pozhari sagte Dankeschön und spitzelte das Leder an Schlussmann Oswald vorbei ins Tor. Die Uhr zeigte die 43. Minute an. Für Bütschwil ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, wäre man doch gerne mit einem Vorsprung in die Kabine gegangen.

Während der Pause liefen die Drähte heiss. Zwischen Tobel und Weinfelden stand es 0:0, Uznach führte gegen Neckertal mit 1:0. Die Bütschwiler wären bei diesem Spielstand unten. Es blieben 45 Minuten, um das Blatt zu wenden und auf Schützenhilfe zu hoffen. Diese blieb aus. Uznach zog schnell einmal auf 4:0 davon. Weinfelden-Bürglen konnte genauso einen Zacken zulegen und wendete die Partie trotz Rückstand in einen 2:1-Sieg.

Der Untergang hat sich früh abgezeichnet

Bereits im Verlaufe der Begegnung brachte es Stefan Sennhauser, langjähriger Spieler der ersten Mannschaft, mittlerweile im Ruhestand und nun Juniorenobmann, auf den Punkt: «Der Abstieg hat sich abgezeichnet, die Mannschaft hat einfach zu wenig Qualität.» Mit seiner Einschätzung traf er den Nagel auf den Kopf.

Wer in der Rückrunde lediglich dreimal gewinnt, hat es nicht verdient, oben zu bleiben. Mit wenigen Ausnahmen wirkte das Team am Sonntag verkrampft und irgendwo auf der Fahrt nach Münchwilen muss auch der Glaube an ein Wunder abhanden gekommen sein. Vorne konnten einzig Fäh und der für drei Runden reaktivierte Wiprächtiger einige Akzente setzen. Ansonsten blieb vieles Stückwerk mit wenig Zug aufs Tor.

Die Defensive zeigte sich genauso wenig auf der Höhe ihrer Aufgabe. Zu Beginn noch einigermassen stilsicher, waren alle drei Gegentore grosszügige Geschenke an den Gegner. Keine Frage, der FC Bütschwil wird irgendwann zurückkehren, allerdings dürfen die Verantwortlichen nicht davon ausgehen, dass die Rückkehr zum Selbstläufer wird.

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