Der Frauenfelder hat nichts von seiner Anziehungskraft eingebüsst

Über 2500 Läuferinnen und Läufer sind am Sonntag beim 84. Frauenfelder an den Start gegangen. Darunter waren über 70 aus dem Toggenburg.

Beat Lanzendorfer
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Der Start zum Halbmarathon in Wil. Patrik Wägeli (6165), der spätere Sieger, ist bereits ganz vorne anzutreffen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Der Start zum Halbmarathon in Wil. Patrik Wägeli (6165), der spätere Sieger, ist bereits ganz vorne anzutreffen. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Mit der Entscheidung an der Ranglistenspitze hatten die Toggenburger nur bedingt etwas zu tun. Trotzdem gab es mehrere erstaunliche Leistungen. Dazu zählt der Lütisburger Sven Lusti, der beim Waffenlauf den starken fünften Platz belegte.

Für das Podest fehlten ihm knapp sechs Minuten. In die Nähe eines Top-Ten-Platzes kam auch Michael Ledergerber. Mit dem zwölften Rang darf der 29-Jährige aus Necker gleichwohl zufrieden sein. Umso mehr, weil ihm die Zeit (3.24 Stunden) in seiner Kategorie Platz 2 eintrug.

Stolz darf der Libinger Arnold «Noldi» Gehrig sein, der zum 25. Mal nach dem Abfeuern des Kanonenschusses in Frauenfeld das Rennen aufnahm. Mit 4.10 Stunden erreichte der 67-Jährige in seiner Alterskategorie Rang 6.

Hans Kuratli erreicht trotz kalter Hände Superzeit

Ohne Gepäck war der Mosnanger Johannes Kuratli unterwegs. Er absolvierte bereits zum 9. Mal den Frauenfelder Marathon und war nach dem Zieleinlauf trotz Kälte gesprächig: «Mir ist es sehr gut gegangen, ich habe zwar mega an die Hände gefroren, trotzdem war es ein cooler Lauf.» Bei einer Laufzeit von 3.19 Stunden darf der 57-Jährige auch mehr als zufrieden sein.

Bei den Frauen absolvierte Sereina Lusti (Jahrgang 1989) aus Lütisburg ebenfalls den Marathon. Als sie nach 3.38 Stunden nach Frauenfeld zurückkehrte, durfte sie sich über den achten Gesamtrang und Platz 3 in ihrer Kategorie freuen.

Stefan Widmer holt sich einen Podestplatz

Im Halbmarathon konnte der Mosnanger Stefan Widmer überzeugen. Der 30-Jährige von der Läuferriege Mosnang schaffte in 1:12.31 Platz 3 in der Kategorie M40 und nimmt in der Gesamtrangliste Position 8 ein. Das heisse Getränk nach dem Zieleinlauf hatte er sich verdient.

Ebenfalls über die halbe Marathondistanz schafften zwei Toggenburger Frauen in der Kategorie D50 Top-Ten-Rangierungen. Liselotte Gähwiler benötigte für die 21 Kilometer 1:37.21 Stunden, was ihr Rang 9 eintrug.

Eine Position dahinter ist die Bazenheiderin Regina Bigger. Sie sah in 1:38.39 das Ziel. Gut unterwegs war auch Stefan Richle, Wattwil, der von Wil nach Frauenfeld weniger als 74 Minuten benötigte und mit Platz 5 in der Kategorie M30 belohnt worden ist.

Der Frauenfelder, vor 84 Jahren gegründet, konnte mit über 2500 Läuferinnen und Läufern einen neuen Teilnehmerrekrod vermelden. Allerdings wird der Anlass längst nicht mehr nur von den Waffenläufern getragen. Mit weit über 2000 zivilen Läufern, die ab Wil das Rennen aufnehmen, ist die traditionelle Veranstaltung längst in der Moderne angekommen.

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