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Der Regionale Führungsstab Toggenburg ist dank Vorarbeit auf den Ernstfall vorbereitet

Der Regionale Führungsstab Toggenburg hat sich konstituiert und Unterlagen für Einsätze zusammengestellt. Im Ernstfall handelt er aus einem Führungsraum in Neu St.Johann.
Sabine Camedda
Mitglieder des Regionalen Führungsstabs Toggenburg an einem Tisch: Christof Gantner, Jürg Walt, Heiri Steiner, Esther Friedli, Stabschef Christian Heeb, Nikolaus Fankhauser, Roger Lindenmann und Thomas Lich (im Uhrzeigersinn von unten links). (Bild: Sabine Camedda)

Mitglieder des Regionalen Führungsstabs Toggenburg an einem Tisch: Christof Gantner, Jürg Walt, Heiri Steiner, Esther Friedli, Stabschef Christian Heeb, Nikolaus Fankhauser, Roger Lindenmann und Thomas Lich (im Uhrzeigersinn von unten links). (Bild: Sabine Camedda)

Es ist beruhigend, dass es ihn gibt, aber man hofft, dass es ihn nie braucht: den Regionalen Führungsstab Toggenburg. Denn er kommt dann zum Einsatz, wenn ein Ereignis die Möglichkeiten der ordentlichen Strukturen sprengt. Sei es, weil eine grosse Fläche betroffen ist. Sei es, wenn viele Menschen betroffen sind. Sei es, weil ein Ereignis lange dauert.

Dieser Regionale Führungsstab wurde als Folge der Zivilschutzrevision 2015+ konstituiert. Unter dem Stab mit Christian Heeb an der Spitze, arbeiten Fachpersonen mehrerer Bereiche zusammen. Jede von ihnen verfügt über besondere Kompetenzen, die für die Bewältigung des Ereignisses relevant sein könnten.

Dazu hat der Regionale Führungsstab eine Verbindungsperson in jeder Gemeinde. Diese ist dann gefragt, wenn die Entscheide vom Regionalen Führungsstab politisch vertreten sein müssen. Oftmals geht es dabei um finanzielle Konsequenzen eines Entscheids.

Unwetter, Murgänge oder Lawinen

Um sich auf die Aufgabe vorzubereiten und im Ereignisfall Zeit zu gewinnen, hat der Regionale Führungsstab überlegt, welche Massnahmen bei Grossereignissen zu treffen sind. «Wir haben uns vor allem auf Vorfälle fokussiert, die im Toggenburg durchaus vorkommen könnten», sagt Stabschef Christian Heeb.

Vor allem Unwetter wie Hochwasser, Murgänge oder Lawinen sind mögliche Szenarien, aber auch Stürme oder Waldbrände. Bei Verkehrsunfällen, beispielsweise mit einem Reisecar, bei Verschmutzungen des Trinkwassers oder bei Tierseuchen könnten die Einsatzkräfte ebenfalls auf Führungsunterstützung des Regionalen Führungsstabs angewiesen sein.

Einsatzkräfte in ihrer 
Führungsaufgabe entlasten

«Uns geht es keinesfalls darum, in die Führung reinzureden. Der operative Teil bleibt bei den Einsatzkräften vor Ort», betont Christian Heeb. Vielmehr könnte der Regionale Führungsstab die Einsatzkräfte bei den Aufgaben entlasten, für die im ersten Moment keine Zeit ist.

Dazu kommen Koordinationsaufgaben, wenn mehrere Gemeinden im Toggenburg durch das Ereignis betroffen sind. Zudem überlegen die Mitglieder des Regionalen Führungsstabs aufgrund ihrer Fachkompetenzen, welche Massnahmen zusätzlich noch ergriffen werden könnten.

Der Regionale Führungsstab hat bereits Massnahmen definiert, die bei verschiedenen angenommenen Ereignissen zu treffen wären. «Im Bedarfsfall erleichtert das unsere Arbeit und wir können Zeit gewinnen», führt Christian Heeb aus.

Direkte Sicht auf das 
Ereignis ist zweitrangig

Grosses Gewicht legt der Regionale Führungsstab auf die Kommunikation. «Gerade bei einem Grossereignis ist es wichtig, dass die Bevölkerung informiert wird», sagt Esther Friedli, Leiterin des Fachbereichs Kommunikation im Regionalen Führungsstab. Dies müsse unter Umständen auf verschiedenen Kanälen geschehen, denn man müsse davon ausgehen, dass die Bevölkerung mit Radio und E-Mail nicht erreicht werden könne. Bei einem Grossereignis werde auch eng mit dem Mediendienst der Kantonspolizei zusammen gearbeitet.

Kommt der Regionale Führungsstab zum Einsatz, arbeitet er von einem eigenen Führungsraum an der Kramenwiesstrasse in Neu St.Johann aus. Dort findet er alle benötigten technischen Gerätschaften vor. Es sei nicht zwingend nötig, dass diese Führungsentscheide mit direkter Sicht aufs Ereignis getroffen würden, sagt der Stabschef.

Innerhalb von einer Stunde aktiv

Voraussetzung sei aber eine gute Kommunikation zwischen den involvierten Organisationen. Personell wird der Regionale Führungsstab bei seinem Auftrag durch Stabsassistenten des Zivilschutzes unterstützt. Bei überraschenden Ereignissen könne der Regionale Führungsstab innerhalb von einer Stunde aktiv werden, sagt Christian Heeb.

Rund eineinhalb Jahre sind vergangen, seit die zwölf Toggenburger Gemeinden den Regionalen Führungsstab eingesetzt haben. Es sei viel gemacht worden, zieht Christian Heeb Bilanz, aber es sei noch nicht alles erreicht.

Im kommenden Jahr soll die Zusammenarbeit mit den Stabsassistenten geübt werden. Grossübungen mit den Einsatzkräften seien kaum durchführbar und darum nicht vorgesehen, sagt Christian Heeb. «Wir machen uns aber laufend Gedanken über mögliche Ereignisse und wie wir diese bewältigen können. So kann sich die Bevölkerung sicher fühlen.»

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