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168 Mannschaften – Nach dem Rückgang im letzten Jahr: Ebnat-Kappler Grümpeli wieder mit mehr Teams

Die Anzahl teilnehmender Mannschaften am letztjährigen Grümpelturnier hat die Veranstalter enttäuscht. Mit gezielter Werbung und weiteren Massnahmen wollen sie den Spiess wieder umdrehen.
Timon Kobelt
Im letzten Jahr meldeten sich deutlich weniger Teams beim Grümpeli Ebnat-Kappel an. Doch dem grössten Fussball-Plauschturnier der Ostschweiz soll der Schnauf noch lange nicht ausgehen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Im letzten Jahr meldeten sich deutlich weniger Teams beim Grümpeli Ebnat-Kappel an. Doch dem grössten Fussball-Plauschturnier der Ostschweiz soll der Schnauf noch lange nicht ausgehen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Auch das grösste Ostschweizer Grümpelturnier (Grümpeli) in Ebnat-Kappel ist nicht vor rückläufigen Mannschaftsanmeldungen gefeit. Letztes Jahr nahmen 151 Teams am Grümpeli teil. Verglichen mit anderen Plausch-Turnieren ist das immer noch eine enorme Zahl, doch im Obertoggenburg ist man ehrgeiziger. OK-Präsident Silvan Kappeler sagt:

«Im vergangenen Jahr waren wir zum ersten Mal etwas enttäuscht von der Anzahl Mannschaften.»

Daher habe man sich fest vorgenommen, dieses Jahr mehr und gezielter Werbung zu betreiben. Konkret hätten die Verantwortlichen konsequenter auf Social Media gesetzt, bei Passenger TV in Bussen Werbung geschaltet und früher mit Informieren begonnen.

Diese Anstrengungen haben offensichtlich Früchte getragen. Für die diesjährige 46. Austragung des Grümpeli Ebnat vom 5. bis 7. Juli haben sich 168 Teams angemeldet. «Das ist im Vergleich zu 2018 ein schöner Schritt, mit dem wir zufrieden sind», meint Kappeler. Auf etwas längere Sicht kamen in den letzten Jahren durchschnittlich etwa 20 Teams weniger als während der Boomzeit zwischen 2009 und 2010. Damals konnte das Grümpeli die 200er-Marke knacken. «Das werden wir so schnell nicht mehr schaffen, aber die diesjährige Teilnehmerzahl stimmt mich zuversichtlich. Wenn wir in den nächsten Jahren einen Wert zwischen 180 und 190 Teams etablieren könnten, wäre das schön», sagt der OK-Präsident.

Das Ebnater Grümpeli als Fels in der Brandung

Das Grümpeli Ebnat war einst der Fels in der Brandung, den die Flutwelle neuer Veranstaltungen in der Region nicht ins Wanken bringen konnte. Doch nun spürt auch der Grümpi-Riese die Welle. «Klar trifft es auch uns, dass im Sommer immer mehr los ist. Gerade das Open Air Wildhaus, das am gleichen Wochenende stattfindet, kostet uns einige Besucher», sagt Kappeler.

Mit den zunehmenden Veranstaltungen gehe auch ein verändertes Planungsverhalten einher, vor allem bei den Jüngeren. «Die jungen Leute haben sehr viele Optionen für Aktivitäten und wollen sich so lange wie möglich alle Möglichkeiten offenhalten», meint der Grümpeli-Chef. Dies zeige sich vor allem darin, dass die Anmeldungen erst sehr spät eintrudelten. «Eine Woche vor dem Anmeldeschluss könnten wir vom OK Krisenzustände bekommen. Dieses Jahr sind rund 50 Anmeldungen erst in den letzten Tagen vor der Deadline erfolgt», erklärt Kappeler. Seit zwei bis drei Jahren sei es üblich, dass Teams den Anmeldeschluss «verschlafen» und sich dann noch meldeten. Das habe es früher nicht gegeben. Auch Rückzüge von Mannschaften hätten sich gemehrt, allerdings auf bescheidenem Niveau.

Am Puls der Zeit sein, müsse daher ihre Devise sein, ist Silvan Kappeler überzeugt. Daher habe man auch die Social-Media-Aktivität hochgefahren, um die Jungen besser zu erreichen. «Und auch sonst hinterfragen wir uns konstant und versuchen, gezielte Änderungen vorzunehmen», sagt der 39-Jährige. So hat das OK dieses Jahr etwa die Kategorie Nichtfussballer auswärtig auf einen Tag gelegt. Früher mussten manche Teams für Vorrunden- und Finalspiele am Samstag und Sonntag antreten. Mit dieser Massnahme habe man in dieser Kategorie wieder mehr Teams anziehen können, berichtet Kappeler. Zudem darf ein Spieler in mehreren Mannschaften mitwirken, sofern sie in unterschiedlichen Kategorien angemeldet sind.

«Es braucht Acts, die ziehen»

Auch bezüglich Unterhaltung und Kulinarik wolle man den Besuchern etwas bieten. «Vor zwei Jahren kamen wegen der ‹Fäaschtbänkler› erstmals Leute, die das Grümpeli nicht gekannt hatten. Zwischendurch braucht es Acts, die ziehen. Daher haben wir sie für dieses Jahr wieder gebucht», sagt der Multimediaelektroniker. Sie seien auf guten Konsum angewiesen, um einen Act dieser Grösse finanzieren zu können. Bezüglich Essen setze man weiterhin auf Profis am Grill und auf Vielfalt mit dem Pasta-Zelt.

Trotz der Veränderungen rund um das Grümpeli herrscht in Ebnat-Kappel auch Konstanz. Konstant treu sind die vielen Sponsoren, auf die der Event angewiesen ist. Konstant flattern Anmeldungen von einem alteingesessenen Mannschaftsstamm ein. «Es gibt Teams, die noch kein Grümpeli verpasst haben», sagt Kappeler. Nicht zuletzt ist der Zeitpunkt des Grümpelis konstant: Es findet immer am ersten Wochenende der Sommerferien statt. Dies sei bei den meisten Teilnehmenden ins Gedächtnis eingebrannt.

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