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Er baut ein Wasserrad für «Krabat»

Der junge Hemberger Schreiner Clemens Weber stattet das Bühnenbild zum Freilichtspiel «Krabat» in Wattwil aus. Er hat dazu ein Wasserrad und eine hohle Scheiterbeige aus Holz gebaut.
Clemens Weber testet sein Bühnen-Wasserrad. Es soll sich mittels Zauberkünsten und Strom während der Aufführung drehen. (Bild: Michael Hug)

Clemens Weber testet sein Bühnen-Wasserrad. Es soll sich mittels Zauberkünsten und Strom während der Aufführung drehen. (Bild: Michael Hug)

Die Proben für «Krabat» auf dem Hof Dreyschlatt bei Krinau laufen momentan auf Hochtouren. Letzte Woche am Freitag ging am gleichen Ort die Premiere von «Ueli Bräker» über die Bühne. Zurzeit herrscht also reger Betrieb auf dem abgelegenen ehemaligen Bauernhof.

Am vergangenen Samstag lieferte Clemens Weber die Teile seines Bühnenbilds: Eine Schlafkammer, eine Scheiterbeige und ein Wasserrad. «Es funktioniert selbstverständlich», meint der Erbauer zu seiner über drei Meter hohen Arbeit und schaltet die Wasserpumpe ein. Tatsächlich – und es dreht sich doch.

Die unechte Holzbeige

Vor dem Haus, das bei beiden Freilichtspielen Bühne und Bühnenbild ist, stehen drei Holzbeigen. Zwei sind echt und eine ist supponiert. Die zweite Arbeit des Bühnenbildners Weber ist innen hohl: «Das wurde von meinem ehemaligen Schulkollegen und Krabat-Regisseur so bestellt. Ich weiss auch nicht recht, wozu es dienen soll.»

Der Sinn der hohlen Holzbeige zeigt sich dann in der Probe. Sie dient als Kulisse für sechs unsichtbare Puppenspieler, die mit zwölf Rabenpuppen eine Szene darstellen werden. Simon Keller meint dazu: «Hinter der Scheiterbeige findet die Verwandlung der Müllersburschen in Krähen statt.»

Drehen wenn es muss

Da darf man gespannt sein auf das Schauspiel, das am Samstag, 21. Juli, nach aufwendiger Probezeit seine Premiere feiern kann. Der 23-jährige Schreiner Clemens Weber, der zurzeit eine Weiterbildung zum Techniker macht, meint auch: «Natürlich werde ich mir das ansehen. Ich bin gespannt, ob mein Wasserrad dreht, wenn es sich drehen muss. Und natürlich bin ich auf das ganze Theaterstück gespannt.» Was er bis jetzt bei den Proben gesehen habe, habe ihn nämlich neugierig gemacht: «Das geht ganz schön turbulent zu und her, ist voller Überraschungen und manche ist ziemlich makaber.»

Der angehende Techniker hat zudem auch eine offene Schlafkammer gebaut. Kammer, Scheiterbeige und Wasserrad spielen im zweistündigen Stück eine zentrale Rolle. Der Müllermeister, dargestellt von Michael Hug, wird das Wasserrad mit Zauberkraft in Betrieb setzen. Dann dreht es sich doch – solange es Strom hat. (pd)

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