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Der Goldene Boden in Lichtensteig muss dringend saniert werden

Am 24. Januar informierte die Gemeindeverwaltung von Lichtensteig über die anstehende Sanierung des «Goldenen Bodens». Das Bauprojekt war zweieinhalb Jahre in Vorbereitung, nötig wäre es eigentlich seit bald drei Jahrzehnten.
Sascha Erni
Der Goldene Boden in der Altstadt von Lichtensteig erfüllt viele Funktionen, muss nun aber saniert werden. (Bild: Sascha Erni)

Der Goldene Boden in der Altstadt von Lichtensteig erfüllt viele Funktionen, muss nun aber saniert werden. (Bild: Sascha Erni)

«Die Wasserleitungen stammen noch aus dem Jahr 1879, aber am meisten Probleme machen die Teile, die vor gut 30 Jahren ausgebessert wurden». Das erzählte Stadtpräsident Mathias Müller im Vorfeld der Informationsveranstaltung vom vergangenen Donnerstag.

Projekt war schon lange in der Pipeline

Die Gemeinde Lichtensteig stellte der Öffentlichkeit in der Kalberhalle die Sanierungspläne für den «Goldenen Boden» vor, welche sie mit Spezialisten über rund zweieinhalb Jahre entworfen hat. Bereits vor einem Jahr hatte sie den Grundeigentümern erste Informationen übergeben. Am 14. Februar können diese sich in einer gesonderten Versammlung direkt einbringen.

Das Projekt im Gesamtumfang von 1,25 Millionen Franken sei schon lange in der Pipeline. Eigentlich wisse man seit den 1990er-Jahren, dass etwas getan werden muss, erklärte Müller der kleinen Schar an Interessierten. «Es gibt einen enormen Nachholbedarf an Infrastruktur.»

Nachholbedarf bei fast allen Werkleitungen

Dieser Nachholbedarf betreffe sämtliche Werkleitungen sowie Wasser und Abwasser, sagte der Stadtpräsident. Alle Leitungen müssen komplett ersetzt werden, mit Ausnahme der Gasleitungen. Diese seien bereits punktuell erneuert worden, es reiche ein teilweiser Ersatz.

«Wir möchten mit diesem Projekt auch Synergien nutzen», so Müller weiter. «Wir müssen nur ein Mal aufmachen, können aber gleich alles erledigen.» Neben Strom, Gas, Kommunikation und Beleuchtung steht auch die Trennung von Meteor- und Abwasser an. Der «Goldene Boden» ist in dieser Beziehung allerdings kein Spezialfall. «Die Kanalisation wird laufend im ganzen Städtchen umgerüstet», so Müller.

Pflastersteine und Parkplätze bleiben erhalten

Der Goldene Boden soll nach der Sanierung seine multifunktionale Nutzung beibehalten. Er wird weiterhin für Veranstaltungen zur Verfügung stehen, auch die Parkplätze bleiben erhalten.

Platz und Strassen werden mit den bestehenden Pflastersteinen gedeckt. Einerseits spare das Kosten, erklärte der Bautechniker Bruno Anliker, «und diese Steinqualität, die wir hier haben, bekommt man heute gar nicht mehr.»

Eine Grossbaustelle in Etappen

Um die Einschränkungen für die Anwohner und Nutzer des Goldenen Bodens so gering wie möglich zu halten soll die Sanierung in sieben Etappen erfolgen. Damit werde sichergestellt, dass man nicht dauernd auf einer Baustelle lebe, sagte Mathias Müller.

Ausserdem bliebe der Verkehrsfluss so weit als möglich aufrecht. An den wöchentlichen Bausitzungen sollen auch die Anwohner einsitzen können. «Damit jeder weiss, wo wann was kommt», wie Mathias Müller meinte.

Pause im August und September geplant

Der Terminplan sieht vor, dass nach der Abstimmung vom 10 März der Baubeginn Mitte oder Ende März sein soll. Zwischen dem 1. August und der Mitte des Septembers ist ein Unterbruch der Bauarbeiten eingeplant: Sowohl die Bundesfeier als auch die Jazztage sollen ohne Baustellen-Groove über die Bühne gehen können. Gemäss der Planung des Stadtrates werden die Bauarbeiten Ende November abgeschlossen sein.

Was passiert aber, falls die Lichtensteiger Stimmbürger in der Urnenabstimmung gegen das Sanierungsvorhaben entscheiden?, fragte ein Gast. «Irgendwer muss es einmal umsetzen», antwortete Mathias Müller. Denn der Sanierungsbedarf sei klar und dringend. Würde man statt der Grossbaustelle immer und immer wieder punktuell ausbessern, käme es teurer. Und das bei grösseren Komforteinbussen für Anwohner, Vereine und das gesamte Städtchen.

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